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"Zuverlässigkeit ist sicherlich ein wichtiger Faktor ..."

Causa Motorwechsel: Binotto widerspricht Leclerc

23.06.2022 09:55
Ferrari setzt auf Zuverlässigkeit
© IMAGO/HOCH ZWEI
Ferrari setzt auf Zuverlässigkeit

Charles Leclerc hatte am Freitag in Kanada noch behauptet, dass eine Entscheidung über den Motorenwechsel noch nicht gefallen sei, doch Mattia Binotto widerspricht nun dem Formel-1-Star.

Mattia Binotto sagt, dass Ferrari schon sehr schnell nach Baku entschieden habe, dass an Charles Leclercs Auto Motorenteile gewechselt werden und er somit in Kanada von ganz hinten ins Rennen gehen würde: "Das war ihm schon seit vielen Tagen bewusst. Er hatte also Zeit, das zu verdauen und sich auf das Rennwochenende vorzubereiten", so der Teamchef.

Diese Aussagen sind insofern kurios, als dass Leclerc selbst noch in Montreal das Gegenteil behauptet hatte: "Bisher ist keine Entscheidung getroffen worden", sagte er noch in der Pressekonferenz am Freitag vor dem Training.

Doch Binotto sagt: "Er wusste, dass er vom Ende des Feldes aus starten würde. Selbst seine Programme am Freitag und Samstag waren auf Runs mit viel Benzin ausgelegt, einfach um sicherzugehen, dass er für das Rennen vorbereitet ist", so der Italiener.

Dort hatte es der Ferrari-Pilot aus der letzten Startreihe auf Platz fünf geschafft und damit "Schadensbegrenzung" betrieben. "Fünfter ist trotzdem ein gutes Ergebnis, und jetzt hat er frische Power-Units für die kommenden Rennen", so Binotto.

"Die vier Rennen bis zur Sommerpause werden sehr wichtig für ihn. Er kann angreifen und versuchen, so viele Punkte wie möglich aufzuholen."

Leclerc: Entscheiden Motorenstrafen die WM?

Leclerc hat seit dem dritten Saisonrennen in Australien nicht mehr gewonnen und liegt mittlerweile schon 49 Zähler hinter WM-Spitzenreiter Max Verstappen. Knackpunkt dafür war in den vergangenen Wochen vor allem die Zuverlässigkeit: In Barcelona und Baku schied er mit technischen Defekten vorzeitig aus, in Montreal musste er nach dem Motortausch von ganz hinten starten.

Das bringt Leclerc aber auch für die restlichen Rennen in Bedrängnis. Denn bei jedem neuen Motor oder Turbolader und bei einer neuen MGU-H, MGU-K und Steuerelektronik gibt es eine weitere Strafe. Max Verstappen ist hingegen bei noch keinem einzigen Element am erlaubten Limit angekommen .

"Zuverlässigkeit ist sicherlich ein wichtiger Faktor, genau wie Performance", sagt Binotto. "Unsere Power-Unit ist ein komplett neues Design, und das Problem ist, dass es ein junges Projekt ist", sagt der Italiener.

"Hinzu kommen Einschränkungen auf den Prüfständen, die es in der Vergangenheit nicht gab. Du kannst also nicht mehr so viel auf den Prüfständen laufen lassen", so Binotto. "Wir sind eingeschränkt, und das macht die Übung nicht leichter. Ich weiß aber nicht, was Red Bull für Probleme hat, von daher kann ich es für sie nicht einschätzen."

Formel 1 2022

BahrainBahrain GP18.03. - 20.03.
Saudi-ArabienSaudi-Arabien GP25.03. - 27.03.
AustralienAustralien GP08.04. - 10.04.
ItalienImola GP22.04. - 24.04.
USAMiami GP06.05. - 08.05.
SpanienSpanien GP20.05. - 22.05.
MonacoMonaco GP26.05. - 29.05.
AserbaidschanAserbaidschan GP10.06. - 12.06.
KanadaKanada GP17.06. - 19.06.
GroßbritannienGroßbritannien GP01.07. - 03.07.
ÖsterreichÖsterreich GP08.07. - 10.07.
FrankreichFrankreich GP22.07. - 24.07.
UngarnUngarn GP29.07. - 31.07.
BelgienBelgien GP26.08. - 28.08.
NiederlandeNiederlande GP02.09. - 04.09.
ItalienItalien GP09.09. - 11.09.
SingapurSingapur GP30.09. - 02.10.
JapanJapan GP07.10. - 09.10.
USAUSA GP21.10. - 23.10.
MexikoMexiko GP28.10. - 30.10.
BrasilienBrasilien GP11.11. - 13.11.
VA EmirateAbu Dhabi GP18.11. - 20.11.