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"Er hat es nicht in sich"

Rosberg: Ferrari-Star hat nicht das Zeug zum Weltmeister

23.06.2022 11:30

Der frühere Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg glaubt nicht, dass Ferrari-Pilot Carlos Sainz in naher Zukunft den WM-Titel in der Königsklasse des Motorsports gewinnen kann, obwohl er mit der Scuderia derzeit theoretisch so gute Chancen hat, wie lange nicht mehr.

Noch hat Carlos Sainz keinen Sieg in der Formel 1 eingefahren. Im letzten Jahr wurde er zwar WM-Fünfter und landete in Monaco sogar auf Platz zwei, mehr war für den Ferrari-Fahrer allerdings nicht drin. 2022 sieht es etwas anders aus.

Die erstarke Scuderia hat mit dem F1-75 ein äußerst potentes Auto konstruiert, das das Potenzial für große Erfolge und Siege hat. Noch hat Sainz einen solchen aber weiterhin nicht erreicht. Aber: Immerhin drei zweite Plätze stehen in der laufenden Saison zu Buche, der letzte davon am vergangenen Wochenende in Kanada, wo der 27-Jährige weniger als eine Sekunde hinter Grand-Prix-Sieger Max Verstappen landete.

Dass Sainz es in diesem Jahr mit dem amtierenden Champion aufnehmen kann, glaubt Ex-Weltmeister Nico Rosberg, der sich den Titel 2016 sicherte, nicht. "Er hat es in sich, ein guter, anständiger Fahrer bei Ferrari zu sein", sagte der Deutsche bei "Sky Sports", "aber im Moment hat er es nicht in sich, Weltmeister werden zu können."

Sainz' Teamkollege Charles Leclerc sei bereits ein Stück weiter. "Wenn es um die Performance geht, hat Leclerc ihn bisher in jedem Rennen geschlagen", analysierte Rosberg mit Blick auf die Grands Prix, wo beide Fahrer ins Ziel kamen.

Rosberg: Sainz braucht noch Zeit

Der Spanier müsse "sich noch ein wenig weiterentwickeln, um auf eine Stufe mit Leclerc zu rücken", legte Rosberg den Finger in die Wunde. Sainz sei "immer noch ein Stück weit weg" vom Monegassen. 


Das sei mit Blick auf das letzte Jahr, wo Sainz wie erwähnt WM-Fünfter wurde (164,5 Punkte) und damit zwei Plätze vor Leclerc landete, der die Saison 2021 als Siebter abschloss (159 Punkte), etwas überraschend, fügte der deutsche Formel-1-Experte an. "Aber klar, das Auto ist ganz anders und offenbar braucht Sainz noch Zeit, um es in den Griff zu bekommen."

Doch auch für Leclerc dürfte es schwer werden, an Verstappen heranzukommen, wenn es nach Rosberg geht. "Das waren jetzt einige sehr imposante Rennen von Max", lobte der Deutsche. "Er fährt so selbstbewusst und auf beeindruckend hohem Niveau."

Verstappen führt die Fahrer-WM derzeit mit 175 Punkten vor Red-Bull-Teamkollege Sergio Pérez (129) an. Dahinter liegt Leclerc mit 126 Zählern auf Rang drei, gefolgt von George Russell (Mercedes, 111) und Sainz (102), der allerdings aufgrund von Fahrfehlern und defekten gleich drei Rennen nicht beenden konnte.