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Biathlon

Biathlon-Schwestern verzweifeln noch am Schießstand

09.12.2022 13:56
Die Öberg-Schwestern hadern noch mit ihren Leistungen am Schießstand
© IMAGO/Anders Wiklund/TT
Die Öberg-Schwestern hadern noch mit ihren Leistungen am Schießstand

Die beiden schwedischen Biathlon-Schwestern Hanna und Elvira Öberg zählen zu den großen Favoritinnen auf den Sieg im Gesamtweltcup. Doch beide hadern noch mit ihren Leistungen am Schießstand, so auch beim Sprint im österreichischen Hochfilzen.

Platz vier für Elvira, Platz sechs für Hanna Öberg: Zwar konnten die beiden Top-Biathletinnen aus Schweden am Donnerstag im Sprint jeweils eine weitere Top-Ten-Platzierung hinlegen, zum Feiern war ihnen nach dem Rennen aber nicht zu Mute. Beide hatten sich beim Schießen je zwei Fehler erlaubt - anders als DSV-Starterin Denise Herrmann-Wick, die so am Ende ganz oben auf dem Podest stand. Marketa Davidova aus Tschechien und Julian Simon aus Frankreich (je ein Fehler) komplettierten das Treppchen.

"Es ist keine Katastrophe, aber man will es trotzdem besser machen" resümierte Elvira Öberg anschließend bei "SVT". Ihre drei Jahre ältere Schwester Hanna haderte ebenfalls. Es sei "schade", wie das Rennen verlaufen sei, die sich unglücklich darüber zeigte, beim Stehendschießen nicht alle Ziele getroffen zu haben: "Es hatte sich angefühlt, als hätte ich auch das letzte Ziel getroffen."

Die 27-Jährige hatte eine schnelle Serie hinlegen wollen und war im letzten Schuss ins Risiko gegangen. "Es ist sehr bedauerlich. Ich denke, es hätte sehr gut werden können."

Biathlon-Trainer mit Leistung im Sprint zufrieden

Hanna Öberg hatte im Sommer ihr Gewehr gewechselt, nachdem die vergangene Saison am Schießstand nicht nach den Wünschen der Schwedin verlaufen war. Die jetzigen Fehler auf den Wechsel zu schieben, sei aber zu einfach, wie sie bereits nach dem Weltcup-Auftakt in Finnland zu Protokoll gab. "Ich habe einiges verändert, aber auch viel beibehalten", sagte sie zu ihrer Technik.

Trotz der verpassten Podest-Chancen wollte Cheftrainer Johannes Lukas bei "SVT" derweil nicht zu hart ins Gericht gehen, da mit Anna Magnussen (Platz neun) und Linn Persson (Platz zehn) zwei weitere Top-10-Platzierungen hinzukamen. Damit "sollten wir sehr zufrieden sein", so der Biathlon-Lehrer.

Am Samstag (11:30 Uhr) haben die Schwedinnen in der Verfolgung die Chance, weitere Punkte im Weltcup einzusammeln.