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Wechsel zu Aston Martin schlug hohe Wellen

F1-Legende: Darum hat sich Alonso gegen Alpine entschieden

04.08.2022 16:46
Fernando Alonso ist aktuell der älteste Fahrer im Formel-1-Feld
© IMAGO
Fernando Alonso ist aktuell der älteste Fahrer im Formel-1-Feld

Formel-1-Experte Marc Surer kann nachvollziehen, warum Alpine Fernando Alonso nur noch einen Einjahresvertrag für 2023 mit Option auf eine weitere Saison im Jahr 2024 geben wollte und nicht gleich einen mehrjährigen Vertrag, wie ihn Alonso jetzt bei Aston Martin vorgefunden und unterschrieben hat.

"Die Uhr tickt bei Alonso. Der kann vielleicht noch ein, zwei Jahre in dieser Form weiterfahren. Ich bin sicher, dass das irgendwann nachlässt", erklärt Surer gegenüber "Formel1.de".

"Ich denke, ein Fahrer verliert pro Jahr ein paar Hundertstelsekunden, die er aber kompensiert durch seinen Einsatz und seine Erfahrung. Trotzdem wird sich das früher oder später auswirken. Vor allem in der Qualifikation, wenn es wirklich auf die pure Zeit ankommt", vermutet Surer.

Für den Schweizer gibt es zwei Gründe, warum sich Alonso gegen Alpine und für Aston Martin entschieden hat.

Surer: Warum sich Alonso gegen Alpine entschieden hat

Erstens: Ein Einjahresvertrag mit Option sei dem 41-Jährigen möglicherweise "zu wenig" gewesen, denn Alonso wisse genau: "Je älter er wird, desto kleiner sind die Chancen, dass er noch für ein anderes Team fahren kann."

Zweitens: "Alpine stagniert ein bisschen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr treten sie auf der Stelle. Es ist nicht so, dass sie jetzt aufsteigend sind. Und bei Aston Martin besteht zumindest die Hoffnung, dass es mit den neuen Leuten, die eigentlich alle zu spät gekommen sind für dieses Jahr, im nächsten Jahr aufwärts geht."

Doch selbst wenn Aston Martin vorankommen sollte: Dass das Team bis Ende 2025 - Alonso wird dann 44 sein - die Chance hat, Weltmeister zu werden, glaubt Surer nicht. Er sagt: "Er hat bei anderen Teams gesehen, wie lang der Aufstieg dauert. Nein, das wird er mit Aston Martin kaum schaffen."

Zwei Alphatiere: Kann das gutgehen?

Zumal viele Beobachter in der neuen Konstellation durchaus Sprengstoff orten. Sowohl Alonso als auch sein neuer Chef Lawrence Stroll gelten als Alphatiere. Das muss jedoch nicht zwangsläufig in Tränen enden, glaubt Surer: "Es kann gutgehen, weil beide in die gleiche Richtung wollen."

"Und wenn die sich kurzschließen [...], dann können auch sehr schnell Köpfe rollen bei Aston Martin. Damit muss man also rechnen. Das ist in der Vergangenheit von Alonso öfter passiert. Von dem her glaube ich schon, dass die Zwei, wenn sie am gleichen Strick ziehen, was bewirken können."