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Skispringen

Norwegens Skisprung-Manager geht auf Jury los

18.01.2023 14:24
Norwegens Skisprung-Manager Clade Brede Brathan war mit dem Ergebnis in Yamagata überhaupt nicht zufrieden
© IMAGO/Javad Parsa
Norwegens Skisprung-Manager Clade Brede Brathan war mit dem Ergebnis in Yamagata überhaupt nicht zufrieden

Die Skispringerin Thea Minyan Björseth ist im japanischen Yamagata ihres ersten Weltcup-Podests beraubt worden, lautet der Vorwurf aus Norwegen. Skisprung-Manager Clas Brede Brathen ging anschließend auf die Jury los. Wettkampfleiterin Chika Yoshida reagierte auf die Vorwürfe.

Trotz des dritten Platzes für Anna Odine Ström war der Ärger bei den norwegischen Skispringerinnen über das Endergebnis beim Weltcup-Springen in Japan am vergangenen Wochenende immens. Denn: Die gerade einmal 19 Jahre alte Thea Minyan Björseth hätte nach Meinung der Skandinavier eine bessere Platzierung als Rang fünf verdient gehabt.

Björseth lag letztlich nur 0,6 Punkte hinter Platz drei - da sie bei den Haltungsnoten dreimal lediglich eine 18,0 erhalten hatte. Superstar Maren Lundby war hinterher schockiert: "In meinen Augen hätte sie mindestens eine 19,0 verdient gehabt."

Die Deutsche Selina Freitag, die sich hinterher über Platz zwei freuen durfte, erhielt trotz einiger Probleme bei der Landung ebenfalls eine 18,0 sowie zweimal eine 17,0. "Das kann nicht sein", wetterte Lundby.

Skisprung-Rennleiterin reagiert auf Vorwürfe

Noch deutlicher wurde Norwegens Skisprung-Manager Clas Brede Brathen, der gegenüber dem "Dagbladet" polterte: "Thea wurde von der Jury, die offensichtlich nicht in der Lage war, das zu tun, was sie tun sollte, ihres ersten Podiumsplatzes beraubt." Die Leistung der Jury sei "einfach nur traurig und verdammt ärgerlich", so der Norweger.

Brathen legte nach: "Wenn es nur einen Richter gäbe, der [eine 18,0] gegeben hätte, könnte man meinen, das System würde das korrigieren. Aber es ist ein Fehler im System, wenn jeder eine 18 gibt. Andere Springerinnen, die eine weitaus schlechtere Haltung hatten, bekamen ungefähr das gleiche." 

Der Skisprung-Funktionär forderte zugleich eine "Reaktion" der Wettkampf-Jury, die in Person von Rennleiterin Chika Yoshida wenig später auch folgte. "Ich vertraue den Schiedsrichtern und unserem System", sagte sie dem "Dagbladet": "Wenn es nicht korrekt ist, muss es in unserem Ausschuss angesprochen werden." Sie sei sich sicher, dass die Norweger den Fall in einem Ausschuss ansprechen werden.