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"Leider" Teil des Jobs

Russell prangert Hass von "Formel-1-Fans" an

06.07.2022 16:01
Russell schimpft über die Trolle, die im Internet Hass verbreiten
© IMAGO/HOCH ZWEI
Russell schimpft über die Trolle, die im Internet Hass verbreiten

In den sozialen Medien geht es manchmal nicht so sozial zu, wie der Name den Anschein macht. Unter Medienbeiträgen und auch Postings der Fahrer tummeln sich immer wieder Hasskommentare, Beleidigungen und hämische Bemerkungen. George Russell leidet darunter, sieht es aber mittlerweile als Teil seines Jobs als Formel-1-Fahrer an.

Der Sport erlebt auf der Welt aktuell einen Boom, jedoch polarisieren die Fahrer die Fanlager, die manchmal ungehalten über den Rivalen spotten - insbesondere in den Kommentarspalten auf beispielsweise Facebook, Twitter oder Instagram. Russell selbst wurde ohne erkennbaren Grund bei der Parade in Kanada ausgebuht.

"Wenn du die Leiter hochsteigst, gibt es viele positive Begleiterscheinungen, keinen Zweifel", so der neue Mercedes-Pilot. "Es gibt aber auch die Tiefen und da muss etwas getan werden. In Montreal hat jemand meinen Namen gerufen und mich ausgebuht. Es ist schon merkwürdig, wenn ein 35- bis 40-jähriger Mann mich ausbuht, ohne mich zu kennen."

Dabei wolle Russell allen Fans eine "gute Show" zeigen und jedem Menschen "nett" und "höflich" entgegentreten. "Es gibt Dinge, an die wir uns gewöhnen müssen. Wir müssen akzeptieren, dass wir aktuell in dieser Welt und Gesellschaft leben", sagt er. "Und dies ist ein weiteres Beispiel für etwas, das ausgemerzt werden muss."

Russell fragt sich, mit welchem Recht der Mann auf der Tribüne ihn ausbuhen dürfe. Er vergleicht es mit dem Fußball, wo die Spieler immer wieder Opfer von psychischer Gewalt seitens der Fans werden - manchmal sogar aus den eigenen Fanlagern. "Sie machen nur ihren Job und geben alles für ihre Karriere", sagt Russell. "Viele Leute erkennen das nicht an."

Für den Briten ist - auch nach den Kontroversen in Bezug auf die rassistischen Äußerungen von Yuri Vips und Nelson Piquet - die Ausgrenzung von Menschen ein Dorn im Auge. "Auch Rassismus sollten wir ausmerzen", sagt er. "Nicht nur im Motorsport, sondern auch in der Gesellschaft." Für Russell ganz wichtig: Die psychische Gewalt in den sozialen Medien müsse aufhören.

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