Suche Heute Live
Bundesliga

Bleibt er, geht er oder streikt er sogar?

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Lewy-Dauerthema

07.07.2022 11:59

Die Zukunft von Robert Lewandowski bleibt weiter beherrschendes Thema beim FC Bayern. Urlaubsschnappschüsse zeigen den Weltfußballer immer wieder in Spanien. Liegt dort auch seine sportliche Zukunft? In Dauerschleife wird darüber spekuliert, ob der 33-Jährige zum FC Barcelona wechselt.

Erst einmal wird Robert Lewandowski aber in der kommenden Woche zurück im Training des FC Bayern erwartet, der ihn nicht ziehen lassen will. Jedenfalls nicht für die kolportierte Ablöse von 40 Millionen Euro. Spätestens am Transferschluss am 1. September wird die Frage geklärt sein.

Wie ist der Stand bei Robert Lewandowski?

Wirklich Neues gibt es seit Wochen nicht. Lewandowski will zu Barça, die Bayern-Bosse verweisen auf den Vertrag. "Wir freuen uns, wenn er am ersten Trainingstag bei uns auftaucht", sagte Vorstandschef Oliver Kahn zuletzt bei der Vorstellung von Neu-Star Sadio Mané. Spekulationen zufolge könnten Kahn & Co. ihre "Basta"-Aussage bei einem Angebot von über 50 Millionen Euro Ablöse überdenken. Barcelona will aber nicht viel mehr als 40 Millionen zahlen. Stand jetzt.

Wie ist die rechtliche Situation?

Der Vertrag des Münchner Spitzenverdieners Lewandowski ist bis zum 30. Juni 2023 datiert. "Mangels Ausstiegsklausel hat er diesen zu erfüllen, ohne Wenn und Aber", sagt der Münchner Sportrecht-Experte Thomas Summerer (62) der "Deutschen Presse-Agentur". "Eine Kündigung, etwa wegen 'fehlender Emotionen', ist natürlich genauso abwegig wie in anderen Arbeitsverhältnissen. Auch eine Berufung auf Artikel 17 des FIFA-Transfer-Reglements ist realitätsfern, da sich Lewandowski durch einen Vertragsbruch einem hohen Schadensersatzrisiko in Millionenhöhe aussetzen würde." Artikel 17 regelt die Folgen einer Vertragsauflösung ohne triftigen Grund.

Welche Möglichkeiten hat ein Spieler, einen Wechsel zu erzwingen - etwa durch einen Streik?

Zumindest rechtlich hat ein Streik keinen Vorteil für den Profi. "Verträge mit fester Laufzeit sind einzuhalten, das ist ein eherner Grundsatz im deutschen Recht. Deshalb kann kein Spieler einen Wechsel erzwingen, schon gar nicht durch einen Streik", sagte Summerer, Präsident der Deutschen Vereinigung für Sportrecht. "Erscheint er nicht zum Training oder verstößt er gegen Weisungen seines Trainers, drohen ihm Abmahnung und Gehaltskürzung. Spielt er absichtlich schlecht, schadet er sich selbst und seinem guten Ruf."

Lewandowski sagte, dass seine Geschichte beim FC Bayern vorbei sei. Muss sich das der Verein gefallen lassen?

"Diese Äußerung, die auch noch von seinem Berater wiederholt wurde, ist eine klare Grenzüberschreitung und die Androhung eines Vertragsbruchs", sagt Summerer. "Ein Verein kann in einem solchen Fall vom Spieler eine Unterlassungserklärung und ein Bekenntnis zur Vertragstreue fordern, notfalls auch in einem Eilverfahren vor dem Landgericht München. Darüber hinaus könnte der Verein gegen einen Verein, der den Spieler anlockt und zum Vertragsbruch verleitet, ein Anstellungsverbot gerichtlich durchsetzen." Rechtliche Schritte gegen Lewandowski sind nicht zu erwarten, aber dessen Aussagen gefallen den Bayern-Bossen sicher nicht.

Ist die Situation von Lewandowski mit der vor seinem Wechsel aus Dortmund zum FC Bayern vergleichbar?

Nicht wirklich, auch wenn es vertraglich ähnlich war. Lewandowski wollte damals ein Jahr vor dem Laufzeitende seines Kontrakts in Dortmund nach München, doch der BVB ließ ihn nicht. Dafür gab's mehr Gehalt für den Stürmer, der es mit Toren dankte und 2014 erstmals Bundesliga-Torschützenkönig wurde. Damals hatte er aber noch den Großteil seiner Karriere vor sich, jetzt geht es wohl um seinen letzten großen Vertrag. Da will der Pole sich nicht gedulden.

Wie beobachtet die Spielergewerkschaft die Situation?

Ulf Baranowsky, Geschäftsführer der Spielergewerkschaft VDV, warnt davor, "den Spielern den schwarzen Peter zuzuschieben, denn diese sind oft Spielball der wirtschaftlichen Interessen von Clubs und Spielervermittlern". Konkret zum Fall äußert er sich nicht, sondern eher grundsätzlich. "Öffentlichkeitswirksames Tauziehen um Transfers stellt keine neue Entwicklung dar und kann aufgrund der klaren Rechtslage mit einer gewissen Gelassenheit betrachtet werden. Es betrifft in der Regel auch nur Einzelfälle. Die meisten Transfers laufen geräuscharm ab", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Gibt es bekannte Profis, die einen Wechsel erzwungen haben?

Das prominenteste Beispiel der Bundesliga ist wohl Dortmunds Ousmane Dembélé, der im Sommer 2017 in den Trainingsstreik trat, um nach Barcelona zu wechseln. Letztlich durfte er für eine Rekordablöse gehen. Hakan Calhanoglu ließ sich 2014 beim Hamburger SV krankschreiben. Kaum bei Bayer Leverkusen angekommen, meldete er sich wieder fit. Immer wieder gibt es Ärger, aber solche Eskalationen sind selten. Lewandowski gilt bislang als Musterprofi, ein Streik seinerseits ist nicht zu erwarten.

2. Spieltag

  • Spielplan
  • Tabelle
12.08.2022 20:30
SC Freiburg
SC Freiburg
0
SC Freiburg
Borussia Dortmund
Dortmund
Borussia Dortmund
0
13.08.2022 15:30
Bayer Leverkusen
Leverkusen
0
Bayer Leverkusen
FC Augsburg
Augsburg
FC Augsburg
0
RB Leipzig
RB Leipzig
0
RB Leipzig
1. FC Köln
1.FC Köln
1. FC Köln
0
1899 Hoffenheim
Hoffenheim
0
1899 Hoffenheim
VfL Bochum
Bochum
VfL Bochum
0
Hertha BSC
Hertha BSC
0
Hertha BSC
Eintracht Frankfurt
Frankfurt
Eintracht Frankfurt
0
SV Werder Bremen
SV Werder
0
SV Werder Bremen
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
0
13.08.2022 18:30
FC Schalke 04
Schalke 04
0
FC Schalke 04
Bor. Mönchengladbach
M'gladbach
Bor. Mönchengladbach
0
14.08.2022 15:30
1. FSV Mainz 05
Mainz 05
0
1. FSV Mainz 05
1. FC Union Berlin
Union Berlin
1. FC Union Berlin
0
14.08.2022 17:30
FC Bayern München
FC Bayern
0
FC Bayern München
VfL Wolfsburg
Wolfsburg
VfL Wolfsburg
0
    #MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
    1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern11006:153
    2SC FreiburgSC FreiburgSC Freiburg11004:043
    31. FC Köln1. FC Köln1.FC Köln11003:123
    31. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin11003:123
    3Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach11003:123
    61. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 0511002:113
    7Borussia DortmundBorussia DortmundDortmund11001:013
    8VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg10102:201
    8SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder10102:201
    10RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig10101:101
    10VfB StuttgartVfB StuttgartVfB Stuttgart10101:101
    12VfL BochumVfL BochumBochum10011:2-10
    13Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen10010:1-10
    141899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheim10011:3-20
    14FC Schalke 04FC Schalke 04Schalke 0410011:3-20
    14Hertha BSCHertha BSCHertha BSC10011:3-20
    17FC AugsburgFC AugsburgAugsburg10010:4-40
    18Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurt10011:6-50
    • Champions League
    • Europa League
    • Europa Conference League Quali.
    • Relegation
    • Abstieg

    Torjäger 2022/2023

    #Spieler11mTore
    1FC Bayern MünchenJamal Musiala02
    1. FSV Mainz 05Karim Onisiwo02
    3VfB StuttgartNaouirou Ahamada01
    1. FC Union BerlinSheraldo Becker01
    Bor. MönchengladbachRamy Bensebaini01