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News-Blog zur Fußball-WM 2022 in Katar

Neuer über "brutal frustrierende" WM - Schock für Brasilien

03.12.2022 20:54
Alle News zur Fußball-WM 2022 in Katar im LIVE-Blog
© IMAGO/Laci Perenyi
Alle News zur Fußball-WM 2022 in Katar im LIVE-Blog

Die Fußball-WM 2022 in Katar ist in vollem Gange. Welche Neuigkeiten gibt es rund um die ausgeschiedene deutsche Nationalmannschaft? Wie läuft es bei den anderen Teams? Was passiert abseits des Platzes beim umstrittenen Wüsten-Turnier?

Die wichtigsten News gibt's hier im LIVE-Ticker bei sport.de.

  • US-Coach lässt Zukunft offen

  • Schock für Brasilien

  • Effenberg regt Neuer-Aus an

  • Warnung vor Lewandowski

  • Matthäus beim DFB empfohlen

+++ 20:53 Uhr: Neymar zurück im Training +++

Neun Tage nach seiner Knöchelverletzung hat Brasiliens Fußballstar Neymar wieder das Balltraining aufgenommen und damit Hoffnungen auf einen Einsatz im WM-Achtelfinale gegen Südkorea am Montag (20.00 Uhr MEZ/ZDF und MagentaTV) genährt. In einem vom nationalen Verband CBF veröffentlichten Video ist der 30-Jährige offensichtlich beschwerdefrei beim Aufwärmen mit Ball im Spielerkreis sowie beim Schusstraining zu sehen.

Der Stürmer von Paris St. Germain hatte sich gleich in der Auftaktpartie gegen Serbien (2:0) eine Bänderverletzung im rechten Fußgelenk zugezogen und fehlte der Selecao in den beiden anderen Gruppenspielen gegen die Schweiz (1:0) und Kamerun (0:1) spürbar. Grünes Licht für seinen Einsatz soll es aber erst nach dem Abschlusstraining am Sonntag geben.

Stürmer Gabriel Jesus und Linksverteidiger Alex Telles fallen dagegen verletzungsbedingt für den Rest des WM-Turniers aus. Eine Nachnominierung durch die Selecao ist laut FIFA-Reglement nicht mehr möglich. Beide Akteure erlitten gegen Kamerun Knieverletzungen. 

+++ 20:34 Uhr: Lustige Spitze gegen US-Präsident Joe Biden +++

Mit einem scherzhaften Tweet in Richtung seines amerikanischen Amtskollegen hat der niederländische Ministerpräsident den Achtelfinalsieg des Oranje-Teams gegen die USA bei der Fußball-WM in Katar gefeiert. "Sorry Joe, football won", twitterte Mark Rutte ("Sorry Joe, der Fußball hat gewonnen.")

Er spielte damit auf einen vor dem Spiel verbreiteten Video-Tweet von US-Präsident Joe Biden an, in dem dieser einen Ball des US-Kapitäns Tyler Adams annimmt und dazu sagt: "It's called soccer, go USA!" ("Man nennt das Soccer, los USA!"). Am Ende unterlagen die amerikanischen Fußballer mit 1:3.

+++ 20:32 Uhr: Australien-Duo stellt Rekord auf +++

Ex-Bundesliga-Profi Mathew Leckie und Torhüter Mathew Ryan haben mit ihren Einsätzen im WM-Achtelfinale gegen Argentinien einen Rekord aufgestellt. Das Duo lief zum jeweils zehnten Mal in einem Spiel bei einer Fußball-WM auf und damit so oft wie noch kein anderer Australier.

Sowohl Offensivmann Leckie, der früher unter anderem für Hertha BSC und Ingolstadt in Deutschland spielte, als auch Kapitän Ryan (FC Kopenhagen) waren schon bei den Endrunden 2014 und 2018 dabei.

Vor dem Turnier in Katar hatte die Bestmarke der Australier bei neun WM-Einsätzen gelegen, gehalten von den Ex-Profis Tim Cahill und Mark Bresciano.

+++ 20:13 Uhr: Messi bricht Schallmauer +++

Lionel Messi ist nun auch noch im 1000er-Klub angekommen. Der 35-Jährige bestritt im Ahmad bin Ali Stadion von Al-Rajjan in Katar das 1000. Spiel seiner Karriere als Fußball-Profi. Messi führte die argentinische Nationalmannschaft im Achtelfinale der Weltmeisterschaft gegen Australien als Kapitän an.

Es war Messis 23. WM-Spiel, er liegt nun gleichauf mit dem italienischen Ex-Profi Paolo Maldini. Den Rekord hält Lothar Matthäus mit 25 WM-Partien, gefolgt von Miroslav Klose mit 24. 

Messi bestritt gegen Australien das 169. Länderspiel seiner Karriere. Dazu kommen 778 Partien für den FC Barcelona und 53 Spiele für Paris Saint-Germain seit seinem Wechsel im Sommer vergangenen Jahres. Sein Profi-Debüt feierte Messi am 16. Oktober 2004 im Stadtduell bei Espanyol Barcelona (1:0), als er in der 82. Minute eingewechselt wurde. 

+++ 19:39 Uhr: US-Coach lässt Zukunft offen +++

Nach dem frustrierenden WM-Aus will sich US-Nationaltrainer Gregg Berhalter Gedanken über die Zukunft machen. Für den 49-Jährigen ist noch nicht klar, ob er die talentierte Mannschaft auch zur Heim-WM 2026 führen wird.

"In den vergangenen Monaten war ich auf die WM konzentriert. In den kommenden Wochen will ich den Kopf freibekommen und schauen, was als nächstes kommt", sagte der frühere Bundesliga-Profi. 

Mit Blick auf das Turnier im eigenen Land ist dem Trainer trotz des 1:3 gegen die Niederlande im Achtelfinale von Doha nicht bange. "Können wir gegen Top-Teams gut genug spielen, um zu gewinnen? Die Mannschaft ist nah dran", betonte Berhalter.

"Das Ergebnis war heute etwas komisch, wenn man das Spiel dazu sieht. Aber die amerikanische Öffentlichkeit kann optimistisch sein." Die Niederländer seien bei der Chancenverwertung einfach cleverer gewesen. "Ansonsten war nicht viel zwischen den beiden Mannschaften."

+++ 17:44 Uhr: Kane trotz Tor-Flaute ohne Sorgen +++

Englands Kapitän Harry Kane bleibt trotz seiner Torflaute bei der WM in Katar gelassen und peilt im Achtelfinale gegen Senegal (20.00 Uhr MEZ/MagentaTV) seinen ersten Turniertreffer an. "Als Stürmer will ich natürlich immer Tore schießen. Ich werde an Toren gemessen", sagte Kane am Samstag: "Ich bin aber ein ruhiger Typ und versuche, mich bestmöglich einzubringen. Ich denke, dass ich das auf verschiedenen Wege kann."

Vor vier Jahren in Russland hatte Kane schon in der Vorrunde fünf Tore erzielt. Diesmal stehen drei Vorlagen zu Buche, aber keine Treffer. "Ich fühle mich gut und bereit", sagte Kane, der ein Sonderlob für den 19 Jahre alten Youngster Jude Bellingham aussprach: "Er ist ein fantastischer Spieler. Er hat so viele Qualitäten, mit und ohne den Ball. Ich bin sehr beeindruckt. Er ist sehr weit für sein Alter."

Teammanager Gareth Southgate kann beim Start in die K.o.-Runde personell aus dem Vollen schöpfen. Vom Senegal zeigte er sich "sehr beeindruckt. Sie sind Afrikameister, sind sehr stolz und haben einen großen Glauben in der Mannschaft, in der viele exzellente Spieler stehen. Wir wissen um die Größe der Aufgabe, die vor uns liegt", sagte Southgate.

+++ 17:41 Uhr: Neuer über "brutal frustrierende" WM +++

Nach der Rückkehr aus Katar hat sich DFB-Kapitän Manuel Neuer tief enttäuscht über das WM-Aus der Fußball-Nationalmannschaft geäußert. Der Schmerz sitze tief, schrieb der 36-Jährige bei Instagram.

"Es ist brutal frustrierend, dass wir unsere Leistung nicht konstant abrufen konnten. Es wird noch einige Zeit dauern, all das zu verarbeiten", meinte der Torwart des FC Bayern München und stellte seine Aussage neben ein WM-Foto auf dem er den 19 Jahre alten Turnier-Debütanten Jamal Musiala tröstet. Neuer bedankte sich zudem bei den Fans, die "uns immer unterstützt und Mut zugesprochen haben!"

Neuer hatte nach dem abschließenden 4:2 gegen Costa Rica einen Rücktritt vorerst ausgeschlossen. Er wolle weiter für Deutschland spielen, wenn er "eingeladen wird und die Leistung stimmt", sagte der Rekordtorwart. Neuer hatte gegen Costa Rica sein 19. WM-Spiel absolviert. Häufiger spielte kein anderer Schlussmann bei einer Endrunde. Neuer war mit seinen Kollegen am Freitagabend mit dem DFB-Sonderflieger aus Doha in München gelandet.

+++ 17:10 Uhr: Mehr Zuschauer in Katar als in Russland +++

Die Fußball-WM in Katar liefert schon jetzt beeindruckende Zahlen. Wie der Weltverband FIFA nach Ende der Vorrunde mitteilte, besuchten 2,45 Millionen Fans die 48 Gruppenspiele in den acht Stadien.

Damit übertrumpft die Weltmeisterschaft im Golfstaat das Turnier in Russland (2,17 Millionen) vor vier Jahren im selben Zeitraum. Die durchschnittliche Auslastung beträgt in Katar 96 Prozent.

Erstmals in der 92 Jahre langen WM-Geschichte qualifizierten sich zudem Nationen aus allen Kontinenten für das Achtelfinale. Mit Australien, Japan und Südkorea stehen dabei zum ersten Mal drei Mannschaften in der Runde der letzten 16, die dem asiatischen Verband angehören.

Die Partie zwischen Argentinien und Mexiko (2:0) lockte 88.966 Zuschauer ins Finalstadion von Lusail. Mehr hatten zuletzt mit 94.194 Fans im Finale 1994 in Pasadena/Kalifornien beim Spiel Brasilien gegen Italien (3:2 im Elfmeterschießen) zugesehen.

+++ 17:00 Uhr: Kroatien überrascht über Japan +++

Vize-Weltmeister Kroatien ist selbst über den eigenen WM-Achtelfinalgegner verblüfft.

"Wir haben es nicht erwartet, niemand in der Welt des Fußballs hat es erwartet", sagte der kroatische Mittelfeldspieler Lovro Majer in Doha über den kommenden Rivalen Japan.

Die Asiaten sind in der deutschen Vorrundengruppe E überraschend Erster geworden. "Sie haben gezeigt, dass es im Fußball nicht nur auf Qualität und Namen ankommt, sondern vor allem auf Herz und Mut. Sie haben es mehr als andere gezeigt", sagte Majer zwei Tage vor dem Achtelfinalmatch am Montag (16:00 Uhr).

+++ 15:55 Uhr: Brasilins Doppel-Ausfall bestätigt +++

Schwerer Schlag für Fußball-Rekordweltmeister Brasilien: Stürmer Gabriel Jesus und Linksverteidiger Alex Telles fallen verletzungsbedingt für den Rest des WM-Turniers aus. Das gaben die Brasilianer am Samstagnachmittag bekannt, zuvor hatten heimischen Medien bereits die schlechte Nachricht verbreitet.

Eine Nachnominierung durch die Selecao ist laut FIFA-Reglement nicht mehr möglich. Beide Akteure erlitten Knieverletzungen, die nach dem 0:1 gegen Kamerun im letzten Gruppenspiel am Freitag diagnostiziert wurden. Alex Telles vergoss Tränen, als er in der 54. Minute gegen die "Unzähmbaren Löwen" ausgewechselt wurde.

Gabriel Jesus hatte schon längere Zeit über Beschwerden geklagt und wurde gegen die Afrikaner zehn Minuten später ausgetauscht. Brasilien trifft im Achtelfinale am Montag (20.00 Uhr MEZ/ZDF und MagentaTV) auf Südkorea.

+++ 15:37 Uhr: Senegal-Coach Cisse erkrankt +++

Einen Tag vor dem WM-Achtelfinalspiel am Sonntag (20.00 Uhr MEZ/MagentaTV) gegen England hat Senegals Nationaltrainer Aliou Cisse krankheitsbedingt nicht an der obligatorischen Pressekonferenz teilgenommen. Beim Afrikameister geht man aber davon aus, dass der 46-Jährige gegen den Ex-Weltmeister wieder auf der Bank sitzen wird.

"Wir sind sicher, dass er während des Spiels wieder beim Team sein wird", sagte Cisses Assistent Regis Bogaert. Der 61-Jährige vertrat den Cheftrainer beim Medientermin, wollte sich aber nicht genauer zu den Details der Erkrankung äußern.

Schon vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Ecuador (2:1) war die Pressekonferenz der Afrikaner nicht wie vorgesehen abgelaufen. Cisse war ohne einen seiner Spieler auf dem Podium erschienen, Bogaert indes wurde am Samstag von Ersatztorhüter Alfred Gomis begleitet.

Der Fußball-Weltverband FIFA ermittelt bereits wegen des nicht regelkonformen Soloauftritts von Cisse. Für das gleiche Vergehen von Bundestrainer Hansi Flick war der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bereits verwarnt worden und musste eine Geldstrafe von umgerechnet 10.100 Euro zahlen.

+++ 15:03 Uhr: Havertz und Götze äußern sich +++

Kai Havertz befürchtet nach dem Vorrundenaus einen längeren WM-Kater bei den Fußball-Nationalspielern. "Wir sind alle sehr frustriert, enttäuscht und haben viele andere Gefühle, es wird Wochen dauern, dies zu verarbeiten", sagte der Profi des FC Chelsea einen Tag nach der Rückkehr aus Katar.

"Manchmal erlebt man die Höhepunkte wie Japan, das so gut gespielt hat, und manchmal bleibt man auf der anderen Seite und fühlt diesen Schmerz, deshalb ist Fußball so ein erstaunlicher Sport. Wir fühlen den Schmerz der Nation", schrieb der 23-Jährige bei Twitter. 

Auch DFB-Rückkehrer Mario Götze zog ein ernüchterndes WM-Fazit. "Ich bin immer noch enttäuscht darüber, wie die WM für uns ausgegangen ist. Es war wirklich ein Auf und Ab in den letzten zwei Wochen. Ich denke auch, dass die Gesamtleistung besser war, als die Ergebnisse vermuten lassen. Aber es hilft nicht, nach Ausreden zu suchen", sagte der 30-Jährige. 

+++ 13:37 Uhr: Schock für Brasilien +++

Schwerer Schlag für Fußball-Rekordweltmeister Brasilien: Stürmer Gabriel Jesus und Linksverteidiger Alex Telles fallen verletzungsbedingt für den Rest des WM-Turniers aus. Das melden mehrere brasilianische Medien übereinstimmend.

Eine Nachnominierung durch die Selecao ist laut FIFA-Reglement nicht mehr möglich. Beide Akteure erlitten Knieverletzungen, die nach dem 0:1 gegen Kamerun im letzten Gruppenspiel am Freitag diagnostiziert wurden. Alex Telles vergoss Tränen, als er in der 54. Minute gegen die "Unzähmbaren Löwen" ausgewechselt wurde.

Gabriel Jesus hatte schon längere Zeit über Beschwerden geklagt und wurde gegen die Afrikaner zehn Minuten später ausgetauscht. Brasilien trifft im Achtelfinale am Montag (20:00 Uhr MEZ/ZDF und MagentaTV) auf Südkorea.


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+++ 13:04 Uhr: Ittrich nimmt Schiedsrichter-Kollegen in Schutz +++

Patrick Ittrich hat seinen Schiedsrichterkollegen Daniel Siebert gegen die heftige Kritik an dessen Leistung beim 2:0-Sieg Uruguays im WM-Vorrundenspiel gegen Ghana in Schutz genommen.

Siebert war nach dem Spiel von mehreren Spielern Uruguays arg bedrängt worden. Die Südamerikaner, die zum Weiterkommen noch ein Tor gebraucht hätten, fühlten sich in der Schlussphase des Spiels um einen Elfmeterpfiff gebracht.

"Daniel Siebert hat für seine Spielleitung und das, was er nach Schlusspfiff aushalten musste, größten Respekt verdient", twitterte Ittrich und gab Siebert in der Bewertung der fraglichen Szene Recht.

+++ 12:41 Uhr: Dutt verteidigt Flick und Bierhoff +++

Der frühere DFB-Sportdirektor Robin Dutt hat die sportliche Leitung nach dem neuerlichen WM-Desaster verteidigt und sieht die Versäumnisse beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Ganzes. "Der DFB als gesamter Apparat muss sich bewegen", sagte Dutt bei "Sky". Verantwortlich für den Reformstau und die Probleme seien "Personen, die nicht in der Öffentlichkeit diskutiert werden - das ist ein Riesenapparat."

Die Kritik am Bundestrainer sei schon nach der letzten Blamage 2018 noch unter Joachim Löw der falsche Weg gewesen. "Ich hoffe sehr, dass wir das nicht machen, denn die Wunde darunter eitert und blutet weiter. Der Trainer ist ganz sicher nicht das Problem", sagte Dutt und nahm auch Hansi Flick in Schutz.

Geschäftsführer Oliver Bierhoff oder der jetzige Sportliche Leiter Joti Chatzialexiou hätten "schon vor vielen Jahren in die Zukunft geblickt, über den Tellerrand, auch außerhalb von Deutschland". Sie hätten "Visionen" für eine bessere Zukunft gehabt: "Aber ja, es dauert beim DFB." Chatzialexiou müsse "man mit aller Macht unterstützen".

Dutt betonte, er habe in seiner Zeit Veränderungen angemahnt. "Das ist jetzt zehn Jahre her. (...) Jetzt hat sich leider bestätigt, dass du immer wieder ausscheidest." Bierhoff sei "damals komplett meiner Meinung" gewesen. "Es waren sicherlich nicht Leute wie Olli schuld, die voll mitgezogen haben, sondern viel eher dieser Apparat DFB".

Mit seiner Kritik will Dutt "etwas Öl ins Feuer gießen", und "dazu beitragen, dass es dieses Mal schneller geht. Und, dass es vor allem nicht um den Trainer und den Sport geht, denn die sind gewillt, schnell etwas anzutreiben".

Am Beispiel Niclas Füllkrug würden die Probleme offensichtlich. "Wir müssen froh sein, dass wir Niclas jetzt haben und er uns in dieser Phase hilft, aber das sagt eigentlich alles über den deutschen Fußball", sagte er angesichts des Mangels an Mittelstürmern in Deutschland.

+++ 11:25 Uhr: Effenberg regt Neuer-Aus an +++

Stefan Effenberg fordert nach dem neuerlichen WM-Desaster umfassende Konsequenzen. "Ein 'Weiter-so' kann und darf es nicht geben", schrieb der frühere Fußball-Nationalspieler in seiner Kolumne beim Nachrichtenportal "t-online". Konkret forderte Effenberg personelle Veränderungen im Team und einen Wechsel im deutschen Tor.

Thomas Müller habe seinen Rücktritt bereits angedeutet. "Irgendwas muss passieren. Und man muss auch mal über die Zukunft von Ilkay Gündogan oder Manuel Neuer nachdenken", meinte Effenberg. Kapitän Neuer habe "bei dem ein oder anderen Gegentreffer nicht glücklich" agiert, "das hat jeder gesehen".

Effenberg ist allerdings "klar der Meinung", dass Hansi Flick Bundestrainer "bleiben muss". Es wäre jedoch "gut, in seinem engsten Kreis im Trainerstab ein paar Veränderungen vorzunehmen, damit eine neue Dynamik und vielleicht eine andere Sichtweise da reinkommt", argumentierte er.

Auch Geschäftsführer Oliver Bierhoff und DFB-Präsident Bernd Neuendorf müssten sich "kritische Fragen gefallen lassen. Es fängt an der Spitze an." Der Deutsche Fußball-Bund müsse mit Blick auf die Heim-EM 2024 "aufpassen, die Fans nicht komplett zu verlieren. Ich warne davor, das zu unterschätzen." Dass in 18 Monaten wieder Euphorie entfacht wird, "ist nicht selbstverständlich. Das liegt daran, wie sich die Nationalmannschaft verkauft. Und aktuell verkauft sie sich nicht gut."

+++ 11:11 Uhr Warnung vor Lewandowski +++

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat vor dem WM-Duell der Stürmerstars vor Polens Robert Lewandowski gewarnt.

"Man muss seinen Einfluss auf das Spiel einschränken. Er ist sehr clever, technisch beschlagen und setzt seinen Körper intelligent ein. Ihm reicht eine Chance", sagte Deschamps vor dem Achtelfinale zwischen Frankreich und Polen am Sonntag (16:00 Uhr MEZ/ZDF und MagentaTV): "Er kann für viel Gefahr sorgen."

Lewandowski, aber auch Frankreichs Torjäger Kylian Mbappé seien wichtige Spieler für ihre Mannschaften. "Sie sind zwei der besten Stürmer der Welt. Sie unterscheiden sich aber auch", sagte Deschamps.

Torhüter Hugo Lloris, der mit seinem 142. Einsatz mit Frankreichs Rekordnationalspieler Lilian Thuram gleichziehen kann, lobte den früheren Bayern-Star ebenfalls. "Lewa ist schon seit Jahren einer der besten Neuner der Welt. Er ist wichtig für Polen. Aber wir spielen gegen eine Mannschaft, die auch sehr gut verteidigt", sagte Lloris. 

+++ 08:05 Uhr: Matthäus beim DFB empfohlen +++

Das Abschaffen der Position des Sportdirektors beim Deutschen Fußball-Bund war aus Sicht von Ex-Funktionär Matthias Sammer ein Fehler.

"Ein Sportsystem ohne einen übergeordneten sportlichen Leiter - das ist das Bild des Deutschen Fußball-Bundes", sagte Sammer bei Magenta TV und ergänzte: "Ich habe genug Fehler gemacht in meinem Leben. Aber den Fehler, diese Position abzuschaffen, auf die Idee musst du erstmal kommen."

Sammer hatte zwischen 2006 und 2012 selbst in dieser Funktion beim DFB gearbeitet. Der 55-Jährige würde sich nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft wünschen, dass dieses Amt künftig wieder bekleidet wird. "Fakt ist, dass diese Person auch ein Stück weit verantwortlich ist für die großen Leitlinien", sagte Sammer: "Ein Sportdirektor gibt die großen Linien vor und sie brauchen für meine Begriffe alle zwei Jahre ein Korrektiv, um an den kleinen Stellschrauben in die richtige Richtung zu drehen."

Als einen möglichen Kandidaten nannte Sammer Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Auch der gebürtige Sachse selbst wäre bereit, dem DFB in anderer Funktion zu helfen. Alle Ämter, wohl auch das des Sportdirektors, würde er selbst aber nicht mehr besetzen, sagte der externe Berater von Borussia Dortmund in einer Expertenrunde.

+++ 07:45 Uhr: Rückendeckung für Maguire +++

Englands Abwehrspieler John Stones hat seinen Kollegen Harry Maguire für dessen deutliche Steigerung bei der Fußball-WM gelobt.

"Er hat die beste Antwort auf dem Platz gegeben. Er hat dreimal sehr gut gespielt. Wir haben diese Partnerschaft, wie wir sie immer hatten", sagte der 28 Jahre alte Stones im Trainingscamp in Al-Wakra.

Der in der jüngeren Vergangenheit oft fehleranfällige Maguire (29) stand vor dem Turnier in Katar schwer in der Kritik. Chefcoach Gareth Southgate hielt trotz der Kritik und jeder Menge Spott in den sozialen Netzwerken an Maguire fest.

+++ 07:31 Uhr: Vogts fordert "Drecksarbeit" +++

Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts hat den deutschen Nationalspielern nach dem blamablen Aus bei der Fußball-WM in Katar mangelnde Einstellung vorgeworfen.

"Ich muss alles dafür tun, den Ball zu erobern und mein Tor zu verteidigen. Aber dazu ist auch mal Drecksarbeit nötig. Und die Drecksarbeit will keiner machen", schreibt Vogts in seiner WM-Kolumne für die "Rheinische Post".

Dies sei allerdings nicht nur ein Problem innerhalb der DFB-Auswahl, sondern "unserer Gesellschaft generell", meinte Vogts: "Der Fußball ist da ein Spiegelbild."

Bundestrainer Hansi Flick nahm der frühere Welt- und Europameister in Schutz. "Ihm kann ich keinen Vorwurf machen, er muss mit dem Spielermaterial arbeiten, das da ist, und ich sehe kaum bessere Alternativen", schrieb Vogts. Es habe zu wenige Spieler gegeben, die bereit seien, für die anderen mitzuarbeiten: "Jeder will für sich glänzen."

+++ 07:21 Uhr: Ronaldo nach Auswechslung sauer? +++

Portugals Fußball-Nationaltrainer Fernando Santos hat den Ärger von Superstar Cristiano Ronaldo bei dessen Auswechslung mit einer Provokation des Gegners erklärt. "Er war sauer auf einen südkoreanischen Spieler", sagte Santos nach dem 1:2 von Portugal im abschließenden WM-Gruppenspiel gegen Südkorea.

Der Gegenspieler habe Ronaldo aufgefordert, den Platz schneller zu verlassen. "Ich glaube, das hat jeder gesehen", sagte Santos. Ronaldo war in der 65. Minute sichtlich genervt ausgewechselt worden.

Portugiesische Medien spekulierten, der 37 Jahre alte Superstar habe sich über seine Auswechslung beschwert. "Es war eine Antwort auf die Aussage des Koreaners. Daran habe ich überhaupt keinen Zweifel", sagte Santos, der den Kommentar auf keinen Fall als Beschwerde gegen seine Entscheidung verstanden wissen wollte. Ronaldo zeigte eine schwache Leistung und traf nicht. Mit einem weiteren Treffer hätte er Portugals WM-Torrekord von Eusebio eingestellt, der neunmal bei Weltmeisterschaften getroffen hat.

+++ 07:13 Uhr: Weiter Bangen um Neymar +++

Der Einsatz des brasilianischen Superstars Neymar im Achtelfinale der Fußball-WM in Katar ist noch offen. "Wir haben noch 72 Stunden bis zum nächsten Spiel, wir sollten die Zeit zu unseren Gunsten nutzen", sagte Teamarzt Rodrigo Lasmar nach dem 0:1 (0:0) des Rekordweltmeisters zum Vorrundenabschluss gegen Kamerun.

Der am Knöchel verletzte Neymar habe "noch nicht mit dem Ball trainiert", sagte der Mediziner, "das werden wir morgen probieren. Dann wissen wir besser, wie es aussieht." Der 30-Jährige hatte sich beim 2:0 zum WM-Auftakt gegen Serbien eine Bänderverletzung im rechten Sprunggelenk zugezogen und sowohl das 1:0 gegen die Schweiz als auch die abschließende Niederlage gegen Kamerun verpasst. Im Achtelfinale ist am Montag (20:00 Uhr MEZ) Südkorea der Gegner.

+++ 07:09 Uhr: Wirbel um Ex-Gladbach-Star +++

Der Schweizer Kapitän Granit Xhaka wollte mit seinem Jubel im Jashari-Trikot nach eigener Aussage nur ein freundschaftliches Statement setzen. "Das hatte überhaupt keinen politischen Hintergrund", beteuerte der Mittelfeldspieler nach dem 3:2 (2:2) gegen Serbien.

Die Eidgenossen waren durch den Erfolg im politisch aufgeladenen Duell ins WM-Achtelfinale eingezogen. Xhaka feierte nach Spielende vor den Schweizer Fans und zog sich ein herumgedrehtes Trikot seines Teamkollegen Ardon Jashari über. Der Nachname des 20-Jährigen, der in Katar seine erste WM spielt, prangte gut lesbar auf Xhakas Brust.

"Er ist ein Junge, den ich sehr schätze. Wir sind tagtäglich zusammen, verbringen sehr viel Zeit. Er möchte viele Tipps von mir holen. Ich habe ihm gesagt, falls ich ein Tor schieße, ziehe ich sein Trikot nach dem Spiel an. Das habe ich für ihn gemacht", erklärte Xhaka, der gegen die Serben allerdings nicht zu den Schweizer Torschützen zählte.

In den Sozialen Medien wurde Jubel des albanisch-stämmigen Arsenal-Profis vereinzelt als politisches Signal interpretiert. Der verstorbene Adem Jashari war erster Befehlshaber der ehemaligen kosovarischen Befreiungsarmee UCK.

Der Kosovo, ehemalige Teilregion der Republik Serbien, hatte sich 2008 für unabhängig erklärt. Ein Großteil der Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen erkennt diesen Status an - Serbien dagegen betrachtet den Kosovo als autonome Provinz des Staates.

Bereits während des Spiels hatte Xhaka für Aufruhr gesorgt. Der frühere Gladbacher hatte sich in der immer hektischer werdenden zweiten Hälfte vor der serbischen Bank in den Schritt gefasst und mehrere Worte in Richtung der Auswechselspieler gerufen, dies löste eine Rudelbildung aus.

+++ 02.12.2022, 18:50 Uhr: DFB-Auswahl zurück in der Heimat +++

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist einen Tag nach dem blamablen Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft in Katar wieder in Deutschland angekommen. Am Freitagabend landete die Maschine gegen 18:15 Uhr für einen Zwischenstopp am Münchner Flughafen.

Während der Großteil des DFB-Trosses direkt weiter nach Frankfurt flog, war für eine Kleingruppe um Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Thomas Müller die Reise in der bayerischen Landeshauptstadt zu Ende.

Abwehrspieler Antonio Rüdiger verließ im dunkelblauen Sakko als Erster den sogenannten VIP-Wing am Flughafen und stieg direkt in die wartende Limousine. Reden wollte er genauso wenig wie Manuel Neuer, DFB-Direktor Oliver Bierhoff oder David Raum. Lediglich Thomas Müller, der am Donnerstagabend mit emotionalen Worten seinen Abschied aus der Nationalmannschaft angedeutet hatte, offenbarte einen kleinen Einblick in seine Gefühlswelt: "Geht mir medium", sagte der 33 Jahre alte Offensivspieler vom FC Bayern.

Bis auf Leroy Sané kamen alle nach Katar mitgereisten Münchner Profis aus dem Terminal. Bayern-Trainer Julian Nagelsmann könnte seine WM-Nachzügler damit schon früher als erwartet zurück im Mannschaftstraining empfangen. Seit Montag, und vorerst bis zum 9. Dezember, bereitet sich eine Münchner Rumpftruppe auf die Rückrunde in der Bundesliga vor. Wann die Spieler wieder einsteigen, ist derzeit noch unklar.

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18.12.2022 16:00
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Frankreich
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Torjäger 2022 in Katar

#Spieler11mTore
1FrankreichKylian Mbappé28
2ArgentinienLionel Messi47
3ArgentinienJulián Álvarez04
FrankreichOlivier Giroud04
5SpanienÁlvaro Morata03