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Handball

Trotz Wirbel beim BVB: Gaugisch fordert Fokus auf DHB-Team

27.09.2022 13:28
Nach Wirbel beim BVB nun beim DHB-Lehrgang: Mia Zschocke
© IMAGO/Felix Schlikis
Nach Wirbel beim BVB nun beim DHB-Lehrgang: Mia Zschocke

Bundestrainer Markus Gaugisch will sich beim laufenden Lehrgang der deutschen Handballerinnen in Hennef nicht vom Wirbel bei Borussia Dortmund ablenken lassen.

"Natürlich kann man dieses Thema nicht einfach abschütteln, es hat alle in Atem gehalten", sagte Gaugisch am Dienstag bei einem virtuellen Medientermin, ergänzte jedoch: "Wir können es uns nicht leisten, dass wir Dinge abarbeiten müssen, die uns vom absoluten Fokus auf die Nationalmannschaft abbringen."

Die Nationalspielerinnen Mia Zschocke und Amelie Berger hatten BVB-Trainer Andre Fuhr zuletzt scharf kritisiert und ihren Rücktritt beim deutschen Vizemeister erklärt. Fuhr wurde wenige Tage später von den Schwarz-Gelben freigestellt.

Die Vorgänge, so hieß es in der Vereinsmitteilung des BVB aus der Vorwoche, würden "gegenwärtig gewissenhaft und gründlich" aufgearbeitet, dabei stehe der Verein "im Dialog mit der Anlaufstelle gegen Gewalt im Sport, die von mehreren Spielerinnen kontaktiert worden war".

"Es ist ein Thema, das bearbeitet werden muss"

Gaugisch führte vor den anstehenden Härtetests bei Olympiasieger Frankreich am Freitag in Metz (21:10 Uhr) sowie am Sonntag in Nancy (17:15 Uhr) Gespräche über das Thema, die nominierte Zschocke und die derzeit noch verletzte Berger waren dabei anwesend. "Es ist ein Thema, das bearbeitet werden muss", bekräftigte der 48-Jährige.

Für den laufenden Lehrgang habe sein Team dieses aber am Montag "abgehakt", um sich auf die Partien gegen die Französinnen zu konzentrieren. 

Die Länderspiele gegen den Vizeweltmeister sind eine wichtige Standortbestimmung vor dem EM in Slowenien, Montenegro und Nordmazedonien (4. bis 20. November). "Frankreich das absolute Nonplusultra – da ist alles weltklasse. Wir werden Rückmeldung bekommen, wo wir noch nachschärfen müssen", sagte Gaugisch, der im April die Nachfolge von Henk Groener angetreten hatte.