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Bei Red Bull "muss es sehr, sehr aggressiv zugehen"

Ex-Weltmeister munkelt: Verstappen will Pérez absägen

25.11.2022 10:32
Sind die Wogen bei Red Bull tatsächlich wieder geglättet?
© IMAGO/Daisy Facinelli
Sind die Wogen bei Red Bull tatsächlich wieder geglättet?

Beim Formel-1-Rennstall Red Bull herrscht trotz der so erfolgreichen Saison keine heile Welt. Im Gegenteil: Der Haussegen hing zuletzt zwischen den Stammfahrern Max Verstappen und Sergio Pérez ordentlich schief, zudem sorgt der neue designierte Reservefahrer Daniel Ricciardo für zusätzlichen Druck. Laut Ex-Weltmeister Damon Hill birgt die Situation durchaus Spannungspotenzial.

Daniel Ricciardo wird wohl in der Formel 1 bleiben und zu Red Bull zurückkehren. Zwar hat der Konstrukteursweltmeister den Wechsel noch nicht offiziell bekannt gegeben, der mächtige Motorsportberater Helmut Marko hatte die erneute Zusammenarbeit am Rande des Großen Preises von Abu Dhabi aber schon als beschlossene Sache gemeldet.

In Ricciardo bekommt Red Bull einen der erfahrensten Piloten, der zudem auf fünf Jahre bei den Bullen zurückblicken kann. Die Personalie dürfte auch deshalb zusätzliche Brisanz mit sich bringen, weil sich Max Verstappen und Sergio Pérez zuletzt heftig in die Quere kamen. "Es könnte sehr interessant werden, wenn man die Probleme bei Red Bull zwischen Max und Sergio bedenkt", meinte auch Damon Hill, Formel-1-Weltmeister von 1996, bei "Sky".

"Wenn die Dinge aus dem Ruder laufen und es zu einem Umsturz kommt, könnte Daniel Ricciardo in der Pole Position sein. Es ist seine Heimat, er hat Red Bull viel zu verdanken. Also wird er erpicht sein, wieder dabei zu sein", so der 62-Jährige.

Bei Red Bull "muss es sehr, sehr aggressiv zugehen"

Verstappen hatte seinem Teamkollegen Sergio Pérez im Saison-Endspurt gleich zweimal die teaminterne Hilfe verweigert. Der Mexikaner verpasste letztlich den Gewinn des Titels als Vize-Weltmeister, der an Ferrari-Ass Charles Leclerc ging.

Als Auslöser des Streits gilt das Rennwochenende in Monaco, als "Checo" im Qualifying absichtlich eine Unterbrechung verursacht haben soll, wodurch der Niederländer nur von Platz vier aus startete. Das Rennen gewann Pérez anschließend, Verstappen wurde Dritter.

Zwar ist sich Hill sicher, dass Pérez' Vertrag bei Red Bull "wasserdicht" ist und er nach den Vorstellungen der Bosse langfristig im Team bleiben soll. Ein andauernder Zwist mit Lichtgestalt Verstappen könnte aber zu einem jähen Ende der Zusammenarbeit führen.

Hill glaubt sogar, dass Verstappen die Triebfeder hinter einer Trennung von Pérez sein könnte: "Ich denke, Ricciardo hat eine gute Chance. Hinter den Kulissen muss es sehr, sehr aggressiv zugehen und ich denke, Max will eine neue Kombination."

Von offizieller Seite wurden solche Gedankenspiele zuletzt unmittelbar entkräftet. Red-Bull-Berater Helmut Marko etwa sagte bei "Sky", dass Max Verstappen und Sergio Pérez ihre Probleme aus dem Weg geräumt hätten. Zudem verwies er auf den bis 2024 gültigen Vertrag von Sergio Pérez.

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing454
2MonacoCharles LeclercFerrari308
3MexikoSergio PérezRed Bull Racing305
4GroßbritannienGeorge RussellMercedes AMG F1 Team275
5SpanienCarlos SainzFerrari246
6GroßbritannienLewis HamiltonMercedes AMG F1 Team240
7GroßbritannienLando NorrisMcLaren122
8FrankreichEsteban OconAlpine F1 Team92
9SpanienFernando AlonsoAlpine F1 Team81
10FinnlandValtteri BottasAlfa Romeo F1 Team49
11DeutschlandSebastian VettelAston Martin F1 Team37
12AustralienDaniel RicciardoMcLaren37
13DänemarkKevin MagnussenHaas F125
14FrankreichPierre GaslyAlphaTauri23
15KanadaLance StrollAston Martin F1 Team18
16DeutschlandMick SchumacherHaas F112
17JapanYuki TsunodaAlphaTauri12
18ChinaGuanyu ZhouAlfa Romeo F1 Team6
19ThailandAlex AlbonWilliams Racing4
20KanadaNicholas LatifiWilliams Racing2
21NiederlandeNyck de VriesWilliams Racing2
22DeutschlandNico HülkenbergAston Martin F1 Team0

Fahrerwertung