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Wimbledon

Raducanu-Manager kontert Vorwürfe: "Millionen liegen lassen"

24.06.2022 11:08
Emma Raducanu hat ein schweres Jahr auf der WTA-Tour hinter sich
© IMAGO/Javier Garcia/Shutterstock
Emma Raducanu hat ein schweres Jahr auf der WTA-Tour hinter sich

Seit ihrem sensationellen US-Open-Sieg im vergangenen Jahr steht Tennis-Überfliegerin Emma Raducanu besonders im Blickpunkt. Weil es sportlich bei der 19-Jährigen nicht läuft, sie abseits des Platzes gleichzeitig aber dank gigantischer Sponsoren-Deals Millionen scheffelt, muss sich die Britin immer wieder scharfe Kritik gefallen lassen. Diese Kritik hat ihr Manager nun entschieden zurückgewiesen.

Ob Porsche, Dior, Tiffanys oder British Airways: Seit ihrem US-Open-Sieg im vergangenen Jahr reißen sich die namhaften Sponsoren um eine Zusammenarbeit mit Emma Raducanu.

Viele sehen genau darin auch die Erklärung für den sportlichen Sturzflug der jungen Britin, die seit ihrem Triumph in New York regelmäßig empfindliche Rückschläge erleidet. Der Vorwurf: Raducanu konzentriert sich mehr auf Foto-Shootings und Aufnahmen von Werbeclips statt auf den Sport. 

Der Manager der Teenagerin hat diesen Vorwurf nun zurückgewiesen und behauptet, sein Schützling habe sogar noch "zig Millionen Euro" auf dem Tisch liegen lassen. "Wir hätten 50 Tage mit Werbeshootings haben können", sagte Max Eisenbud im "The Sports Desk"-Podcast. Allerdings habe sich Raducanu selbst ein Maximum von "nur" 18 Werbe-Tagen pro Jahr auferlegt.

Die Türen für weitere Deals haben dabei sperrangelweit offen gestanden. "Ich habe noch nie eine solche Euphorie und so viel Firmen gesehen, die mit Emma nach den US Open ein Geschäft machen wollten", sprach Eisenbud von dem großen öffentlichen Interesse an seiner Klientin. 

Raducanu "ist hinterhergelaufen"

Er glaube nicht, dass die Sponsoren-Deals für die sportliche Talfahrt Raducanus verantwortlich sind, erklärte der Manager: "Ich denke, dass selbst bei null Drehtagen alles genauso gelaufen wäre. Wenn sie sich für ein Jahr eingesperrt hätte und das ganze Jahr über nichts [keine Shootings] gemacht hätte, wäre alles gleich gewesen."

Gleichzeitig gab der Manager aber auch zu, dass es natürlich ein "hartes Jahr" für die Teenagerin war, die lediglich in Stuttgart ins Viertelfinale einzog, bei allen anderen Turnieren sogar noch früher rausflog. "Ich glaube, sie hat einfach viel Pech gehabt. Und was ihr wirklich weh getan hat, war die Corona-Infektion und die dadurch behinderte Vorbereitung. Danach ist sie hinterhergelaufen", sagte Eisenbud.