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Skispringen

Überraschender Nationen-Wechsel im Skispringen

24.01.2023 14:21
Sophie Sorschag wechselt im Skispringen die Nation
© Koji Aoki via www.imago-images.de
Sophie Sorschag wechselt im Skispringen die Nation

Lange war die Zukunft von Sophie Sorschag im Skispringen ungewiss. Nun hat sich die ehemalige Team-Weltmeisterin aber für eine neue Nation entschieden.

Nach übereinstimmenden Medienberichten startet Sorschag in Zukunft für den Kosovo. Damit sorgt die Österreicherin für ein Novum, ist sie doch die erste Athletin, die für das Land im Weltcup antreten wird.

2021 hatte die 24-Jährige noch mit der österreichischen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft in Oberstdorf die Goldmedaille abgeräumt. Im Anschluss musste sich die Skispringerin mit großen Verletzungssorgen herumplagen. Ein Kreuz- und Seitenbandriss zwang Sorschag zu einer langen Pause.

Skispringen: Differenzen in Österreich

Im Anschluss kam es zu Differenzen mit dem österreichischen Skiverband. 

"In Österreich ist die Tür leider zu", wurde die Wintersportlerin bereits im vergangenen November von der "Kronen Zeitung" zitiert: "Am 27. April wurde ich total unvorbereitet vom Verband ausgeschlossen. Deshalb und da ich meinen geliebten Sport weiterhin ausüben möchte, musste ich den Nationenwechsel beantragen."

Beim ÖSV gab es hingegen eine ganz andere Version. "Für uns ist es schade, denn wir wollten sie behalten. Aber Sorschag selbst hat im Juni von sich aus den Antrag auf den Nationenwechsel bei der Präsidialkonferenz eingereicht", reagierte ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher.

Skispringen: Sophie Sorschag startet für den Kosovo

Nun geht es für Sorschag im Skispringen für den Kosovo weiter. Ihr bestes Ergebnis im Gesamtweltcup feierte die Wintersportlerin in der Saison 2019/20, als sie auf dem 40. Platz abschloss.

Das Aushängeschild des österreichischen Skispringens ist Eva Pinkelnig. Die 34-Jährige gewann rund um den Jahreswechsel das Silvester-Turnier. Aktuell führt Pinkelnig im Gesamtweltcup vor der deutschen Skispringerin Katharina Althaus.