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Schwarzer Zandvoort-Sonntag für Owega und Feller

30.06.2022 08:20
Zwei der Land-Audis erlebten einen schwarzen Sonntag
© MST
Zwei der Land-Audis erlebten einen schwarzen Sonntag

Das Land-Audi-Team verlässt Zandvoort als Tabellenführer des ADAC GT Masters 2022. Jusuf Owega hat mit Platz vier im Samstagsrennen die Gesamtführung übernommen. Das ist die große und erfreuliche Nachricht für die Mannschaft.

Doch am Sonntag erlebte man einen großen Rückschlag: Owega und sein Teamkollege, der amtierende Meister Ricardo Feller, konnten gar nicht erst am Rennen teilnehmen. Es war der Auftakt eines katastrophalen Sonntags für zwei der drei Land-Audis.

"Wir haben beim Warmlaufen schon festgestellt, dass es eine Unstimmigkeit gibt", sagt Teamchef Christian Land im Interview mit 'Nitro' zu den Problemen an der #29. "Dann sind die Audi-Jungs vorbeigekommen und wir haben mit unseren Ingenieuren reingeschaut. Wir haben einen fehlerhaften Drehzahlsensor am Getriebe festgestellt."

Audi #29: Sensor defekt, eine Verletzung, eine Verbrennung

Diesen Sensor wollte die Mannschaft nach einer langsamen Runde dann in der Startaufstellung austauschen. Eine fatale Entscheidung, wie sich herausstellen sollte, denn "dann ist natürlich das komplette Auto heiß", erklärt Land. Der Teamchef verletzte sich, und ein Mechaniker zog sich Verbrennungen an einer Hand zu.

"Es ist relativ schwierig, die Stelle zu erreichen. Wir haben die Schrauben gelöst, aber den Sensor leider nicht rausbekommen. Deshalb müssen wir leider aufgeben", so Land weiter. "Dass wir nicht starten konnten, war sehr schade", kommentiert Owega den Sonntag.

"Wir haben natürlich einen Blick auf die Gesamtwertung und wollten die Führung ausbauen. Dann tatenlos zusehen zu müssen war nicht einfach. Dem Team gilt dennoch ein riesiges Dankeschön, sie haben bis zur allerletzten Sekunde alles gegeben, das Problem zu beheben."

Audi #28 schon mehrfach vom Defektteufel heimgesucht

Für die Land-Truppe war es nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass man mit technischen Gebrechen kämpft. Ein Motorenproblem verhinderte schon am Spielberg-Sonntag eine Rennteilnahme der #28 (Haase/S. Owega). Im FT1 von Zandvoort und im FT2 von Spielberg setzte die #28 zudem wegen technischer Probleme keine Zeit.

Salman Owega und Christopher Haase erwischten auch am Zandvoort-Sonntag einen schwarzen Tag. Diesmal verpasste man das Boxenstoppfenster und kassierte dafür eine Stop-and-Go-Strafe von 30 Sekunden. Mit P15 sicherte sich das Duo zwar den letzten Punkt.

Doch aufgrund der vielen Zwischenfälle hat man ein solides Top-10-Ergebnis verschenkt. Vor der Strafe lagen Owega und Haase auf dem neunten Rang. Später platzten dann noch die Reifen am Rutronik-Audi von Luca Engstler und am T3-Lamborghini von Maximilian Paul. Diese zwei Positionen hätte man ohne Strafe höchstwahrscheinlich noch geerbt.

Jusuf Owega verlässt Zandvoort als Gesamtführender

Der einzige Land-Audi, für den es am Zandvoort-Sonntag gut lief, war das Titelverteidiger-Auto mit der #1. Christopher Mies stellte seinen Audi auf den sechsten Startplatz und übergab auch auf Platz sechs liegend an Tim Zimmermann. Der überholte den Car-Collection-Audi #69 via Strategie und erbte in der letzten Runde P4 vom Joos-Porsche #91.

Jusuf Owega führt zusammen mit dem Joos-Duo Christian Engelhart und Ayhancan Güven nun die Tabelle an. Das Trio hat nach sechs Rennen genau 70 Punkte auf dem Konto. Es hätte für Land auch noch schlimmer kommen können: Durch einen Getriebedefekt fiel das Porsche-Duo in der letzten Runde von der dritten auf die achte Position zurück.