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"Der Tag der Entscheidung ist gekommen und vorüber"

"Battle of Britain" abgesagt: Fury boxt gegen Charr

27.09.2022 00:03
WBC-Weltmeister Tyson Fury könnte im Dezember gegen Mahmoud Charr antreten
© IMAGO/Javier Garcia/Shutterstock
WBC-Weltmeister Tyson Fury könnte im Dezember gegen Mahmoud Charr antreten

Nachdem sich in den letzten Tagen abzeichnete, dass das "Battle of Britain" zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua auf der Kippe steht, hat der "Gypsy King" dem Fight nun in den sozialen Medien tatsächlich eine Absage erteilt. Einen Plan B gibt es aber schon: Fury wird gegen den ehemaligen deutschen Schwergewichts-Weltmeister Mahmoud Charr antreten.

"Der Tag der Entscheidung ist gekommen und vorüber", eröffnet Fury in einem Video an Joshua gerichtet.

"Es ist nach fünf Uhr [englische Zeit, d.Red.] am Montag und kein Vertrag wurde unterzeichnet. Es ist damit offiziell vorbei für Joshua", so Fury weite, der seinen Landsmann in der Folge eine Reihe Beschimpfungen an den Kopf wirft. "Ich wusste es immer, du bist nicht Manns genug, um gegen den Gypsy King zu kämpfen. Was du jetzt sagt, interessiert mich nicht. Viel Glück für deine Karriere und dein Leben", schließt Fury.

In den letzten Tagen forderte der 34-Jährige "AJ" mehrfach auf, den ihm vorliegenden Vertrag endlich zu unterzeichnen. Joshua erklärte am Wochenende, das Schriftstück liege im Moment bei seinen Anwälten und werde auf Herz und Nieren geprüft. Fury ging das wiederum nicht schnell genug.

Charr kämpft auf der Insel

Der WBC-Champ forderte hingegen sehr schnell Klarheit. Andernfalls, so erklärte der Engländer, werde er sich einen anderen Gegner suchen.

Nun ist klar, dass die Suche keine lange war: Am Abend bestätigte Fury auf Instagram, dass er ein Duell mit Charr anstrebt. Charrs Seite erklärte, dass der Kampf am 3. Dezember in Manchester oder Cardiff steigt.

Joshua-Promoter Eddie Hearn ist der Überzeugung, dass genau das von Anfang an der Plan Furys war. Er glaubt: Der "Gypsy King" hatte nie vor, gegen Joshua anzutreten. Stattdessen wolle der "Gypsy King" ein Duell gegen den Deutschen Manuel Charr, sagte Hearn gegenüber "Seconds Out".

"Fury will gegen Charr kämpfen, das ist ziemlich offensichtlich. Wenn die Öffentlichkeit das anders sieht, dann hat sie offenbar keine Ahnung", erklärte Hearn. Furys Deadline zur Vertragsunterschrift sei unter keinen Umständen einzuhalten, meinte der Promoter: "Es gibt noch so viel zu tun. Bis so ein Kampf steht, dauert es. Wir haben zehn Tage auf den Vertrag gewartet und plötzlich will er ihn innerhalb von 24 Stunden unterschrieben zurückhaben. Keine Chance!"

Schlagabtausch zwischen Fury und Charr

Charr und Fury lieferten sich in den letzten Tagen und Wochen immer mal wieder einen Schlagabtausch in den sozialen Medien. Charr forderte Fury öffentlich heraus, der WBC-Champion reagierte und bot dem Deutschen einen Kampf an.

Kurz vor dem Ende von Furys Vertragsultimatum postete Charr auf Instagram markante Worte in Richtung Joshua. Er solle unterschreiben und die Chance nutzen, "gegen einen der besten, Tyson Fury, zu kämpfen". Andernfalls solle er Platz machen und "richtige Männer" den Fight austragen lassen. 

Jetzt bekommt Charr die Chance, den Worten Taten folgen zu lassen.