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RBL nach Fehlstart unter Druck

Der waghalsige Leipzig-Plan mit Max Eberl

16.08.2022 15:49
Startet Eberl bei RB Leipzig durch?
© Jan Huebner/Jansen via www.imago-images.de
Startet Eberl bei RB Leipzig durch?

RB Leipzig sucht in der neuen Saison weiter ein erstes Erfolgserlebnis und schon viel länger einen neuen Sportchef. Mit dem ehemaligen Gladbach-Boss Max Eberl könnte dieser gefunden sein. Sein Wechsel würde ein mittleres Erdbeben in Leipzig und der Liga auslösen.

RB Leipzig soll kurz vor der Verpflichtung eines neuen Sportdirektors stehen. Der von einem österreichischen Marketinggiganten aus der Taufe gehobene Klub war seit dem Abgang von Markus Krösche zu Eintracht Frankfurt Ende April 2021 ohne sportliche Führung.

Momentan leitet der Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff auch die sportlichen Geschicke des Klubs. Mehrfach hatte er 1A-Lösung für den vakanten Posten angekündigt, doch dann zurückgezogen.

Die Namen von Mario Gomez, Thomas Hitzlsperger, Arsène Wenger, Thierry Henry oder die ehemalige Chelsea-Managerin Marina Granovskaja kursierten alle als Gerücht. Nun aber könnte es der ehemalige Gladbach-Boss Max Eberl werden. Ein Name, der sich seit langer Zeit hartnäckig hält. Der steht jedoch noch bis 2026 unter Vertrag am Niederrhein und soll laut "Bild" eine Rekordablöse von zehn Millionen Euro kosten.

Ein Eberl-Wechsel zu RB wäre von einer gewissen Brisanz. Eberl hatte sich im Januar bei Borussia Mönchengladbach nach mehr als 20 Jahren in verschiedenen Positionen auf einer emotionalen Pressekonferenz verabschiedet. "Ich bin kaputt, erschöpft und kann deshalb nicht mehr arbeiten", hatte Eberl erklärt. "Das ist der Grund, warum ich mit dem Klub gesprochen habe, meine 23 Jahre hier zu beenden. Ich beende was, was mein Leben war."

"Ein Schiff wird kommen"

Doch schon damals hielten sich Gerüchte, dass Eberl langfristig mit einem Wechsel zu RB Leipzig liebäugeln könnte. Was ebenfalls festzuhalten blieb: Borussia Mönchengladbach löste Eberls Vertrag nicht auf. Und auch wenn die Gerüchte um einen Leipzig-Wechsel bald in aller Schärfe und mit Verweis auf die Pressekonferenz zurückgewiesen wurden, poppten sie dieser Tage erneut auf.

Der in Leipzig für gewöhnlich sehr gute vernetzte "LVZ"-Reporter Guido Schäfer formulierte es dieser Tage so: "Ein Schiff wird kommen. Mit Max Eberl an Bord. Das wird eher weniger noch vorm Spiel bei Union Berlin passieren." Auch Mintzlaff wollte das am Wochenende nicht ausschließen. "Wir schließen heute gar nichts aus. Wir werden zeitnah, das kann ich in dem Fall sagen, die Lösung präsentieren", erklärte er am Wochenende auf "Sky".

Eine Verpflichtung Eberls würde auch den Druck auf Trainer Domenico Tedesco erhöhen. Der DFB-Pokalsieger 2022 ist nach den ersten drei Pflichtspielen der neuen Saison weiter ohne Sieg. Auf das spektakuläre und vom Ergebnis eher schmeichelhafte 3:5 im Supercup gegen Bayern München folgten zwei ernüchternde Unentschieden gegen die Mittelklasse-Teams VfB Stuttgart und 1. FC Köln. Mit jetzt zwei Punkten aus zwei Spielen hecheln die Leipziger den Spitzenteams aus München und Dortmund bereits hinterher.

Druck aufs "nächste große Ding" Tedesco

Oliver Mintzlaff, der in Leipzig seit dem Abschied von Markus Krösche den Alleinherrscher gibt, zeigte sich nach dem Unentschieden gegen die Baumgart-Elf unzufrieden. "Das ist natürlich ein beschissener Start mit zwei Punkten aus zwei Spielen, das hatten wir uns durchaus anders vorgestellt", sagte er nach dem 2:2 am Samstag. "Wir wollen wieder in die Champions League, und dazu musst du natürlich vom ersten Spieltag an punkten. Und jetzt ist der Abstand nach oben schon vier Punkte."

Dabei hatte der Pokalsieger im Sommer doch alles getan, um einen Fehlstart wie in der vergangenen Saison zu verhindern. Damals war Trainer Jesse Marsch Anfang Dezember nach einer enttäuschenden 1:2-Pleite bei Union Berlin entlassen worden. Kurz vor der Entlassung hatte Mintzlaff von einer "desolaten Leistung" und einem "beschissenen Spiel" in der Alten Försterei gesprochen, dabei also ähnlich Worte genutzt, wie nun nach dem 2:2 gegen Köln. Erneut könnte demnach sogar schon das kommende Gastspiel bei Union richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf sein.

"Sport1" spekuliert bereits über eine Ablösung Tedescos, der erst an diesem Wochenende vom englischsprachigen "The Athletic" als das nächste große Ding im deutschen Fußball verkauft worden war. Doch trotz eines als gelungen zu bezeichnenden Transfersommers mit der Vertragsverlängerung mit dem "Fußballer des Jahres" Christoph Nkunku und den beachtenswerten Verpflichtungen von Timo Werner, David Raum und Xaver Schlager ist es dem ehemaligen Schalke-Trainer noch nicht gelungen, eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz zu bringen. Und die Geduld von Mintzlaff scheint endlich.

Welche Rolle spielt Marco Rose?

Statt Tedesco könnte laut "Sport1" jedoch schon bald der ehemalige BVB-Trainer Marco Rose an der Seitenlinie stehen. Der gebürtige Leipziger war in Dortmund nach einem Jahr entlassen worden. Im Westfalenstadion konnte er zumeist nicht an seine glückliche Zeit bei Borussia Mönchengladbach anschließen.

Diese große Zeit erlebte er gemeinsam mit Max Eberl, der auch nach der Verkündung des Wechsels zur großen Borussia an dem Trainer festhielt. Etwas, was den Druck auf Eberl verstärkte und gewiss einen kleinen Beitrag zu seinem gesundheitsbedingten Rückzug im Januar 2022 geführt hatte. Jetzt könnte es nach zwei Jahren am Niederrhein zu einer Wiedervereinigung am Cottaweg neben dem Elsterbecken kommen. Noch sind es Spekulationen.

"Auf Social Media wird die Person schon beschimpft, obwohl sie sich selbst noch gar nicht geäußert hat", hatte Eberl bei seinem Abschied in Gladbach gesagt und es ist davon auszugehen, dass es diesmal nicht anders sein wird. Der Bundesligist RB Leipzig bleibt aufgrund des Charakters für zu viele Fans ein rotes Tuch. Einen Wechsel dorthin werden ihm die wenigsten Anhänger der Fohlen wirklich verzeihen. Egal, welche Worte der Erklärung der 48-Jährige finden würde.

Stephan Uersfeld

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