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Skispringen

Ideen des neuen Trainers sorgen für schlaflose Nächte

Skisprung-Star verwundert über Trainings-Methoden

08.11.2022 16:44
Skisprung-Star Dawid Kubacki konnte beide Springen beim Weltcup-Auftakt gewinnen
© IMAGO/Stawowiak Michal
Skisprung-Star Dawid Kubacki konnte beide Springen beim Weltcup-Auftakt gewinnen

In Wisla erlebte die Skisprung-Welt am vergangenen Wochenende eine Machtdemonstration der polnischen Mannschaft. Beide Weltcup-Siege gingen an Dawid Kubacki. Grund für den Erfolg sind auch die ungewöhnlichen Methoden des neuen Trainers. Dabei hatten diese zunächst noch für Erstaunen im polnischen Team gesorgt.

Der Weltcupauftakt in Wisla stand ganz im Zeichen der Dominanz der polnischen Gastgeber. Und das, obwohl die Polen die letzte Saison den eigenen Ansprüchen weit hinterherflogen.

Damit die polnischen Skispringer zurück zu alter Form finden, brachte der neue Coach Thomas Thurnbichler ganz besondere Trainingsinhalte in die Vorbereitung ein.

"Wenn wir den Balken verlassen haben, wurde die erste Gleichung aufgedeckt, die wir dann lösen mussten. Während des Flugs kam dann noch eine zweite hinzu. Beide Lösungen mussten dann gelöst werden. Das Ergebnis wurde laut vor der Landung herausgeschrien", wird Skisprung-Star Kamil Stoch vom Portal "Sport.pl" zitiert.

Thurnbichlers Ideen "haben uns nachts wach gehalten"

Dawid Kubacki war zu Beginn der Vorbereitung von den Ideen Thurbichlers erstaunt: "Seine Vorschläge haben uns nachts wachgehalten. Besonders zu Beginn wenn wir verschiedene 'Haltungen' in der Luft ausprobieren sollten. Als ich das gesehen habe, dachte ich, dass mich dabei umbringen werde und es unmöglich ist, das nachzumachen. Es war ein Schock, als sich herausstellte, dass wir alles von seiner Liste machen mussten", erklärte er bei "Eurosport".

Im Nachhinein machten sich die Übungen aber dennoch bezahlt. "Es waren viele neue Übungen und neue Formen der Bewegung, die ich und mein Körper kenngelernt haben. Ich erkannte ein Potential, das ich bislang komplett ignorierte. Mit ihm als Trainer zu arbeiten hat mir gezeigt, dass ich weiterhin auf dem höchsten Level mithalten kann", so Stoch über den Erfolg der Arbeit mit Thurnbichler.