Bei ihrem Weltcup-Debüt nach dem Wechsel vom Langlauf zum Biathlon beeindruckte Anamarija Lampic sowohl die Konkurrenz als auch die TV-Moderatoren.
Beim Sprint in Hochfilzen am Donnerstag, den Denise Herrmann-Wick gewann, belegte Lampic einen starken fünften Platz.
"Es ist wild. Ich habe mich einfach amüsiert und bin super glücklich", sagte die Slowenin nach dem Rennen zum schwedischen TV-Sender "SVT".
"SVT"-Kommentator Niklas Nord bescheinigte Lampic nach dem Rennen "eine sensationelle Leistung". "TV2"-Experte Ole Einar Björndalen sagte: "Wir können in Zukunft viel von Lampic erwarten."
In Hochfilzen legte Lampic die schnellste Laufzeit aller Biathletinnen hin. Sie war sogar ganze 27 Sekunden schneller als die Zweitschnellste Elvira Öberg.
Stina Nilsson, die ebenfalls vom Langlauf zum Biathlon wechselte, distanzierte Lampic sogar um eine Minute und 23 Sekunden. "Sie ist absolut unglaublich. Ich ziehe meinen Hut vor ihr, es ist unglaublich", staunte Nilsson über die Leistung der Slowenin und ergänzte: "Ich selbst weiß, wie schwierig der Wechsel ist. Aber sie hat es so gut wie möglich gemeistert."
Lob gab es auch von Konkurrentin Ingrid Landmark Tandrevold, die auf Platz 13 landete. "Ich bin zutiefst beeindruckt", sagte die Norwegerin bei "NRK".
Lampic steckt sich keine hohen Ziele
Erst im Sommer entschied sich Anamarija Lampic für einen Wechsel zum Biathlon.
Vor ihrem Debüt machte sich die 27-Jährige keinen Druck. "Ich habe so einige Ziele, aber die gehen derzeit noch nicht weit. Für diesen Winter habe ich noch keine Erwartungen. Wenn ich Letzte werde in jedem Rennen, ist das okay", sagte sie im Sommer in einem Interview mit "biathlonword.com."
Ricco Groß, deutscher Nationaltrainer der Slowenen, deutete aber bereits an, zu welchen Leistungen Lampic im Stande ist. "Anamarija arbeitet sehr konzentriert und macht sich am Schießstand schon gut", lobte der viermalige Olympiasieger und neunmalige Weltmeister beim Portal "siol.net": "Wir sind optimistisch, werden sie aber gleichzeitig schrittweise aufbauen."

