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Weltmeister-Team hatte die größten Probleme

Mercedes glaubt: Haben "Porpoising" jetzt ausgemerzt

22.06.2022 10:19
Lewis Hamilton hatte während des Grand Prix von Kanada keine Probleme mit dem "Bouncing"
© unknown
Lewis Hamilton hatte während des Grand Prix von Kanada keine Probleme mit dem "Bouncing"

Mercedes glaubt, das "Bouncing" des W13 gelöst zu haben, während die aktuellen Probleme daher rühren, dass Auto tief und steif fahren zu müssen. Die Silberpfeile hatten einen schwierigen Start in die Saison 2022, da der W13 sowohl unter dem "Porpoising" als auch dem "Bottoming" litt.

Das Phänomen war so schlimm, dass die Beschwerden über körperliche Schmerzen von George Russell und Lewis Hamilton die FIA veranlassten, einzugreifen, um die Situation zu verbessern. Vor dem Rennwochenende wurde vom Automobil-Weltverband eine technische Direktive diesbezüglich herausgegeben.

Obwohl das Rennwochenende in Montreal mit den Plätzen drei und vier ein ermutigendes Zeichen für das Mercedes-Team war, blieb Teamchef Toto Wolff dennoch pessimistisch. "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer", sagte er nach dem wahrscheinlich besten Auftritt seines Teams in dieser Saison.

Wolff: "Autos sind einfach zu steif"

Zwar habe man das Problem des "Porpoisings" laut Wolff ausgemerzt, jedoch kämpfe man nun mit der allgemeinen Steifheit der Ground-Effekt-Autos. Mercedes ist gezwungen, ein extrem steifes Set-up mit einer geringen Bodenfreiheit zu wählen, um das Auto richtig zum Laufen zu bringen. Jedoch besteht das Problem nun darin, dass das Auto stark auf den Boden aufschlägt, wenn die Strecke holprig ist.

"Ich denke, wir haben das, was wir als 'Porpoising' oder 'Bouncing' definieren, in gewisser Weise seziert. Ich denke, dass das 'Porpoising', also die aerodynamische Bewegung des Autos, gelöst ist, was wir in Barcelona in den Griff bekommen haben", erklärt er.

"Es ist eher das Fahrverhalten der Autos, das die Kommentare der Fahrer hervorruft. Die Autos sind einfach alle zu steif. Das Fahrverhalten auf den Randsteinen und Bodenwellen ist schlecht und ich würde sagen, dass man dieses Problem jetzt besser in den Griff bekommen kann, wenn man es seziert."

Auch Konkurrenz leidet unter Steifigkeit

Wolff ist der Meinung, dass die Fortschritte, die Mercedes in Bezug auf das "Porpoising" gemacht hat, das Auto nun in ein ähnliches Set-up-Fenster wie die Konkurrenten gebracht hat, die ebenfalls unter der Steifigkeit zu leiden scheinen.

"Was wir bei den Autos sehen, ist einfach die Steifigkeit", sagt er. "Wenn man sich einige Slow Motions der beiden führenden Autos und der Alpines anschaut, sieht man, dass sie sehr hart über den Randstein abprallen."

"Das ist es, worüber sich die Fahrer beschwert haben: Die Steifigkeit des Autos. Das ist etwas, das wir uns ansehen müssen, also wie wir den Aufprall reduzieren können. Und natürlich ist es umso besser, je glatter die Strecke ist. Je niedriger die Randsteine sind, desto weniger sehen wir dieses Phänomen."

Woran es Mercedes noch fehlt

Kanada zeigte erneut auf, dass Mercedes noch immer mehr Performance aus dem Auto herausholen muss. Laut dem Mercedes-Teamchef liegt der Schlüssel zum Fortschritt darin, dem Auto bei unterschiedlichen Fahrhöhen mehr Pace zu entlocken.

"Ich denke, wir müssen einfach mehr Last ins Auto bringen, mehr Abtrieb und das mit einem Auto, das nicht so tief auf dem Boden liegt, wie wir es erwartet haben. Es gibt eine klare Richtung: Man sieht, dass die Autos höher gestellt werden. Und das ist der Punkt, an dem wir die Leistung finden müssen", so Wolff.

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