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Biathlon

Neuer Job für Biathlon-Legende Uschi Disl

04.10.2022 10:27
Biathlon-Ikone Uschi Disl und Tochter Hanna
© IMAGO/Wolfgang Frank/Eibner-Pressefoto
Biathlon-Ikone Uschi Disl und Tochter Hanna

Der Biathlon-Weltcup rückt näher und damit auch ein Comeback von DSV-Legende Uschi Disl. Die 51-Jährige nimmt zum kommenden Winter einen neuen Job in ihrer Wahlheimat Schweden an.

Wie der schwedische öffentlich-rechtliche Hörfunksender "Sveriges Radio" am Wochenende bekanntgab, wird die ehemalige deutsche Biathletin Uschi Disl in der kommenden Weltcup-Saison als Expertin für den Sender auftreten. Mit Carl Johan Bergman verpflichtete das Unternehmen zudem noch einen weiteren ehemaligen Biathleten, der das Team verstärken wird. 

Disl, die im vergangenen November in die "Hall of Fame" des deutschen Sports aufgenommen wurde, lebt seit 2007 mit ihrem Ehemann Thomas Söderberg in Schweden. Das Paar hat zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn, die 2007 und 2010 geboren sind. Tochter Hanna hat den Weg ihrer Mutter eingeschlagen und ist ebenfalls Biathletin. 

Erfahrungen als Expertin sammelte Disl schon vor einigen Jahren in Deutschland. 2007 wurde die 51-Jährige gemeinsam mit Ex-Biathlet Ricco Groß von der "ARD" unter Vertrag genommen. Disl folgte damals auf die Schwedin Magdalena Forsberg, die in den Jahren zuvor als Expertin für das deutsche TV auftrat.

Nach dem Ende ihres Engagements 2009 zog sich die zweifache Olympiasiegerin weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück.

Disl eine der erfolgreichsten deutschen Biathletinnen

Mit zwei olympischen Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen zählt Uschi Disl bis heute zu den erfolgreichsten deutschen Biathletinnen. Neben ihren Erfolgen bei den Olympischen Spielen feierte die gebürtige Oberbayerin auch bei diversen Weltmeisterschaften unzählige Erfolge.

Insgesamt gewann Disl bei Weltmeisterschaft von 1991 bis 2005 acht Goldmedaillen, acht Silbermedaillen sowie drei Bronzemedaillen. Der einzige große Erfolg, der ihr in ihrer Karriere verwehrt blieb, war ein Triumph im Gesamtweltcup. Von 1995 bis 1999 landete sie zwar in fünf aufeinanderfolgenden Jahren auf dem Podest (drei zweite, zwei dritte Plätze), zum Sprung nach ganz oben reichte es aber nie.