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Skispringen

Eisenbichler bedankt sich bei DSV-Techniker: "Bleibt geheim"

15.01.2023 17:55
Eisenbichler überzeugte in Polen
© Grzegorz Momot, dpa
Eisenbichler überzeugte in Polen

Markus Eisenbichler starker Sechster im Einzel, Rang drei mit dem Team: Nach der mageren Tournee machen die deutschen Skispringer einen Schritt nach vorne.

Markus Eisenbichler jubelte, er hüpfte vor Freunde - und war doch fassungslos. "Wochenlang krebst man rum, und dann ist es so einfach", sagte der sechsmalige Skisprung-Weltmeister nach seinem mit Abstand besten Wochenende des WM-Winters. Eine Woche nach der desaströsen Vierschanzentournee führte der Bayer in Zakopane erst die deutsche Mannschaft auf Rang drei, am Sonntag ließ er im Einzel als Sechster sein bestes Ergebnis der Saison folgen.

Eisenbichler, der bei der Tournee dreimal den zweiten Durchgang verpasst hatte, bedankte sich nach seinem starken Auftritt ausdrücklich bei einem DSV-Techniker. "Der hat mir einen Kniff mitgegeben, der hat funktioniert. Aber der bleibt geheim, den nehme ich mit ins Grab", sagte der 31-Jährige mit einem Grinsen.

Während ganz vorne wie schon bei der Tournee der Norweger Halvor Egner Granerud vor dem polnischen Lokalmatador Dawid Kubacki triumphierte, überzeugte auch Andreas Wellinger als Elfter. Drittbester DSV-Adler auf der "Wielka Krokiew" war Karl Geiger auf Rang 14. Der Oberstdorfer zog in der Wind-Lotterie zunächst eine Niete und musste sich vom 24. Platz noch nach vorne arbeiten.

"Der zweite hat sich richtig geil angefühlt"

Geiger war angesichts des Aufwindes im deutschen Team dennoch zufrieden. "Das war ein schöner Abschlusssprung. Es freut mich, dass ich auch mit Ecken und Kanten ins Fliegen komme", sagte der Olympia-Dritte. Erleichtert war auch Stefan Horngacher. "Wir sind froh, dass wir den Anschluss an die Weltspitze hergestellt haben", sagte der Bundestrainer.

In die Punkte schafften es am Sonntag auch Stephan Leyhe (Willingen/19.) und Constantin Schmid (Oberaudorf/22.), Tournee-Überraschung Philipp Raimund (Oberstdorf/29.) verhinderte nur mit Mühe einen Sturz.

Schon das Teamspringen am Samstag, bei dem Eisenbichler mit 140,0 m den weitesten Flug des Tages stand, hatte den Aufwärtstrend verdeutlicht. Eisenbichler, Geiger, Wellinger und Team-Debütant Raimund sammelten in acht Sprüngen 1144,4 Punkte. Das reichte hinter Österreich (1151,5) und Gastgeber Polen (1150,5), vor allem aber klar vor dem Olympia-Zweiten Slowenien (1117,7) und Norwegen mit Tournee-Sieger Granerud (1113,4) für den Podestplatz.

"Der zweite hat sich richtig geil angefühlt", sagte Eisenbichler. Auch Geiger zeigte sich stark verbessert. "So ein Tag wie heute, das tut echt gut", sagte der Oberstdorfer.

Bei der Tournee hatte das deutsche Team noch fast durchgehend gehadert, nun könnte die Trendwende geschafft sein. "Wir haben eine Fülle von Maßnahmen versucht einzuleiten, das Team hat super gearbeitet. Die Jungs haben hier einige Dinge umgesetzt", sagte Horngacher.