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Wimbledon

"Ich würde mir es niemals anmaßen"

Vorwürfe gegen Nadal? Fognini will nichts davon wissen

08.07.2022 08:47
Tennisprofi Fabio Fognini fühlt sich missverstanden
© IMAGO/Alfredo Falcone / LaPresse
Tennisprofi Fabio Fognini fühlt sich missverstanden

Vor dem Wimbledon-Halbfinale zwischen Rafael Nadal und Nick Kyrgios sorgte der italienische Tennis-Star Fabio Fognini für reichlich Schlagzeilen. Denn: Der 35-Jährige warf dem Spanier Schauspielerei vor. Kurz bevor Nadal sein Match am Donnerstag tatsächlich verletzungsbedingt absagte, wollte Fognini von seinem Vorwurf aber plötzlich nichts mehr wissen. Vielmehr: Er gab den Journalisten die Schuld.

Die Tennis-Welt blickte vor dem Halbfinale von Wimbledon auf Rafael Nadal. Der Rekord-Grand-Slam-Sieger, der zwei Major-Titel mehr vorzuweisen hat als Roger Federer und Novak Djokovic, hatte sich in seinem ohnehin schon anstrengenden Viertelfinal-Duell gegen Taylor Fritz mit einer schmerzhaften Bauchmuskelverletzung durchgequält. 

Nur mit entzündungshemmenden Medikamenten und Schmerzmitteln hielt der 36 Jahre alte Spanier durch und bejubelte nach 4:21 Stunden das Weiterkommen. Anschließend ließ er jedoch offen, ob er das Halbfinale antreten kann.

Dies ließ Fabio Fognini, der mit Rafael Nadal in all den Jahren auf der ATP-Tour ein ums andere Mal aneinander geraten war, dazu verleiten, die Verletzung des Superstars anzuzweifeln.

In einer Instagram-Story postete der Italiener einen Screenshot eines Online-Artikels, in dem stand, dass sich der Spanier trotz Verletzung durchsetzte. Fognini unterstrich diesen Teil des Artikels und schrieb dazu: "Leute, hört bitte auf zu glauben, was ihr lest!!!" Kaum einer zweifelte daran, dass er Nadal damit Schauspielerei vorwarf.

Fognini wehrt sich: "Ich würde mir es niemals anmaßen"

Alles nicht wahr, wehrte sich Fognini nur wenige Stunden vor Nadals verletzungsbedingter Absage am Donnerstag. "Liebe Journalisten, ich möchte klarstellen, dass ich mich nie und nimmer auf einen Champion wie Rafa bezogen habe. Und ich würde mir es niemals anmaßen, das zu tun." Die über seinen Post geschriebenen Texte seien allesamt "falsch".

Zudem unterstrich der Tennisprofi, dass er dem Spanier auf dem Weg ins Wimbledon-Finale die Daumen drückt. Er wünsche Nadal und dessen Team "viel Glück". Wenig später folgte allerdings dessen verletzungsbedingte Absage, sodass der Australier Nick Kyrgios nun um den Titel in Wimbledon spielen wird. Sein Gegner ist entweder Novak Djokovic oder der Brite Carmeron Norrie (ab 15:45 Uhr im Live-Ticker auf sport.de).