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"Mick ein guter Fahrer, aber ..."

Steiner verrät: Mick passte nicht mehr zu den Ambitionen

23.11.2022 12:13

Mick Schumachers Zeit als Stammfahrer in der Formel 1 für Haas endet nach nur zwei Jahren. Die Entscheidung wurde von Teamchef Günther Steiner getroffen, der nun seine Überlegungen im letztlich lange andauernden Prozess verraten hat. Demnach habe der Sohn von F1-Ikone Michael Schumacher nicht mehr zu den Ambitionen des Rennstalls gepasst.

Formel-1-Rennstall Haas beendete die Saison 2022 auf dem drittletzten Platz der Konstrukteurswertung. Lediglich 37 Punkte konnte das Fahrerduo aus Mick Schumacher und Kevin Magnussen einfahren - zu wenig, geht es nach den Vorstellungen von Besitzer Gene Haas und Teamchef Günther Steiner.

Das US-Team will künftig einen signifikanten Sprung nach oben machen und mit seinen Fahrern regelmäßig in den Punkten landen. Während sich Kevin Magnussen in 2023 erneut beweisen darf, wurde der Vertrag von Mick Schumacher nicht verlängert. Für ihn rückt Nico Hülkenberg ins Cockpit, der damit in der neuen Saison nach dreijähriger Pause sein Comeback als Stammfahrer in der Formel 1 feiern wird. 

Warum Haas dennoch auf den 35-Jährigen setzt und nicht auf den zwölf Jahre jüngeren Mick Schumacher, erklärte Günther Steiner nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi im Podcast "Beyond the Grid". Zu Schumachers Verhängnis wurde demnach letztlich der Umstand, dass Haas kurz- und nicht mittelfristig Erfolge feiern will.

Steiner: Schumacher kann Haas "nicht zum Wachstum verhelfen"

"Mick kann ein guter Fahrer werden, er ist schon ein guter Fahrer, aber er kann besser werden", begann Steiner, fragte jedoch zugleich: "Aber wie lange brauchen wir dafür? Weil er mit uns wächst, kann er uns nicht zum Wachstum verhelfen."

Daher entschied sich Haas, im Fahrerfeld nach Alternativen Ausschau zu halten. Der Blick fiel schnell auf Nico Hülkenberg, der als Ersatzfahrer bei Aston Martin in den ersten beiden Saisonrennen kurzfristig einsprang und ordentliche Leistungen zeigte. "Wir haben uns umgesehen, und wir kannten Nico - wir hatten in den Jahren zuvor einige Gespräche mit ihm und es kam nie dazu, dass er zu uns kam - also war der Respekt offensichtlich vorhanden", verriet Steiner.

Am Ende habe er "abgewogen, was für das Team besser ist. Und am Ende kam heraus, dass es besser ist, einen erfahrenen Fahrer zu holen, um das Team schneller nach vorne zu bringen. Denn mit einem Formel-1-Team ist es so eine Sache: Man muss schnell sein, sonst verliert man den Schwung und bleibt zurück".

Hülkenberg blickt auf neun Saisons als Stammfahrer bei diversen Teams zurück, seine beste Platzierung war der siebte WM-Rang im Jahr 2018 mit Renault. Einen Platz auf dem Podium hat der gebürtige Emmericher in seiner F1-Karriere bislang noch nicht feiern dürfen.

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing454
2MonacoCharles LeclercFerrari308
3MexikoSergio PérezRed Bull Racing305
4GroßbritannienGeorge RussellMercedes AMG F1 Team275
5SpanienCarlos SainzFerrari246
6GroßbritannienLewis HamiltonMercedes AMG F1 Team240
7GroßbritannienLando NorrisMcLaren122
8FrankreichEsteban OconAlpine F1 Team92
9SpanienFernando AlonsoAlpine F1 Team81
10FinnlandValtteri BottasAlfa Romeo F1 Team49
11DeutschlandSebastian VettelAston Martin F1 Team37
12AustralienDaniel RicciardoMcLaren37
13DänemarkKevin MagnussenHaas F125
14FrankreichPierre GaslyAlphaTauri23
15KanadaLance StrollAston Martin F1 Team18
16DeutschlandMick SchumacherHaas F112
17JapanYuki TsunodaAlphaTauri12
18ChinaGuanyu ZhouAlfa Romeo F1 Team6
19ThailandAlex AlbonWilliams Racing4
20KanadaNicholas LatifiWilliams Racing2
21NiederlandeNyck de VriesWilliams Racing2
22DeutschlandNico HülkenbergAston Martin F1 Team0

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