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Bundesliga

Kovac als stiller Genießer des Befreiungsschlags

02.10.2022 10:36
Kovac und der VfL krabbeln aus dem Tabellenkeller
© IMAGO/Darius Simka
Kovac und der VfL krabbeln aus dem Tabellenkeller

Kein entspanntes Lächeln, keine großen Gesten, keine kessen Sprüche - Niko Kovac ließ sich hinterher nichts anmerken. "Es war vorher nicht alles schlecht und jetzt ist nicht alles top", sagte der stille Genießer nach dem so wichtigen 3:2 (2:2) seines VfL Wolfsburg gegen den VfB Stuttgart: "Wir freuen uns und sind glücklich, aber es sind auch nur drei Punkte."

Doch für Kovac bedeutet dieser so sehr herbeigesehnte Sieg natürlich mehr als drei Punkte. Schließlich beendet er zunächst einmal die Diskussion um seinen Job. Vorher hatten sich Geschäftsführer Jörg Schmadtke und Aufsichtsratschef Frank Witter ja genötigt gefühlt, ihren in die Kritik geratenen Trainer das Vertrauen auszusprechen. Und Kovac ist lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass das der Anfang vom Ende sein kann.

Doch in diesem wilden Kellerduell vor 24.125 Zuschauern zeigte der Werksklub dann endlich einmal, was Kovac sehen - sein Team ackerte, wühlte, biss, gab sich nicht auf und spielte ab und zu sogar ansehnlichen Fußball.

"Erfolge bringen Selbstvertrauen"

"Ich hoffe, dass uns das den nötigen Auftrieb gibt", sagte Kovac, nachdem er mit seinen Wölfen erst einmal aus dem Tabellenkeller geklettert war. Gleich nächste Woche wollen sie in Augsburg nachlegen. "Erfolge bringen Glauben, Erfolge bringen Selbstvertrauen", sagte Kovac.

Und der Erfolg bringt nun ein bisschen Ruhe. Schließlich scheint es auch ohne den ausgemusterten Max Kruse zu gehen. "Ich glaube zu Max Kruse ist alles schon gesagt worden", sagte Matchwinner Yannick Gerhardt, der in der Nachspielzeit den Sieg erzwang. Die drei Punkte seien "sehr wichtig für die Moral" der Mannschaft, schließlich "haben wir in der letzten Minute zurückgeschlagen".

Vor Gerhardt (90.+1) hatten noch Omar Marmoush (23.) und Kapitän Maximilian Arnold (38.) für Wolfsburg getroffen. Die Tore von Serhou Guirassy (22.) und Konstantinos Mavropanos (45.+1) waren für Stuttgart zu wenig.

Druck auf Kovac wurde immer größer

Die Mannschaft habe "natürlich gemerkt", dass der Druck zuletzt auch auf Kovac immer größer wurde, sagte Gerhardt, der nach einer Bänderverletzung erstmals in dieser Bundesliga-Saison in der Startelf stand: "Leider haben wir beim VfL in den letzten Jahren zu viele Trainer verschlissen."

Kovac soll nicht der Nächste sein. Als Trainer bekomme man nicht ewig Zeit, "wenn man keine Punkte einfährt", sagte Gerhardt. Aber die Mannschaft sei "überzeugt" von dem Weg.

Was Kovac zuletzt in Wolfsburg erlebte, droht nun auch seinem Kollegen Pellegrino Matarazzo in Stuttgart: Diskussionen um seinen Posten. Doch laut Sportdirektor Sven Mislintat sei der 44-Jährige beim Tabellen-16. "nicht Teil der Analyse" in Krisenzeiten.

In den kommenden drei Heimspielen soll die Wende gelingen. "Wir haben in der Vergangenheit immer gezeigt, dass wir in der Lage sind, wieder aufzustehen. Das gehört zu unserer DNA", sagte Matarazzo: "Ich glaube daran, dass wir das auch jetzt schaffen."

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