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Tennis

Dramatisches Geständnis von Ex-Tennis-Star del Potro

22.09.2022 18:49
Juan Martin del Potro leidet noch immer unter seinen Verletzungen
© Ella Ling/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Juan Martin del Potro leidet noch immer unter seinen Verletzungen

Der ehemalige argentinische Tennis-Superstar Juan Martin del Potro zählte einst zu den besten Spielern der Welt. Zahlreiche schwere Verletzungen zwangen ihn 2022 dazu, seine Karriere zu beenden. Unter besagten Verletzungen leidet der 33-Jährige bis heute. 

Über viele Jahre zählte Juan Martin del Potro zum Besten, was der Tennis-Sport zu bieten hatte. Der Argentinier gewann die US Open, feierte 22 Siege auf der ATP-Tour, holte zwei Olympia-Medaillen, fuhr über 25 Millionen US-Dollar Preisgeld ein und hatte eine Vorhand, die selbst Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic das Fürchten lehrte.

Auf Dauer festsetzen konnte sich "Delpo" in der Weltspitze aber nicht. Zahlreiche schwere Verletzungen warfen die einstige Nummer drei der Weltrangliste regelmäßig zurück. Immer wieder ließ sich der Südamerikaner operieren. Immer wieder kämpfte er sich zurück - bis die nächste schwere Verletzung folgte. Am Ende hatte es keinen Sinn mehr, weiterzumachen. 

Obwohl er seine Laufbahn mittlerweile beendet hat, leidet er noch immer unter den Spätfolgen seiner schlimmen Verletzungen, wie del Potro nun im Gespräch mit argentinischen Medien verriet.

"Ich war vor Kurzem in der Schweiz und habe dort einen weiteren Arzt gesehen. Diese Behandlung wurde mir von vielen Tennis-Spielern empfohlen, bis jetzt habe ich aber kein positives Resultat", sagte der Ex-Profi, der sich in den letzten Jahren unter anderem mehreren Knie-Operationen unterzog.

Wie nach jeder anderen Behandlung, gehe es ihm auch jetzt schlecht. "Ich mache mir Illusionen, habe Hoffnung und den Glauben in eine neue Therapie. Wenn sie dann wieder fehlschlägt, ist es hart", sagte der Argentinier, der laut eigener Aussage seit dreieinhalb Jahren von Arzt zu Arzt rennt, um eine Behandlung zu finden, die ihn von seinen Schmerzen erlöst.

"Mein Kopf kann ein Leben ohne Tennis nicht akzeptieren"

"Heute kann ich nur gehen. Ich kann nicht aufs Laufband, ich kann nicht schmerzfrei Treppensteigen. Ich kann nicht mal lange am Stück fahren ohne eine Pause zu machen und meine Beine auszustrecken", schilderte der 33-Jährige seine körperlichen Probleme. "Das ist meine Wirklichkeit. Es ist hart und traurig."

Die physischen Probleme sind dabei nicht del Potros einzige Sorge: "Mein Kopf kann ein Leben ohne Tennis nicht akzeptieren. Ich hatte einfach keinen fließenden Übergang. Ich konnte mich nicht vorbereiten und habe keine Ahnung, was andere Spieler machen, die diesen Prozess durchlaufen."

"Ich war die Nummer drei der Welt. Dann habe ich mir plötzlich beide Knie gebrochen. Und hier bin ich, mit Nichts!", gewährte der Argentinier einen Einblick in seine Gefühlswelt.

Andere Spieler haben ihm gesagt, es habe sie mindestens zwei Jahre gekostet, bis sie sich an den Ruhestand gewöhnt hatten. Er sei nun dabei, ebenfalls in diese Phase einzutreten. "Ich frage mich, was mir wohl gefallen könnte. Ich weiß es nicht."