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Ski Alpin

FIS hält Russland-Comeback und Absagen für möglich

21.09.2022 12:55
Die Fis fürchtet aufgrund der Energiekrise mögliche Probleme in Bezug auf Schneeproduktion und Flutlichtveranstaltungen bei Weltcup-Veranstaltungen
© MAXIM THORE via www.imago-images.de
Die Fis fürchtet aufgrund der Energiekrise mögliche Probleme in Bezug auf Schneeproduktion und Flutlichtveranstaltungen bei Weltcup-Veranstaltungen

Eine Teilnahme von Sportlern aus Russland und Belarus an den Ski-Weltmeisterschaften 2023 ist nicht ausgeschlossen. Das sagte Michel Vion, Generalsekretär des Ski-Weltverbandes Fis, beim Forum Nordicum der internationalen Skisport-Journalisten in Kranjska Gora in Slowenien.

Man richte sich dabei nach dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Dessen Präsident Thomas Bach denke darüber nach, den wegen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine derzeit international gesperrten Athleten eine kleine Tür zu öffnen. Der Sport sollte unabhängig von der Politik sein, sagte Vion.

Eine Rückkehr von russischen und belarussischen Sportlern auf die internationale Bühne sei aber noch nicht zum Saisonstart im Oktober zu erwarten. "Vielleicht geht es im Dezember, dann könnten beide Nationen - natürlich ohne nationale Flagge und Hymne - eventuell auch an den Weltmeisterschaften teilnehmen", sagte Vion.

Im slowenischen Planica findet im kommenden Jahr die nordische Ski-WM statt, in Courchevel und Méribel in Frankreich die Alpin-WM.

Die Energiekrise könnte im kommenden Winter derweil zu zahlreichen Ausfällen von Weltcup-Veranstaltungen im nordischen und alpinen Skisport führen.

Die Fis habe gegenwärtig keinen Plan B, sagte Vion. Man wisse um die Problematik in Bezug unter anderem auf Schneeproduktion und Flutlichtveranstaltungen. Es sei nicht einfach, wenn die Menschen Wasser und Strom sparen müssten, nebenan aber Wettbewerbe vorbereitet und durchgeführt würden. Man sei aber optimistisch, dies händeln zu können.

Generell geht Vion davon aus, dass Weltcups kurzfristig verlegt werden könnten. "Kommt eine Absage einen Monat vor dem geplanten Termin, ist das aber nicht mehr möglich", sagte der Fis-Generalsekretär.