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Budgetobergrenze erhitzt die Gemüter

Horner schlägt Alarm: F1-Entscheidung vor Gericht?

24.06.2022 09:24

Die Budgetobergrenze in der Formel 1 sorgt bei den Rennställen angesichts der gestiegenen Energie- und Frachtkosten für Sorgenfalten. Red-Bull-Teamchef Christian Horner schlägt deswegen nun Alarm.

"Die Art und Weise, wie wir die Autos entwerfen, liegt in unserer Kontrolle", sagte Horner bei "Sky" und ergänzte: "Du hast die Kontrolle über dein eigenes Schicksal."

Über die inflationären Kosten haben die Formel-1-Teams dagegen keine Kontrolle. "Das hat direkte Auswirkungen auf das Personal, auf Rohstoffe, auf Strom, auf Waren und auf gelieferte Teile", führte Horner an. Das sei "höhere Gewalt", mit der sich die FIA auseinandersetzen müsse, mahnte er.

Horner rechnet damit, dass sich nur weniger als 50 Prozent der Teams an die Budgetobergrenze halten können, das würde zahlreiche Strafen mit sich ziehen. 

"Wir wollen keine Meisterschaft, die vor Gericht entschieden wird", schlug Horner daher Alarm und nahm die FIA in die Pflicht: "Wir haben sechs Monate im Jahr Zeit, um uns darum zu kümmern, wir müssen jetzt handeln." Sollte es keine Anpassung geben, sind die Spitzenteams laut Horner gezwungen, zahlreiche Mitarbeiter zu entlassen. 

Nach der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine ist die Inflation in mehreren europäischen Ländern auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten gestiegen. Vor allem die gestiegenen Energie- und Transportkosten haben es den Spitzenteams der Formel 1 schwer gemacht, unter der aktuellen Budgetobergrenze von 141,2 Millionen Dollar zu bleiben, da die Budgets schon lange vor der Invasion Russlands in die Ukraine festgelegt wurden.

Budgetobergrenze spaltet die Formel 1

Teams wie Mercedes, Ferrari und Red Bull, die aktuell an der Budgetobergrenze operieren und in den Jahren vor dem Kostendeckel weit über dem derzeitigen Limit lagen, würden ohne drastische Maßnahmen zur weiteren Schrumpfung ihrer Teams einen Verstoß gegen die Vorschriften riskieren und drängen daher auf eine vorübergehende Anpassung, um den außerordentlichen Anstieg der Energie- und Transportkosten zu berücksichtigen.

Die Teams, die noch unter der Budgetobergrenze arbeiten, sind allerdings weniger daran interessiert, den Kostendeckel anzuheben und befürchten, dass eine Anhebung des Limits die Fortschritte zunichte machen würde, um das Feld näher zusammenzubringen.

Formel 1 2022

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GroßbritannienGroßbritannien GP01.07. - 03.07.
ÖsterreichÖsterreich GP08.07. - 10.07.
FrankreichFrankreich GP22.07. - 24.07.
UngarnUngarn GP29.07. - 31.07.
BelgienBelgien GP26.08. - 28.08.
NiederlandeNiederlande GP02.09. - 04.09.
ItalienItalien GP09.09. - 11.09.
SingapurSingapur GP30.09. - 02.10.
JapanJapan GP07.10. - 09.10.
USAUSA GP21.10. - 23.10.
MexikoMexiko GP28.10. - 30.10.
BrasilienBrasilien GP11.11. - 13.11.
VA EmirateAbu Dhabi GP18.11. - 20.11.