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Wintersport

Eiskunstlauf-Wunderkind Valieva gewinnt historischen Titel

05.12.2022 14:51
Eiskunstlauf-Wunderkind Kamila Valieva hat die erste russische "Sprung-Meisterschaft" gewonnen
© IMAGO/Maksim Konstantinov
Eiskunstlauf-Wunderkind Kamila Valieva hat die erste russische "Sprung-Meisterschaft" gewonnen

Nächster Titel für Eiskunstlauf-Wunderkind Kamila Valieva. Die 16-Jährige hat am Wochenende die ersten russischen "Sprung-Meisterschaften" der Geschichte für sich entschieden. Dabei gelangen ihr zwei Vierfach-Sprünge, an denen sie vor wenigen Wochen noch schlagzeilenträchtig scheiterte. 

Um den Wegfall der internationalen Wettkämpfe zu kompensieren, rief der russischen Eiskunstlaufverband in diesem Jahr einige neue Wettbewerbe ins Leben. Dazu gehören auch die "Sprung-Meisterschaften", die am vergangenen Wochenende in St. Petersburg stattfanden und in Wunderkind Kamila Valieva die erwartete Siegerin fanden. 

Die 16-Jährige setzte sich im großen Finale mit 27,55 zu 26,60 Punkten gegen die gleichaltrige Sofia Muravieva durch. Entscheidend für Valievas Triumph war unter anderem der vierfache Toeloop, den Valieva in ihrem Programm gleich doppelt sprang - und beide Male sicher stand. 

Noch vor wenigen Wochen wäre ihr dieser Sprung beim russischen Grand Prix in Kasan beinahe zum Verhängnis geworden, als sie in ihrer Kür und den beiden schlagzeilenträchtigen Versuchen danach stürzte. Diesmal lief allerdings alles nach Plan, was Skandal-Trainerin Eteri Tutberidze in der Coaching-Zone zu einem ungewohnt emotionalen Jubel verleitete. 

"Ich habe alles gegeben. Das waren Vierfach-Sprünge, deswegen war ich aufgeregt. Aber das ist auch ein Wettbewerb, also spornt es mich an", sagte Valieva nach ihrem Erfolg, über den sie sich neben dem Preisgeld in Höhe von 1 Mio. Rubel (ca. 15.000 Euro) freuen durfte.

Eiskunfstlauf: Valieva droht vierjährige Sperre

Mit Blick auf die internationale Bühne droht der jungen Russin derweil weiter Ärger. Die Entscheidung um Valievas mögliche Dopingsperre liegt beim Internationale Sportgerichtshof (CAS), nachdem russischen Behörden über Monate hinweg nichts von sich hören ließen und die Weltöffentlichkeit hinhielten. 

Die WADA ist nach wie vor von der Schuld des Teenagers überzeugt und fordert vom CAS eine vierjährige Sperre gegen Valieva. Wann der Sportgerichtshof seine Entscheidung fällen wird, ist noch nicht bekannt.