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Australian Open

Neustart für Doppel-Spezialist Mies "eine große Umstellung"

23.01.2023 12:14
Andreas Mies (l.) steht mit seinem neuen Partner im Viertelfinale der Australian Open
© IMAGO/Juergen Hasenkopf
Andreas Mies (l.) steht mit seinem neuen Partner im Viertelfinale der Australian Open

Doppel-Spezialist Andreas Mies wagt in Australien nach der Trennung von Kevin Krawietz einen Neustart. Mit seinem Viertelfinaleinzug ist der bereits gelungen.

Melbourne (SID) Andreas Mies spazierte mit einem breiten Lächeln im Gesicht durch den Melbourne Park. "Ich bin mehr als happy, wie es jetzt angelaufen ist", sagte der 32 Jahre alte Kölner, für den in Australien eine neue Etappe seiner Karriere beginnt: "Es könnte für den Start nicht besser laufen. Hoffentlich geht es weiter, wir wollen mehr."

Wir, das sind nicht mehr Kevin Krawietz und Mies, die "KraMies" wie sie eigentlich nur genannt wurden. Gemeinsam kamen sie mit zwei Titeln bei den French Open zu sportlichem Ruhm. Nach der Trennung des Erfolgsduos Ende der vergangenen Saison wartet Krawietz nun zu Hause auf die Geburt seines ersten Kindes. Und Mies stürzt sich in Melbourne voller Elan mit seinem neuen Partner, dem Australier John Peers, in den Wettbewerb.

Mies feiert Einzug ins Viertelfinale

Und das erfolgreich - nach einem 6:0, 6:3 gegen Alex Bolt/Luke Saville (Australien) ist der Viertelfinal-Einzug bei den Australian Open auf Anhieb geschafft. Sportlich ist es ein reibungsloser Übergang für Mies, der mit Peers nun auf die an Position acht gesetzten Marcel Granollers/Horacio Zeballos (Spanien/Argentinien) trifft.

Er räumte aber auch offen ein, dass das Tour-Leben für ihn nun anders ist. "Es ist schon eine große Umstellung und zwei verschiedene Welten. Einen größeren Kontrast hätte ich mir kaum aussuchen können", sagte Mies: "John ist das komplette Gegenteil vom Kevin. Er ist die ganze Zeit unter Strom, on fire, überprofessionell."

Den ruhigen Krawietz, der künftig mit dem Frankfurter Tim Pütz spielt, habe er immer etwas pushen und mit seiner Energie mitreißen müssen. Nun gebe er plötzlich den entspannteren Part, berichtete Mies. Peers sei ein "sehr netter Typ", sie müssten sich "noch ein bisschen mehr finden", und dann sehe man, wo die Reise hingeht: "Ich habe bisher aber ein echt gutes Gefühl."