Suche Heute Live
Biathlon

Biathlon-Talent konnte Weltcup-Aufstieg "gar nicht glauben"

25.11.2022 08:07
David Zingerle gehört zu Italiens größten Biathlon-Nachwuchshoffnungen
© Eibner-Pressefoto/EXPA/Huter via www.imago-images.
David Zingerle gehört zu Italiens größten Biathlon-Nachwuchshoffnungen

Er ist der nächste Spross einer Südtiroler Biathlon-Dynastie: David Zingerle. Der 22-jährige Sohn von Trainerlegende Andreas Zingerle und ältere Bruder von Linda Zingerle gilt als großes Nachwuchstalent. Der Sprung in Italiens Weltcup-Kader sorgte bei ihm für große Emotionen.

Von seiner Nominierung für den Weltcup-Auftakt hat David Zingerle im Krankenbett erfahren. Alex Inderst, der zuständige Nationaltrainer der italienischen Biathlon-Männer, rief ihn abends an.

"Im ersten Moment konnte ich das gar nicht glauben. Erst langsam habe ich alles realisiert, sodass die Ungläubigkeit allmählich der Freude gewichen ist", verriet Zingerle im Interview mit "fondoitalia.it".

Mit der Freude sei auch eine Erkenntnis gereift, sagte Italiens Biathlon-Hoffnung: "Nach den Trainingseinheiten mit den aktuell stärksten italienischen Athleten bedeutet diese Weltcup-Nominierung, dass ich in unserem Sport an vorderster Front als Protagonist mitmische."

Biathlon-Talent David Zingerle: "Es war immer mein Ziel"

Der in der Biathlon-Hochburg Antholz aufgewachsene Zingerle kennt das Weltcup-Umfeld schon als Zuschauer gut. "Es war immer mein Ziel, dorthin zu gelangen. Jetzt werde ich sehen können, was es bedeutet, sich mit den stärksten Athleten zu messen und neue Erfahrungen sammeln", erklärte Zingerle.

Sein Ziel für sein Weltcup-Debüt formulierte der 22-Jährige so: "Ich werde versuchen, mein Bestes zu geben und so viel wie möglich zu lernen, um einen Schritt nach dem anderen zu machen, um ein wettbewerbsfähigerer Biathlet zu werden."

Die frohe Botschaft seiner Nominierung veranlasste Zingerle übrigens, sein Krankenbett zu verlassen. "Ich bin am Abend ins Wohnzimmer gegangen, um meinen Eltern gute Nacht zu sagen, und habe ihnen dabei von meiner Berufung erzählt. Natürlich haben sich alle gefreut", meinte Zingerle.

Seinen Schwestern erzählte er dagegen zunächst nichts. Stattdessen kehrte Zingerle tags darauf wieder ins Trainingslager nach Antholz zurück. "Ich bin kein Mensch, der viel redet. Darum habe ich auch beim Frühstück nichts weiter gesagt. Sie haben es dann von meinen Eltern erfahren", schmunzelte der 22-Jährige.