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Johannes Thingnes Bö begrüßt Anpassung der Punkte

Norwegens Biathlon-Star sieht "Gefahr" in IBU-Reform

22.06.2022 10:42

Der Biathlon-Weltverband IBU hat weitreichende Regeländerungen beschlossen. Wie kommt die Reform bei den Athletinnen und Athleten an? Norwegens Superstar Johannes Thingnes Bö begrüßt Teile der Beschlüsse, übte aber zugleich auch Kritik.

Wie die IBU nach einer Sitzung ihres Exekutivkomitees in Salzburg am Dienstag mitteilen ließ, fließen die Ergebnisse bei Weltmeisterschaften künftig nicht mehr in die Weltcup-Gesamtwertung ein. Eine Änderung, die bei Biathlon-Ass Thingnes Bö nicht gut ankommt.

"Wenn bei den Weltmeisterschaften keine Punkte vergeben werden, besteht die Gefahr, dass die Leute nicht mehr so mitfiebern wie früher", kommentierte er die Änderung bei "TV2". Auch für die Sportler gäbe es dadurch einen Unterschied: "Früher gab es immer Punkte, um die man im Schlusssprint kämpfen musste."

Ebenfalls unglücklich zeigte sich der fünffache Olympiasieger darüber, dass es ab der anstehenden Saison im Weltcup keine Streichresultate mehr geben wird. Damit werden im Kampf um die große Kristallkugel alle Rennen berücksichtigt.

Positiv bewertete der 29-Jährige allerdings die daraus resultierende Anpassung des Punktesystems für die Gesamtwertung und die Disziplin-Weltcups. 

Biathlon-Star begrüßt Punkteanpassung

Um Athleten, die Wettbewerbe krankheitsbedingt verpassen, nicht zu benachteiligen, wird das Punktesystem für die Gesamtwertung und in den Disziplin-Weltcups angepasst. Der Sieger eines Rennens erhält nun 90 Punkte (bisher 60), während sein Verfolger 75 Punkte (bisher 54) bekommt.

"Das ist sehr gut, weil der Sieger nun 45 Punkte mehr bekommt als der Fünftplatzierte. Zuvor war dies der Unterschied zwischen Platz eins und 25. Deshalb ist es jetzt extrem wichtig, gut abzuschneiden", führte Bö aus. 

Eine weitere Änderung zur neuen Saison besteht bei den Preisgeldern im Weltcup und im zweitklassigen IBU-Cup. Bis 2024 wird die Zahl der prämierten Athleten erhöht. In einem zweiten Schritt sollen die Spitzen-Biathleten bis 2026 höhere Preisgelder bekommen.