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Wintersport

OP-Schock bei Skisprung-Olympiasieger: "Immer bitter"

09.11.2022 08:42
Lange Zwangspause für Skisprung-Olympiasieger Daniel Huber
© IMAGO/Rafal Rusek
Lange Zwangspause für Skisprung-Olympiasieger Daniel Huber

Team-Olympiasieger Daniel Huber ist am Knie operiert worden und verpasst zahlreiche Highlights der am Wochenende gestarteten Weltcup-Saison im Skispringen.

Wie der Österreichische Ski-Verband (ÖSV) mitteilte, habe der renommierte Chirurg Christian Hoser den Eingriff bei dem 29-Jährigen in der Privatklinik Hochrum in Tirol vorgenommen. Die OP, die aufgrund einer Knorpelabsplitterung im rechten Knie erforderlich war, sei erfolgreich verlaufen, hieß es in der Mitteilung.

Allerdings spielen laut ÖSV das "Nordic Opening" in Ruka (26./27. November), die Weltcups in Titisee-Neustadt (10./11. Dezember) und Engelberg (17./18. Dezember) sowie die Vierschanzentournee (29. Dezember 2022 bis 6. Januar 2023) "keine Rolle mehr" in Hubers Saisonplanung.

Sogar die Teilnahme an der Nordischen Ski-WM in Planica (21. Februar bis 5, März 2023) ist noch nicht gesichert. Diese hänge vom Verlauf der Reha in den kommenden Wochen und Monaten ab, teilte der ÖSV mit.

"Fürs Skispringen ist es wichtig, dass man sich auf seinen Körper verlassen kann"

"Fürs Skispringen ist es besonders wichtig, dass man sich auf seinen Körper verlassen kann. Zum Nachdenken und Zweifeln ist da kein Spielraum. Insofern bin ich froh, dass jetzt mit der erfolgreichen Operation der erste Schritt am Weg zurück sehr positiv verlaufen ist. Von hier gilt es weiter aufzubauen. Ich schaue optimistisch nach vorn", sagte Huber.

Österreichs Männer-Cheftrainer Andreas Widhölzl ergänzte: "Die Operation für Daniel ist jetzt notwendig gewesen. Sie ist aber sehr gut verlaufen. Eine volle Saison, unter ständiger Belastung, ist mit so einer Verletzung sicher nicht sinnvoll möglich. Er ist im besten Skisprung-Alter, er soll und muss langfristig denken. Ich bin absolut überzeugt, dass er die kommende Reha-Phase gut meistern wird".

Nur Platz 37 und vorzeitige Abreise aus Wisla

Eine Verletzung zu einem solch frühen Saisonzeitpunkt sei "immer bitter", erklärte Mario Stecher, Sportlicher Leiter Skispringen und Nordische Kombination beim ÖSV. "Daniel war in den vergangenen Jahren ein wichtiger Springer unseres Teams. Wir geben ihm alle Zeit und hoffen, dass er bald gesund und in Topform in den Weltcup zurückkommt. Er erhält dabei jede denkbare Unterstützung von uns."

Huber hatte beim Weltcup-Auftakt in Wisla am Samstag das erste Springen noch mitmachen können, war als 37. aber weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Am Sonntag war er dann wegen seiner Knieblessur vorzeitig aus Polen abgereist.