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"Wir sind einfach viel zu weit weg"

Latifi beschwert sich über langsamen Williams

22.06.2022 12:31
Nicholas Latifi kommt in dieser Saison nicht in Tritt
© MST
Nicholas Latifi kommt in dieser Saison nicht in Tritt

Eines kann man Nicholas Latifi nicht vorwerfen: dass er keine Konstanz hätte. Leider hat ihn diese Konstanz bislang in jedem Rennen nur auf die Plätze 14, 15 und 16 gebracht - und im Qualifying landete der Williams-Pilot bislang immer auf Platz 18, 19 oder 20 .

Gegen seinen Teamkollegen Alexander Albon sieht Latifi in dieser Saison keinen Stich: Jeweils 2:7 steht es in Qualifying und Rennen aus Sicht des Kanadiers, was sogar noch recht schmeichelhaft ist. Denn seine zwei Erfolge im Qualifying kamen in Melbourne, wo der eigentlich schnellere Albon disqualifiziert wurde, und Imola, wo die Bremse des Thailänders in Q1 explodiert war.

Auch an seinem Heimspiel in Kanada hatte Latifi wenig Freude: "Es gab nicht wirklich etwas, das Spaß gemacht hat", hadert er. "Uns fehlt einfach so viel Pace, egal ob mit viel Sprit, wenig Sprit, wenn die Reifen in einem guten Fenster sind - wir sind einfach viel zu weit weg", so der Williams-Pilot, der keine Antwort auf seine Probleme hat.

Latifi: Albons Auto kann andere Dinge als meins

"Wir müssen schauen, ob wir irgendetwas finden. Es muss irgendetwas Grundlegendes sein, weil es keine Situation oder Bedingung auf der Strecke gibt, wo ich das Gefühl habe, dass die Pace gegenüber unserer Konkurrenz da ist - selbst wenn sie nicht Vollgas fahren", hadert er.

Das sei für ihn keine Frage des Fahrstils: "Vielleicht war das zu Saisonbeginn ein Teil davon und könnte heute immer noch zum Delta beitragen, aber für mich geht das einfach weit darüber hinaus", sagt Latifi und sieht sich selbst gegen Teamkollege Alexander Albon deutlich gehandicapt.

"Es gibt Situationen, in denen ich einfach nicht das Gefühl habe, dass mein Auto das kann, was ich bei ihm in den Daten sehe", so der Kanadier. "Das ist kein schönes Gefühl und etwas verwunderlich."

Albon: "Hatten lange kein Update"

Die großen Schwierigkeiten seines Teamkollegen hat Albon nicht, doch natürlich weiß auch der frühere Red-Bull-Fahrer, dass Williams zur Konkurrenz einiges fehlt. Er versucht sich in einer Erklärung: "Zuerst einmal hatten alle anderen Upgrades, und wir hatten schon lange kein großes Update mehr", sagt er. "Das ist die eine Sache."

Zum anderen habe das Team Schwächen bei der Balance, die sich nicht so einfach beheben lassen - auch nicht mit Updates. "Das meiste hängt vor allem mit dem Kurvenverhalten des Autos zusammen", sagt Albon und hofft, dass Williams dieses Problem lösen kann und das Auto in ein besseres Fenster bringt. "Bis dahin wird es schwierig."

In Silverstone könnte Williams jedoch ein paar neue Teile bringen - hofft Albon zumindest. "Und wenn nicht, dann müssen wir einfach abwarten."

Williams liegt mit drei Punkten auf dem letzten Platz der Konstrukteurswertung, zwölf Punkte hinter Haas. Latifi ist neben Mick Schumacher der einzige Stammfahrer, der noch keinen Punkt geholt hat.

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