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Wimbledon

Wimbledon plant Revolution bizarrer Unterhosen-Regel

09.11.2022 14:13
Angelique Kerber schlug in diesem Jahr ebenfalls in Wimbledon auf
© IMAGO/Juergen Hasenkopf
Angelique Kerber schlug in diesem Jahr ebenfalls in Wimbledon auf

Das alljährliche Turnier von Wimbledon ist das traditionsreichste im gesamten Tennis-Kalender eines jeden Jahres. Die Wimbledon Championships stehen neben einer langen Historie und hochklassigem Sport auch für besonders strenge Regeln. Einige der umstrittenen Vorgaben des Veranstalters scheinen längst aus der Zeit gefallen. Eine besonders kuriose Vorschrift könnte schon in Kürze fallen. 

Wie die "Daily Mail" vermeldete, denkt der All England Lawn Tennis and Croquet Club (AELTC) als Veranstalter des Grand-Slam-Turniers über eine Änderung bei der Kleidervorschrift nach.  

Bekanntlich müssen teilnehmende Spielerinnen und Spieler in Wimbledon komplett in Weiß antreten. Eine andere Grundfarbe ist bei der Bekleidung der aktiv Teilnehmenden des Turniers nicht gestattet.

Diese Vorschrift gilt für die gesamte sichtbare Kleidung, was vor allem bei den Frauen seit Jahren für großen Widerspruch gesorgt hatte. Da die meisten Spielerinnen mit einem Tennisrock bekleidet antreten, gilt die ausnahmslose Weiß-Regel bis dato auch für die Unterwäsche der Spielerinnen.

Statement vom Wimbledon-Veranstalter

Eine bizarre Vorschrift, die bis zuletzt noch Bestand hatte und im Teilnehmerinnenkreis immer wieder für Probleme sorgte.

Viele Spielerinnen hatten in der Vergangenheit darüber geklagt, während ihrer Periode unter besonderem mentalen Stress bei dem Turnier zu stehen, wenn sie gänzlich in Weiß spielen müssten.

Nun hat der Turnierveranstalter endlich reagiert und in Aussicht gestellt, schon bis 2023 das Kleidungs-Reglement aufzuweichen. Denkbar sei es, dass fortan nur noch die Oberbekleidung ganz in Weiß sein müsse, bei Unterwäsche aber eine freie Kleiderordnung eingeführt werde.

"Die Gesundheit der Frauen muss im Vordergrund stehen und die Spielerinnen entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse unterstützt werden", hieß es in einem Statement des AELTC. Gemeinsam "mit der WTA, den Herstellern und den medizinischen Teams" solle nun über die Möglichkeiten diskutieren werden, "wie wir dies tun können".