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Fußball-Fans und -Interessierte gespalten

Umfrage-Überraschung: So sehen die Fans "Die Mannschaft"

22.07.2022 22:18
Die Fans sind beim Spitznamen "Die Mannschaft" gespalten
© IMAGO/Herbertz / Nico Herbertz
Die Fans sind beim Spitznamen "Die Mannschaft" gespalten

Auf den Coup folgte die Marketing-Idee: Nach dem Weltmeister-Jahr 2014 etablierte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Slogan "Die Mannschaft" für die deutsche Fußball-Nationalelf. Seither gehört der Spitzname hierzulande fest zum deutschen Team. Die Herzen der Fans – so schien es jedenfalls – eroberte er aber nie. DFB-Direktor Oliver Bierhoff ließ zuletzt sogar die Zukunft des Begriffs offen. Ende Juli soll die Entscheidung fallen. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv zeigt nun: Deutschland ist unentschieden, der Slogan polarisiert. Die Hälfte der Befragten mit Fußballinteresse findet den umstrittenen Claim "sehr gut" oder "gut". Aber: Genauso viele finden "Die Mannschaft" als Bezeichnung für die Fußball-Nationalmannschaft weniger gut.

Mit den Spitznamen von Fußball-Nationalmannschaften ist das so eine Sache. "Équipe Tricolore", "Squadra Azzurra", "Selecao", "Danish Dynamite" – klangvolle Namen. Da springt sofort das Kopfkino an. Zinédine Zidane hier, Gianluigi Buffon da, Ronaldo und Ronaldinho sowieso – oder eben Dänemarks EM-Fighter 1992 bzw. bei der EM im vergangenen Jahr.

Für das DFB-Team aber gab es lange Zeit keinen offiziellen Spitznamen. Zumindest im eigenen Land. Das änderte sich nach dem WM-Paukenschlag 2014. Infolge der legendären Rio-Nacht trat die Nationalelf fortan unter dem Claim "Die Mannschaft" an. So werde sie im Ausland durchaus ehrfürchtig genannt, lautete damals die Begründung seitens des Verbandes. Das Problem: Die Erfolge und die ansprechenden Leistungen seit dem WM-Triumph blieben vermehrt aus, dafür aber wuchsen Kritik und Spott am vermeintlichen Kunstbegriff. Tenor: zu viel Hashtag-Marketing, zu wenig Herzblut, zu wenig authentisch.

Lässt sich nun, sieben Jahre nach Geburt von "Die Mannschaft", eine Ablehnung in der deutschen Bevölkerung gegenüber des Slogans erkennen? Nun, so leicht ist es nicht. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv zeigt, dass Deutschland in dieser Frage vor allem eines ist: gespalten.

Remis in der Umfrage

In Ergebnissen äußert sich das so: 36 Prozent der Befragten gefällt die Bezeichnung "sehr gut" (7 Prozent) oder "gut" (29 Prozent), 49 Prozent gefällt sie "weniger gut". Aber: Niemand ist der Ansicht, dass die Bezeichnung überhaupt nicht gut gefällt. Keine Meinung dazu haben 15 Prozent.

Etwas anders ist die Lage bei den "Fußball-Interessierten", die an der Umfrage teilgenommen haben. 48 Prozent gefällt demnach die Bezeichnung "sehr gut" oder "gut", genauso viele finden "Die Mannschaft" als Bezeichnung für die Fußball-Nationalmannschaft weniger gut. Ein klares Remis.

Aber braucht es denn überhaupt einen Eigennamen für das DFB-Team? "Ja", sagen 22 Prozent der Befragten (drei Prozent halten es für "sehr wichtig", 19 Prozent für "wichtig"). Die meisten finden einen solchen Slogan jedoch "weniger wichtig" (27 Prozent) oder "unwichtig" (45 Prozent).

Auch unter den Fußball-Interessierten überwiegt die Einschätzung, dass ein solcher Eigen- oder Spitzname weniger wichtig oder sogar unwichtig ist. Das findet auch RTL-Kommentator Marco Hagemann, der seit Jahren die Nationalelf begleitet. "Mir geht es erst mal darum, dass die A-Nationalmannschaft genauso weitermacht unter Hansi Flick, wie sie bisher gespielt hat. Da ist mir der Name (...) eigentlich vollkommen egal, also das sorgt nicht dafür, dass das so eine enge Vertrautheit bei mir hervorruft."

Wie geht es weiter?

Wie also soll es weitergehen bei der Namens-Entscheidung? Die Umfrage zeichnet auch hier ein gespaltenes Bild. 24 Prozent sprechen sich dafür aus, dass das Flick-Team weiter unter der Bezeichnung "Die Mannschaft" aufläuft. 19 Prozent wollen eine andere Bezeichnung, 34 Prozent fänden es besser, wenn es gar keinen Extra-Namen gäbe.

Immerhin 23 Prozent haben zur Zukunftsfrage keine Meinung. Unter den Fußball-Interessierten spricht sich ein Drittel (35 Prozent) dafür aus, dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auch künftig die Bezeichnung "Die Mannschaft" tragen sollte. Mehr als die Hälfte würde jedoch eine andere Bezeichnung vorziehen (27 Prozent) beziehungsweise sähe es am liebsten, wenn die Fußball-Nationalmannschaft gar keine besondere Bezeichnung hätte (30 Prozent).

An der Befragung nahmen 1.001 Personen teil, sie fand im Zeitraum zwischen dem 13. und 14. Juli statt. Die Fehlertoleranz beträgt drei Prozentpunkte.

Watzke übt Kritik, Calmund findet Slogan gut

Eine Entscheidung zur möglichen Fortsetzung oder eben Abschaffung des DFB-Slogans soll Ende Juli fallen. Das hatte DFB-Präsident Bernd Neuendorf im Sommer bekräftigt. Bierhoff hatte sich in den vergangenen Wochen und Monaten offen für eine Ende des Begriffs gezeigt. Er könne "damit leben", hieß es. Bierhoff hatte seit 2014 versucht, den Slogan für die A-Nationalmannschaft zu verankern. Dass er aber auf ihn zurückgehe, wies Bierhoff von sich. So werde das deutsche Team auf der ganzen Welt genannt, hatte der Europameister von 1996 betont.

Der künftige Umgang mit dem Slogan "Die Mannschaft" war kurz vor Beginn der laufenden Länderspiel-Serie der DFB-Elf in der Nations League wieder in den öffentlichen Fokus geraten. In der Deutschen Fußball Liga (DFL) hatten der neue Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund und DFB-Rekordspieler Lothar Matthäus den Slogan kritisiert und für eine Abschaffung von "Die Mannschaft" geworben.

Manager-Legende Reiner Calmund sieht es ein bisschen anders: "Ich bin optimistisch, dass es auch wieder eine höhere Identifikation zur Mannschaft gibt. Und dann ist es immer ganz entscheidend - nicht wie ist der Titel - sondern wie bewegen sich die entscheidenden Protagonisten? Das fängt beim Trainer an, beim Manager und hört beim Reservespieler der Nationalmannschaft auf. Wenn die sich mit Teamgeist, mit Zusammenhalt präsentieren, dann ist es eine Mannschaft. Nicht sprechen, nicht schreiben, machen!" 

Machen? Die nächste Möglichkeit dazu hat die Nationalmannschaft am 23. September im Nations-League-Spiel gegen Ungarn und vor allem bei der Winter-WM in Katar.

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