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BVB-Stürmersuche wohl abgeschlossen

Warum Sébastien Haller nicht der neue Haaland ist

23.06.2022 11:31

Sébastien Haller hat das Stürmer-Casting bei Borussia Dortmund gewonnen. Der Wechsel des Torjägers von Ajax Amsterdam zum BVB soll unmittelbar bevorstehen. Ein neuer Erling Haaland ist der frühere Profi von Eintracht Frankfurt aber nicht.

Offiziell ist der Wechsel von Sébastien Haller zu Borussia Dortmund noch nicht. Bereits am Donnerstag könnte der BVB jedoch Vollzug melden. Vorausgesetzt, es gibt keine bösen Überraschungen beim Medizin-Check.

Die Rahmendaten des Deals sind bereits durchgesickert: 31 Millionen Euro zuzüglich mögliche Bonuszahlungen lassen sich die Borussen angeblich ihren Wunschstürmer kosten.

Entgegen erster Meldungen steigt Haller beim BVB wohl nicht zu einem der absoluten Top-Verdiener auf. Bei rund acht Millionen Euro soll sich sein Jahresgehalt laut "Sport1" und "Sky" einpendeln.

Dennoch kostet der Haller-Transfer den BVB unter dem Strich deutlich mehr als 60 Millionen Euro. Dass die Erwartungen an den Nachfolger von Erling Haaland riesig sind, ist allein schon aufgrund dieser Summe klar.

Klar ist aber auch, dass Haller, der am Mittwoch seinen 28. Geburtstag feierte, kein Eins-zu-Eins-Ersatz für den jungen Norweger ist.

BVB: Das unterscheidet Erling Haaland und Sébastien Haller

Während Haaland seine Stärken im Umschalt- und Konterspiel hat, ist Haller ein echter Strafraumstürmer. Keinen seiner 47 Treffer für Ajax (in 65 Partien) erzielte er von außerhalb des Sechzehners.

Haalands Schnelligkeit hat er nicht, dafür eine noch beeindruckendere körperliche Präsenz im Zentrum als sein Vorgänger.

Physisch ist Haller darüber hinaus robuster als Haaland. Laut transfermarkt.de verpasste der verletzungsanfällige 21-Jährige in der abgelaufenen Saison 16 Pflichtspiele des BVB aufgrund von kleineren oder größeren Blessuren.

Haller musste bei Ajax 2021/22 nur in einem Spiel aus gesundheitlichen Gründen passen. Insgesamt ist die Anzahl der Einträge in seiner Krankenakte übersichtlich.

Ein Typ wie BVB-Ikone Jan Koller

Das ballbesitzorientierte Spiel des BVB kennt Haller aus seiner Zeit bei Ajax aus dem Effeff. In der niederländischen Liga dominierte der Rekordmeister nahezu jedes Spiel.

Neben eigener Torgefahr überzeugte der zukünftige Dortmunder auch mit seinen technischen Fähigkeiten und dem Vermögen, Bälle festzumachen und für nachrückende Spieler abzulegen.

Haller ist damit vielmehr ein klassischer Wandspieler in der Tradition von BVB-Ikone Jan Koller als ein zweiter Haaland.

Spieler wie Reus, Donyell Malen oder Neuzugang Karim Adeyemi könnten extrem von seinen Fähigkeiten profitieren.

Weniger Tore, dafür mehr Zweikämpfe

Ein Daten-Vergleich fördert weitere Unterschiede zwischen Haaland und seinem Nachfolger zu Tage.

Die Torquote des künftigen ManCity-Stars erreicht Haller nicht. Auch nicht dessen Kaltschnäuzigkeit: 78 Prozent seiner Großchancen nutzte Haaland in der letzten Spielzeit, Haller bei Ajax nur 45 Prozent. 


Haller spielt jedoch mannschaftsdienlicher, das zeigt die Anzahl seiner Torschussvorlagen, und rackert mehr für das Team.

Im Vergleich zu Haaland führt Haller auf 90 Minuten gerechnet doppelt so viele Zweikämpfe. 54 Prozent der Duelle gewinnt er - ein starker Wert für einen Stürmer. Haaland kommt nur auf 49 Prozent.

Obwohl er fünf Zentimeter kleiner ist als der 1,95-Meter-Hüne Haaland, ist Haller in der Luft stärker. 64 Prozent seiner Kopfballduelle entscheidet er für sich.

Abkehr von der traditionellen BVB-Transferpolitik

Hallers Verpflichtung ist für den BVB eine Abkehr von der traditionellen Transferpolitik.

Der neue Angreifer ist kein Supertalent, das sich im schwarz-gelben Trikot ins Schaufenster stellen will, sondern ein gestandener Profi. Einer, der in seiner Karriere auch bereits Höhen und Tiefen erlebt hat, wie etwa die enttäuschende Zeit bei West Ham United in der Premier League.

Haller kennt außerdem die Bundesliga. Von 2017 bis 2019 verzeichnete er für Eintracht Frankfurt in 60 Partien im deutschen Oberhaus immerhin 24 Tore und 13 Vorlagen.

Einen Rekord eines gewissen Erling Haaland knackte Haller übrigens in der vergangenen Champions-League-Saison: Nur sechs Spiele brauchte der zukünftige Dortmunder für seine ersten zehn Tore in der Königsklasse. Haaland hatte zuvor sieben benötigt.

Lars Wiedemann

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