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McLaren-Pilot hat andere Ambitionen

Norris: "Vielleicht winke ich Russell einfach vorbei"

02.07.2022 21:24
Lando Norris wird vermutlich nicht gegen die Mercedes kämpfen
© IMAGO/Mark Sutton
Lando Norris wird vermutlich nicht gegen die Mercedes kämpfen

Lando Norris ist mit seinem sechsten Startplatz beim Formel-1-GP von Silverstone ziemlich zufrieden und glaubt nicht, dass er den Mercedes von George Russell lange hinter sich halten kann.

Mit dem sechsten Startplatz in Silverstone kann Lando Norris sehr gut leben: "Wir sind zufrieden. Wir sind sogar vor einem Mercedes - ein Auto, das deutlich schneller ist als wir. Und wir sind nicht weit weg von [Lewis] Hamilton", sagt der McLaren-Pilot nach dem durchaus gelungenen Qualifying.

Denn dass es für McLaren in Großbritannien so gut laufen würde, hatte der Brite nicht unbedingt erwartet: "Wir sind in einer ordentlichen Position, was etwas überraschend ist, weil wir als einziges Team keine Upgrades gebracht haben", sagt er. "Viele andere haben große Dinge. Dass wir hier sind, ist sehr gut für uns."

Dabei war Norris mit seiner letzten Runde eigentlich gar nicht zufrieden: "Ich habe ein paar Fehler gemacht. Das war nicht meine beste Leistung, aber gut genug", sagt er.

Denn die Bedingungen in Silverstone waren für alle Piloten ziemlich schwierig. "Es gibt ein paar Kurven, wenn du da nicht den richtigen Winkel mit den richtigen Umdrehungen und dem richtigen Speed hast, dann hast du Aquaplaning", so der Brite. "Wenn du eine Pfütze falsch erwischst, dann sind gute drei, vier Zehntel sofort weg. Das ist mir in der letzten Runde passiert."

Norris hat Angst vorm Abfliegen

Vor allem die schnelle Passage um Maggotts und Becketts sei am schwierigsten gewesen, weil es dort einige Wasserläufe und größere Pfützen gegeben habe. Speziell Pfützen, in denen man nicht mehr lenken kann, sind "dein schlimmster Albtraum", wie er sagt. "Denn wenn du sie falsch erwischst, kannst du ganz schnell abfliegen."

Hinzu kam, dass Norris taktisch gefahren ist und seine Reifen zu Beginn geschont hat, um am Ende noch einmal pushen zu können. "Es ist nie einfach, alles für die letzten Runden zu schonen, aber ich habe einen guten Job gemacht", lobt er sich selbst, "und ich denke, dass auch das Team einen guten Job gemacht hat, mir die richtigen Informationen zu geben."

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Der Lohn ist Platz sechs, den es für ihn im Rennen zu verteidigen gilt. "Ob wir das halten können, ist die Frage", sagt er und rechnet damit, dass zumindest George Russell hinter ihm schnell vorbeifliegen wird. "George werde ich wohl einfach durchwinken und ihm das Leben etwas einfacher machen."

Gegen den Rest erwartet er aber einen guten Kampf - vor allem gegen Fernando Alonso, der eine Position hinter ihm starten wird. "Ich denke, mit Fernando wird es gut. Das wird morgen mein Hauptziel sein."