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Bei Test für Aston Martin werden Jaguar-Erinnerungen wach

Alonso stichelt gegen Ex-Team Alpine

24.11.2022 13:15
Ganz ohne Branding absolvierte Alonso am Dienstag seinen ersten Aston-Martin-Test
© IMAGO/FLORENT GOODEN
Ganz ohne Branding absolvierte Alonso am Dienstag seinen ersten Aston-Martin-Test

Im Vorfeld seines Wechsels zu Aston Martin durfte Fernando Alonso am vergangenen Dienst beim letzten offiziellen Testtag des Formel-1-Jahres 2022 auf dem Yas Marina Circuit einen ersten Lauf mit seinem neuen Team absolvieren.

Im AMR22 drehte der Spanier 97 Runden und sagte danach, er sei zu "100+" Prozent zufrieden mit seiner Entscheidung, Alpine in Richtung des britischen Teams zu verlassen.

Einen kleinen Seitenhieb in Richtung seines Ex-Rennstalls konnte sich der Spanier nicht verkneifen. "Als Aston Martin mir die Laufleistung ihres Motors genannt haben, war ich ein bisschen besorgt", ironisierte Alonso der entgegnete: "Die Zahl ist ein bisschen hoch gemessen an meinen Standards." Will meinen: der Oldie war alles andere als zufrieden mit dem Aggregat, das Alpine in der abgelaufenen Saison bereitstellte.

Aufgrund von Alonsos bestehendem Vertrag mit Alpine musste Alonso den Aston Martin jedoch ohne Sponsoren testen. Das hieß: Das Rennauto war in seiner grünen Grundlackierung zu sehen und nur mit Aufklebern von Aston Martin, Pirelli und der FIA bestückt.

Erinnerungen an Jaguar werden wach

Außerdem musste Alonso an diesem Tag einen schwarzen Overall und einen Helm im Tarnmuster tragen. Unter diesen Vorzeichen wurden beim 41-Jährigen, ebenso wie bei Aston-Martin-Botschafter und Ex-Formel-1-Pilot Pedro de la Rosa, Erinnerungen wach, nämlich an einen Testeinsatz Alonsos für Jaguar im Jahr 2002.

"Wir betraten am Morgen gemeinsam die Garage und sahen das grüne Auto", erzählt Alonso, der sich sofort zurückversetzt fühlte. "Wir sagten beide: 'Das ist genau wie bei Jaguar im Jahr 2002!' Aber klar, das ist natürlich ein ganz anderes Projekt."

Alonso arbeitete damals als Testfahrer für Renault, als er von Niki Lauda, seiner Zeit Jaguar-Teamchef, zu einem Test mit dem R3-Auto in Silverstone Ende Mai abkommandiert wurde.

In der Saison fuhr de la Rosa an der Seite von Eddie Irvine für Jaguar, doch das Team rang um seine Form. Es holte nur acht Punkte und belegte den siebten Platz in der WM, wobei sich die Dinge nach der Einführung eines B-Autos zur Jahresmitte besserten.

Auch de la Rosa kam der damalige Test beim Anblick des "blanken" Aston Martin in Abu Dhabi sofort in den Sinn: "Als Fernando kam, sahen wir uns das Auto ohne Branding an, und ich scherzte mit ihm, weil wir 2002 einen Test mit Jaguar gemacht hatten."

De la Rosa: "Genau das gleiche Szenario"

"Ich bin dort Rennen gefahren. Sie holten Fernando dazu, um zu sehen, wie schnell das Auto sein kann. Denn Niki dachte schon, dass ich und Eddie dort nur Spaß hatten! Das Auto war ohne Sponsoren, grün, und er hatte einen komplett weißen Overall", erinnert sich de La Rosa. Der einzige Unterschied: "Jetzt hat er schwarz."

"Ich sah ihn an und er sagte: 'Erinnerst du dich?' Und 20 Jahre später ist es genau das gleiche Szenario: ein grünes Auto, in einem markenlosen Overall."

Zum Zeitpunkt seines Tests im Jahr 2002 wurde Alonso in den spanischen Medien mit einem möglichen Wechsel zu Jaguar in Verbindung gebracht. Obwohl er damals die drittschnellste Zeit fuhr, betonte er, dass er für die Zukunft "nur an Renault denke".

Renault stellte Alonso schließlich ein Cockpit für 2003 zur Verfügung. In Ungarn gewann er als bis dahin jüngster Fahrer in der Geschichte einen Grand Prix, bevor er 2005 und 2006 mit dem französischen Hersteller auch die Meisterschaft gewann.

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing454
2MonacoCharles LeclercFerrari308
3MexikoSergio PérezRed Bull Racing305
4GroßbritannienGeorge RussellMercedes AMG F1 Team275
5SpanienCarlos SainzFerrari246
6GroßbritannienLewis HamiltonMercedes AMG F1 Team240
7GroßbritannienLando NorrisMcLaren122
8FrankreichEsteban OconAlpine F1 Team92
9SpanienFernando AlonsoAlpine F1 Team81
10FinnlandValtteri BottasAlfa Romeo F1 Team49
11DeutschlandSebastian VettelAston Martin F1 Team37
12AustralienDaniel RicciardoMcLaren37
13DänemarkKevin MagnussenHaas F125
14FrankreichPierre GaslyAlphaTauri23
15KanadaLance StrollAston Martin F1 Team18
16DeutschlandMick SchumacherHaas F112
17JapanYuki TsunodaAlphaTauri12
18ChinaGuanyu ZhouAlfa Romeo F1 Team6
19ThailandAlex AlbonWilliams Racing4
20KanadaNicholas LatifiWilliams Racing2
21NiederlandeNyck de VriesWilliams Racing2
22DeutschlandNico HülkenbergAston Martin F1 Team0

Abu Dhabi GP 2022

1NiederlandeMax Verstappen1:27:45.914h
2MonacoCharles Leclerc+8.771s
3MexikoSergio Pérez+10.093s
4SpanienCarlos Sainz+24.892s
5GroßbritannienGeorge Russell+35.888s
6GroßbritannienLando Norris+56.234s
7FrankreichEsteban Ocon+57.240s
8KanadaLance Stroll+1:16.931m
9AustralienDaniel Ricciardo+1:23.268m
10DeutschlandSebastian Vettel+1:23.898m

Fahrerwertung