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Schach-WM

Rückendeckung für Magnus Carlsen?

Neue Beweise im Schach-Skandal angekündigt

02.10.2022 19:43
Schach-Weltmeister Magnus Carlsen (re.) hat Hans Niemann Betrug vorgeworfen
© via www.imago-images.de
Schach-Weltmeister Magnus Carlsen (re.) hat Hans Niemann Betrug vorgeworfen

Das nächste Kapitel im Schach-Skandal rund um Magnus Carlsen und Hans Niemann steht unmittelbar bevor. Die Plattform "chess.com" hat ihre Untersuchungen abgeschlossen und wird in dieser Woche ihre mit Spannung erwarteten Ergebnisse veröffentlichen.

Hat Schach-Großmeister Hans Niemann in der Vergangenheit häufiger als die von ihm eingeräumten zwei Mal betrogen? Sowohl Magnus Carlsen als auch die Plattform "chess.com" behaupteten in den letzten Wochen: Ja, hat er!

Der 19-Jährige US-Amerikaner hatte bisher lediglich gestanden, einmal im Alter von 12 und einmal im Alter von 16 Jahren Computer-Hilfe während einer Partie in Anspruch genommen zu haben. Carlsen und "chess.com" stellten dies öffentlich infrage.


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Während der norwegische Superstar in seinem viel diskutierten Statement erklärte, er würde gerne mehr dazu sagen, könne dies aber ohne Zustimmung des Beschuldigten nicht tun, hat "chess.com" in den letzten Tagen unzählige Partien von Niemann analysiert und auf möglichen Betrug analysiert. Jetzt kündigte die Plattform die Veröffentlichung ihrer Ergebnisse an.

"An diesem Wochenende schließen wir unsere ausführliche Untersuchung der Vorkommnisse der letzten Wochen ab", schrieb "chess.com" in einer offiziellen Pressemitteilung. Weiter heißt es: "Wir werden unsere gesamten Ergebnisse in der nächsten Woche mit euch teilen."

Die größte Schach-Seite der Welt betonte, wie wichtig es ihr im Rahmen der Untersuchungen gewesen sei, sorgfältig bei der Recherche und den Schlussfolgerungen vorzugehen. Nun aber sei man bereit, die Ergebnisse in den kommenden Tagen mit der Öffentlichkeit zu diskutieren.


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Was genau die Untersuchungen von "chess.com" ans Licht gebracht haben, kann zu diesem Zeitpunkt nur spekuliert werden. Alles andere als weitere Betrügereien von Hans Niemann in Online-Partien wäre allerdings skandalös, schließlich bezweifelte "chess.com" vor wenigen Wochen öffentlich die Darstellung des 19-Jährigen, er habe "nur" zweimal betrogen. 

Damals teilte die Plattform nach dem umgehenden Ausschluss Niemanns mit: "Mit Blick auf unsere Entscheidung haben wir ihm detaillierte Beweise vorgelegt, inklusive Informationen, die seine Aussagen zu der Zahl und Schwere seiner Betrügereien auf 'chess.com' widerlegen."