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Roland Garros

Ausbruch bei den French Open

Cornet gesteht: Tennis-Stars verschwiegen Corona-Infektion

29.06.2022 11:22

Seit den positiven Corona-Fällen von Matteo Berrettini und Marin Cilic geht in Wimbledon die Angst vor dem Virus um. Die French Open hatten dieses Problem nicht. Dabei soll es auch in Paris einen Corona-Ausbruch unter den Aktiven gegeben haben. Dieser wurde laut Alizé Cornet allerdings bewusst verschwiegen.

Die französische Tennisspielerin Alizé Cornet hat mit brisanten Aussagen für Schlagzeilen gesorgt. In einem Interview mit der Sportzeitung "L'Équipe" behauptet die 32-Jährige, dass es in diesem Jahr bei den French Open einen Corona-Ausbruch gegeben hat, der von den Spielerinnen verheimlicht wurde.

"In Roland Garros gab es einen Covid-Ausbruch, aber keiner hat darüber gesprochen. In der Umkleide hat es jeder gehabt und wir haben nichts gesagt", gestand die Französin.

Laut Cornet waren sich die Aktiven darüber einig, dass die Presse nichts davon erfahren soll, denn das "hätte den ganzen See in Brand gesteckt".

In ihren Augen ist der Zeitpunkt gekommen, sich mit der bestehenden Corona-Gefahr abzufinden: "Wir haben den Preis gezahlt, waren eineinhalb Jahre in einer Blase, sind alle geimpft und jetzt ist es ok. [...] Covid ist Teil unseres Lebens, so ist es nunmal."

Es gebe Spielerinnen und Spieler, die es "am falschen Ort bekommen", deswegen entwickele sie aber keine Psychose, erklärte die Französin: "Wir haben unsere bittere Pille geschluckt und ich hoffe, dass es jetzt hinter uns liegt." 

"Wir wollten uns nicht selber testen"

Wen es bei den French Open in diesem Jahr erwischte, wollte Cornet nicht verraten. "Es gab ein paar Fälle und es war eine taktische Vereinbarung zwischen uns. Wir wollten uns nicht selber testen und in Schwierigkeiten geraten", verriet die 32-Jährige.

Nach dem Ausbruch in Paris habe sie gesehen, dass einige Spielerinnen wieder Masken getragen haben. "Vielleicht wussten sie, dass sie es haben und wollten es nicht weitergeben", spekulierte Cornet, die angesichts der Verschwiegenheit der Spielerinnen von einem "Gemeinschaftssinn" sprach. 

Das Interview der französischen Spitzenspielerin schlug schon am Dienstagabend hohe Wellen und wurde nicht nur in Fan-Kreisen heiß diskutiert. Die WTA und auch die French Open äußerten sich bis Mittwochmittag nicht zu den brisanten Aussagen.