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Russischer Fahrer will keinen Flaggenwechsel

Mazepin stellt Bedingung für F1-Comeback

21.09.2022 13:42
Nikita Mazepin wurde nach dem Angriff auf die Ukraine aus der Formel 1 ausgeschlossen
© IMAGO/Alexander Shcherbak
Nikita Mazepin wurde nach dem Angriff auf die Ukraine aus der Formel 1 ausgeschlossen

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine dauert weiter an und beeinflusst alle Bereiche des Lebens, so auch die Sportwelt und in diesem Fall genauer: die Formel 1. Der russische Haas-Pilot Nikita Mazepin, der aufgrund der Geschehnisse zu Jahresbeginn sein Cockpit verlor, träumt weiter von einem Comeback in der Königsklasse des Motorsports, will dafür aber - anders als andere Sportler - nicht alles tun, wie er nun betonte.

Ob Nikita Mazepin in naher oder ferner Zukunft noch einmal ein Formel-1-Auto besteigen wird, ist fraglich. Der 23-jährige Russe, der Sohn von Dmitri Mazepin, einem russischen Oligarchen, der Besitzer des Mineraldüngerunternehmens Uralchem und Miteigentümer des Bergbauunternehmens Uralkali ist, wurde Anfang 2022, nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine, vom Rennstall Haas aus seinem Vertrag entlassen. Auch Vater Dimitri, längst auf der Sanktionsliste der EU, musste als Teamsponsor seinen Hut nehmen.

Mazepin junior kündigte zwar zuletzt wiederholt an, er wolle wieder in der Formel 1 fahren, doch vom Krieg seines Vaterlandes in der Ukraine distanzierte sich der 23-Jährige nicht. Anders als Ferrari-Testfahrer und Landsmann Robert Shwartzman will Mazepin offenbar auch nicht unter anderer Flagge starten.

Weil russische Athleten von den meisten sportlichen Wettbewerben ausgeschlossen sind, so auch von der Teilnahme an der Formel 1, tritt der in Tel Aviv geborene Shwartzman nämlich unter israelischer Flagge an. 

Mazepin: "Ob man sein Land aufgeben will ..."

"Das muss jeder selbe wissen, man kann niemanden dafür verurteilen", sagte Mazepin zu diesem Vorgehen gegenüber der russischen Zeitung "Ria Novosti" und fügte an: "Wir sind Athleten und jeder muss seine eigene Wahl treffen."

Er selbst will aber definitiv nicht ohne die russische Flagge im Herzen und vor allem gut sichtbar auf der Brust antreten. "Ob man sein Land dem Sport zuliebe aufgeben will, kann jeder für sich selbst entscheiden", erklärte er vielsagend und fügte in aller Deutlichkeit an: "Aber ich werde das nicht tun."

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Gegenüber der russischen Zeitung "Sport-Express" hatte Mazepin vor einigen Wochen gesagt, dass er "zuversichtlich" sei, dass eine Formel-1-Rückkehr möglich sei. "Deshalb halte ich mein Gewicht und auch sonst bin ich körperlich in Bestform. Sollte sich also eine Chance ergeben, kann ich sie ergreifen", so der Russe.

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing335
2MonacoCharles LeclercFerrari219
3MexikoSergio PérezRed Bull Racing210
4GroßbritannienGeorge RussellMercedes-AMG Petronas203
5SpanienCarlos SainzFerrari187
6GroßbritannienLewis HamiltonMercedes-AMG Petronas168
7GroßbritannienLando NorrisMcLaren88
8FrankreichEsteban OconAlpine F1 Team66
9SpanienFernando AlonsoAlpine F1 Team59
10FinnlandValtteri BottasAlfa Romeo F1 Team46
11FrankreichPierre GaslyAlphaTauri22
12DänemarkKevin MagnussenHaas F122
13DeutschlandSebastian VettelAston Martin F1 Team20
14AustralienDaniel RicciardoMcLaren19
15DeutschlandMick SchumacherHaas F112
16JapanYuki TsunodaAlphaTauri11
17ChinaGuanyu ZhouAlfa Romeo F1 Team6
18KanadaLance StrollAston Martin F1 Team5
19ThailandAlex AlbonWilliams Racing4
20NiederlandeNyck de VriesWilliams Racing2
21KanadaNicholas LatifiWilliams Racing0
22DeutschlandNico HülkenbergAston Martin F1 Team0

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