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Ski Langlauf

"Das kann sowohl gefährlich als auch beängstigend sein"

Langlauf-Stars reagieren mit Unverständnis auf Protest

05.12.2022 12:56
Die Langlauf-Stars Paal Golberg (l.) und Calle Halfvarsson waren von den Protesten wenig begeistert
© IMAGO/JOHANNA WALLEN
Die Langlauf-Stars Paal Golberg (l.) und Calle Halfvarsson waren von den Protesten wenig begeistert

Es war ein Schock beim Langlauf-Massenstart der Herren am Sonntag im norwegischen Lillehammer: In der ersten Runde versperrten mehrere Klimaaktivisten die Strecke. Kurz bevor es zu einem Zusammenprall des Feldes und den Protestierenden kommen konnte, griffen Sicherheitskräfte ein. Die Langlauf-Stars reagierten auf die Aktion mit Unverständnis.

"Glücklicherweise haben sie es bergauf und nicht bergab gemacht. Dann wäre das Rennen wahrscheinlich abgebrochen worden und es hätte viele Stürze gegeben", sagte Paal Golberg nach dem Massenstartrennen am Sonntag gegenüber dem norwegischen Rundfunk "NRK" über die Protestaktion der Klimaaktivisten.

Auch Golbergs Landsmann Emil Iverson war von der Aktion der Klimaschützer alles andere als begeistert. "Das kann sowohl gefährlich als auch beängstigend sein. Ich halte nichts von Demonstrationen auf der Straße oder bei Sportveranstaltungen", sagte der 31-Jährige Routinier.

Er unterstütze zwar, dass Aktivisten auf die Klima-Krise aufmerksam mache, dennoch "würde ich es auf eine andere Art und Weise tun, als denjenigen das Leben schwer zu machen, die Sport treiben", so Iverson weiter.

Langlauf-Ass wurde von Aktivisten behindert

"Ich weiß nicht, ob es der richtige Weg ist, Skiwettbewerbe zu stören, wenn man demonstrieren will", pflichtete der Schwede Calle Halfvarsson seinen norwegischen Kollegen bei.

Dass es bei dem Rennen im klassischen Stil zu keinen Verletzungen der Athleten durch die Aktivisten kam, war dem schnellen Eingreifen der Organisatoren und des Sicherheitspersonals zu verdanken.

Diese pferchten die Demonstranten mittig auf der Strecke zusammen, um das sichere Passieren der Langläufer zu ermöglichen.

Doch nicht jeder der Athleten konnte die Blockade ohne Einschränkung umfahren. Golberg, der das Rennen am Ende für sich entscheiden konnte, musste die Loipe notgedrungen verlassen und einige Meter fernab der Spur laufen.

Zwischenzeitlich habe es sogar eine Warnung vor Öl in der Loipe gegeben, wie Martin Lowstrom Nyenget berichtete.