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Teamchef zieht die Reißleine selbst

F1-Hammer: Binottos Ferrari-Aus "eine Frage von Stunden"

25.11.2022 12:26
Matthia Binotto wird im kommenden Jahr wohl kein Ferrari-Teamchef mehr sein
© IMAGO/Glenn Dunbar
Matthia Binotto wird im kommenden Jahr wohl kein Ferrari-Teamchef mehr sein

Obwohl erst am 15. November von Ferrari noch explizit in einem offiziellen Statement auf Twitter dementiert, scheint der Abschied von Teamchef Mattia Binotto nun beschlossene Sache zu sein. Das berichtet am Freitagmorgen die italienische Zeitung "Corriere della Sera".

In dem Bericht heißt es, dass dementsprechende Informationen aus dem Team geleakt sind, und benennt sogar das Umfeld von Charles Leclerc als eine der Quellen dafür. Demnach sei eine Bestätigung der Trennung möglicherweise nur noch eine Frage von Stunden. Derzeit werden, so die Zeitung, die Trennungsmodalitäten geklärt.

Sollte der Bericht stimmen, dann war es letztendlich Binotto selbst, der die Reißleine gezogen hat. Er habe bei Ferrari nicht mehr den nötigen Rückhalt vorgefunden. Insbesondere beim Ferrari-Vorsitzenden John Elkann, der zuletzt zu Andreas Seidl und Frédéric Vasseur Kontakt aufgenommen und angeblich auch mit Christian Horner gesprochen haben soll.

Binotto beim Saisonfinale in Abu Dhabi noch "gelassen"

Dabei hatte Binotto noch in Abu Dhabi versichert, er sehe die Spekulationen um eine mögliche Trennung "gelassen. Der Grund dafür ist, dass ich zu meinen Chefs und Vorsitzenden immer eine offene, ehrliche und konstruktive Gesprächsbasis hatte. Nicht nur kurz-, sondern auch mittel- und langfristig."

"Ja, wir hatten ein paar Höhen und Tiefen, und ja, wir sind noch nicht die Besten und haben nicht das schnellste Auto. Aber wir haben unser Hauptziel, mit dem 2022er-Auto konkurrenzfähig zu sein, erreicht. Niemand hätte geglaubt, dass Ferrari am Saisonbeginn so schnell sein würde. Das beweist, dass das Team die schwierigen Jahre 2020 und 2021 gut verarbeitet hat."

Heiße Spekulationen im Binottos Nachfolge

Außerdem betonte er: "Wir halten zusammen. Wir haben da gerade ein Team, das nicht nur gut zusammenarbeitet, sondern auch bewiesen hat, dass es kompetent ist. Ja, es gibt Bereiche, in denen müssen wir Fortschritte machen. Die Schwächen wurden uns aufgezeigt. Aber ich bin mir sicher, dass es uns gelingen wird, diese anzupacken. So, wie wir das auch in der Vergangenheit geschafft haben."

Wer die Leitung des Ferrari-Teams, sollte sich Binottos Abschied bewahrheiten, übernehmen könnte, ist noch nicht bekannt. Zuletzt hatte es geheißen, dass es zwischen Elkann und Vasseur bereits einen Handschlag gegeben haben soll. Als Interimschef wird aber auch Benedetto Vigna, derzeit CEO des italienischen Sportwagenherstellers, ins Spiel gebracht.

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing454
2MonacoCharles LeclercFerrari308
3MexikoSergio PérezRed Bull Racing305
4GroßbritannienGeorge RussellMercedes AMG F1 Team275
5SpanienCarlos SainzFerrari246
6GroßbritannienLewis HamiltonMercedes AMG F1 Team240
7GroßbritannienLando NorrisMcLaren122
8FrankreichEsteban OconAlpine F1 Team92
9SpanienFernando AlonsoAlpine F1 Team81
10FinnlandValtteri BottasAlfa Romeo F1 Team49
11DeutschlandSebastian VettelAston Martin F1 Team37
12AustralienDaniel RicciardoMcLaren37
13DänemarkKevin MagnussenHaas F125
14FrankreichPierre GaslyAlphaTauri23
15KanadaLance StrollAston Martin F1 Team18
16DeutschlandMick SchumacherHaas F112
17JapanYuki TsunodaAlphaTauri12
18ChinaGuanyu ZhouAlfa Romeo F1 Team6
19ThailandAlex AlbonWilliams Racing4
20KanadaNicholas LatifiWilliams Racing2
21NiederlandeNyck de VriesWilliams Racing2
22DeutschlandNico HülkenbergAston Martin F1 Team0

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