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BBL im Wachstum: "Sind nicht am Ende der Entwicklung"

02.12.2022 13:51
Stefan Holz ist der Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga
© IMAGO/Jörn Wolter / wolterfoto.de
Stefan Holz ist der Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga

Beste Liga 2020 - so lautete das hehre Ziel, das sich die Basketball-Bundesliga vor vielen Jahren auf die Fahnen geschrieben hatte. Der damalige Liga-Boss Jan Pommer wiederholte das Motto immer wieder gebetsmühlenartig.

Doch als das Jahr 2020 gekommen war, war der Basketball-Primus Spanien immer noch das Nonplusultra in Europa. Sowohl was die internationalen Erfolge als auch die finanzielle Kraft der ACB anging. Ist die BBL also gescheitert?

Nein, findet Stefan Holz, der 2015 die Nachfolge von Pommer antrat. "Die Vision 2020, die beste Liga Europas zu werden, hat schon ihren Zweck erfüllt", sagte der BBL-Geschäftsführer der Deutschen Presse-Agentur.

Denn auch wenn das sowieso recht schwammige Ziel mit der besten Liga Europas nicht erreicht wurde - einen gewaltigen Sprung hat Deutschlands Eliteliga in den vergangenen 10 bis 15 Jahren auf jeden Fall gemacht. Sowohl was die sportliche Qualität als auch die infrastrukturellen und wirtschaftlichen Parameter angeht.

BBL mit Zehn-Jahres-Strategie "Triple Double"

In Alba Berlin und Bayern München gehören zwei deutsche Teams seit Jahren zum festen Bestandteil der Euroleague. Insgesamt sind in dieser Saison aktuell noch neun Clubs international vertreten. Und auch was die Größe und Modernität der Hallen sowie die Etats angeht, hat die BBL große Sprünge gemacht - bei denen es aber nicht bleiben soll.

Weshalb die Liga nun ihre neue, wegen der Coronavirus-Pandemie um zwei Jahre verspätete Zehn-Jahres-Strategie unter dem Titel "Triple Double" vorstellte. In den Bereichen Club-Budgets, mediale Reichweite und sportlicher Erfolg will die BBL ihre Werte bis 2032 verdoppeln.

"Es geht um Ambition und darum, die Clubs hinter einer gemeinsamen Idee zu versammeln", sagte Holz, der von einer "breiten Mehrheit" für die Beschlüsse sprach.

Demnach müssen die Etats der Vereine bis 2032 von aktuell mindestens drei auf dann mindestens sechs Millionen Euro gesteigert werden. Unter anderem erreicht werden soll das durch größere Hallen. Die Mindestgröße soll ab der Saison 2032/33 bei 4500 Zuschauern liegen, Clubs aus größeren Städten müssen sogar eine noch größere Arena vorweisen.

Für so manchen kleineren Verein in der Liga stellt das eine große Herausforderung dar. Vereine wie Göttingen oder Würzburg werden sich strecken müssen, um die Anforderungen an eine solche Halle erfüllen zu können. "Das war das dickste Brett zu bohren. Aber die Halle ist unbestritten ein Treiber für Erlöse", begründete Holz die Vorgehensweise.

Das wissen auch die Verantwortlichen in den Clubs, die die neuen Anforderungen der Liga nun auch als Druckmittel in Gesprächen mit ihren Städten bei geplanten Hallenprojekten nutzen können. "Auf lange Sicht sind wir ohne eine neue Halle eh nicht wettbewerbsfähig", sagte Würzburgs Geschäftsführer Steffen Liebler der "Main Post".

Zweitligisten vor Teilnahme am Pokal-Wettbewerb

Vergrößern könnte die immer weiter fortschreitende Professionalität der Bundesliga die Kluft zur Zweiten Liga Pro A. Sollen die stetig steigenden Anforderungen also dafür sorgen, die Liga mittelfristig auf 16 Clubs zu reduzieren, um den durch die vielen internationalen Wettbewerbe aufgeblähten Terminkalender zumindest ein wenig zu entzerren?

"Dass wir den Aufstieg durch die Hintertür abschaffen wollen, ist absoluter Quatsch", wehrt sich Holz. "Die letzten vier Aufsteiger liegen alle jetzt schon im Bereich unsere Zukunftsplanungen", sagt der BBL-Chef mit Blick auf Heidelberg, Chemnitz, Rostock und Hamburg.

Sozusagen als Zeichen des guten Willens sollen ab der neuen Saison auch Zweitligisten am Pokal-Wettbewerb teilnehmen dürfen, der bislang noch ein exklusiver Zirkel der Erstligisten ist. Der Wettbewerb soll damit den aus dem Fußball bekannten Charakter mit Duellen zwischen David und Goliath erhalten.

"Ich habe immer gesagt, dass wir mit dem Pokal noch nicht am Ende der Entwicklung sind", sagte Holz.

Höhere Attraktivität soll auch die Einführung eines sogenannten Play-In-Turniers vor den Playoffs bringen. Nur noch die ersten Sechs nach der Hauptrunde werden dann automatisch für die K.o.-Runde qualifiziert sein, die Teams auf den Rängen sieben bis zehn spielen die restlichen zwei Playoff-Teilnehmer aus. Von "ambitionierten" und "mutigen" Beschlüssen, spricht BBL-Präsident Alexander Reil. In zehn Jahren wird man sehen, ob sie etwas gebracht haben.

18. Spieltag

  • Spielplan
  • Tabelle
22.12.2022 19:00
BG Göttingen
Göttingen
100
18
26
33
23
BG Göttingen
medi Bayreuth
Bayreuth
medi Bayreuth
89
14
21
20
34
18.01.2023 19:00
Brose Bamberg
Bamberg
83
27
18
23
15
Brose Bamberg
Basketball Löwen Braunschweig
Braunschweig
Basketball Löwen Braunschweig
92
20
22
27
23
31.01.2023 19:00
Ratiopharm Ulm
Ulm
0
Ratiopharm Ulm
FC Bayern München
München
FC Bayern München
0
Telekom Baskets Bonn
Bonn
0
Telekom Baskets Bonn
MHP RIESEN Ludwigsburg
Ludwigsburg
MHP RIESEN Ludwigsburg
0
01.02.2023 19:00
EWE Baskets Oldenburg
Oldenburg
0
EWE Baskets Oldenburg
HAKRO Merlins Crailsheim
Crailsheim
HAKRO Merlins Crailsheim
0
FRAPORT SKYLINERS
Frankfurt
0
FRAPORT SKYLINERS
MLP Academics Heidelberg
Heidelberg
MLP Academics Heidelberg
0
03.02.2023 19:00
Towers Hamburg
Hamburg
0
Towers Hamburg
ROSTOCK SEAWOLVES
Rostock
ROSTOCK SEAWOLVES
0
SYNTAINICS MBC
Mitteld. BC
0
SYNTAINICS MBC
ALBA BERLIN
ALBA
ALBA BERLIN
0
03.02.2023 20:30
Würzburg Baskets
Würzburg
0
Würzburg Baskets
NINERS Chemnitz
Chemnitz
NINERS Chemnitz
0
    #MannschaftMannschaftSp.SNPunkteDiff.%
    1ALBA BERLINALBA BERLINALBA161511457:126419393.8
    2Telekom Baskets BonnTelekom Baskets BonnBonn171521547:128326488.2
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    4EWE Baskets OldenburgEWE Baskets OldenburgOldenburg171161453:14015264.7
    5BG GöttingenBG GöttingenGöttingen161061384:13651962.5
    6NINERS ChemnitzNINERS ChemnitzChemnitz15961307:12525560.0
    7MHP RIESEN LudwigsburgMHP RIESEN LudwigsburgLudwigsburg16971391:13484356.3
    8Würzburg BasketsWürzburg BasketsWürzburg17891437:1458-2147.1
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    10Ratiopharm UlmRatiopharm UlmUlm17891508:14911747.1
    11HAKRO Merlins CrailsheimHAKRO Merlins CrailsheimCrailsheim177101508:1560-5241.2
    12Brose BambergBrose BambergBamberg187111533:1556-2338.9
    13MLP Academics HeidelbergMLP Academics HeidelbergHeidelberg166101394:1468-7437.5
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    16FRAPORT SKYLINERSFRAPORT SKYLINERSFrankfurt175121347:1455-10829.4
    17Basketball Löwen BraunschweigBasketball Löwen BraunschweigBraunschweig185131422:1523-10127.8
    18medi Bayreuthmedi BayreuthBayreuth173141385:1520-13517.6
    • Playoffs
    • Abstieg
    • M = Meister der Vorsaison
    • N = Aufsteiger
    • P = Pokalsieger der Vorsaison