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Boxen

Nur ein Bluff? Fury-Lager erhebt Vorwürfe gegen Joshua

22.09.2022 15:48
WBC-Weltmeister Tyson Fury würde gerne gegen Anthony Joshua antreten
© IMAGO/Dave Shopland/Shutterstock
WBC-Weltmeister Tyson Fury würde gerne gegen Anthony Joshua antreten

Viele Box-Fans fiebern dem "Battle of Britain" zwischen WBC-Weltmeister Tyson Fury und Ex-Champion Anthony Joshua schon entgegen. Ob der Kampf stattfinden wird, ist Stand heute aber fraglicher denn je. 

Vor weniger als zwei Wochen sah es noch danach aus, als ob die Box-Fans das erhoffte Duell zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua noch in diesem Jahr zu sehen bekommen würden.

AJs Management teilte auf Twitter mit, man habe "alle Bedingungen akzeptiert, die uns von Furys Team für einen Kampf am 3. Dezember vorgelegt wurden". Bob Arum, Teil von Furys Promoter-Team, sät nun allerdings Zweifel an dieser Aussage. Er vermutet hinter dem Statement schlicht und ergreifend einen Bluff.

Man habe mit dem Lager von Anthony Joshua zuletzt viele Dokumente ausgetauscht, sagte Arum im Gespräch mit "BoxingScene.com". Was für Forderungen in den Dokumenten standen, verriet der Promoter zwar nicht. Der Inhalt lässt laut Arum aber nur einen Schluss zu: "Wir glauben nicht, dass Hearn [Promoter von Joshua, Anm.d.Red.] diesen Kampf will. Wir glauben es wirklich nicht."

Tyson Fury hat bereits einen Plan B

Man habe Hearn und dessen Kollegen "jede Möglichkeit" gegeben, um einen Deal abzuschließen. "Aber wenn wir den Kampf nicht kurzfristig auf die Beine stellen können, wird Fury gegen einen anderen Kämpfer antreten. Wir haben schon einen anderen Gegner bereitstehen", erklärte Arum, dass sich der "Gypsy King" für den Fall eines Joshua-Rückzugs schon längst um einen Plan B gekümmert hat.

Warum die Joshua-Seite mit ihrer Zusage zögert, ist laut Arum offensichtlich: "Ich denke, dass Hearn genau weiß, dass, wenn alles normal läuft, Fury Joshua ausknocken wird. Hearn weiß, dass Joshua sehr vorsichtig sein muss. Noch ist er ein Boxer, der ein Headliner ist. Also warum sollten sie das Geld nicht noch mitnehmen?", sagte Furys Promoter, der genau weiß, wie sehr Joshuas Wert fallen würde, wenn er gegen Fury verliert und damit seine dritte Niederlage in Folge kassieren würde.