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Köhler blickt positiv auf sein GT-Masters-Debüt

20.06.2022 15:17
Leon Köhler gab sein GT-Masters-Debüt
© IMAGO/Eibner/Memmler
Leon Köhler gab sein GT-Masters-Debüt

Leon Köhler hat den nächsten Karriereschritt geschafft: Beim ADAC GT Masters in Spielberg pilotierte der junge Deutsche erstmals den Porsche 911 GT3 R an einem Rennwochenende. Köhler bildete zusammen mit Jaxon Evans das Duo bei ID Racing.

"Ich muss sagen, dass ich es mir schlimmer vorgestellt habe. Es war das erste Mal überhaupt in diesem Jahr, dass ich im Rennauto gesessen habe", sagt Köhler, der bislang im Porsche-Carrera-Cup unterwegs war, im Gespräch mit "Motorsport-Total.com".

"Natürlich habe ich mir kurz vor der ersten Sitzung schon Gedanken gemacht. Aber es ging eigentlich recht schnell. Ich habe mich ins Auto gesetzt und mich gleich wohlgefühlt, als wäre ich nie etwas anderes gefahren." Dennoch verlangt der GT3-Porsche einen anderen Fahrstil, als sein Cup-Pendant. Darüber hatte auch schon Ayhancan Güven gesprochen.

"Das Auto ist und bleibt schwierig. Da kann man viel mitnehmen", meint Köhler zum Cup-Porsche, der nicht über ABS und Traktionskontrolle verfügt. "Daher fiel mir der Umstieg in den GT3 R vergleichsweise leicht. Das soll natürlich nicht heißen, dass es einfach ist. Wenn man um die letzten Zehntel kämpft, wird es schon wieder schwierig."

"Das Auto hat super zu mir gepasst"

In den beiden Rennen kämpften Köhler und Evans um die Punkteränge. In Lauf 1 am Samstag nahmen sie als 15. Sogar einen Zähler mit, während sie am Sonntag als 16. Knapp den Sprung in die Punkteränge verpassten.

"Es war mega. Ich habe mich echt wohlgefühlt und das Auto hat super zu mir gepasst. Ich habe Spaß gehabt und versucht, jede Runde etwas mitzunehmen und etwas zu lernen. Das war auch erfolgreich, ich habe fast jede Runde etwas lernen können. Darauf möchte ich aufbauen und mich im GT3 immer weiter steigern", blickt Köhler auf den Samstag zurück.

Dort bestritt er den Startstint im ID-Porsche #44. Am Sonntag übernahm er beim Stopp das Steuer von Teamkollege Evans und brachte das Fahrzeug über die Ziellinie. An Fahrerwechsel war Köhler durch seine Einsätze in den Porsche-Cups bisher nicht gewöhnt.

"Ich freue mich, wenn ich im ADAC GT Masters fahren darf"

Daher lief hier noch nicht alles glatt für ihn: "Da gibt es ja gewisse Regeln - zum Beispiel, dass man mit dem Losfahren etwas warten muss. Da habe ich etwas Zeit liegen gelassen. Wir reden da von ungefähr einer Sekunde, was aber im ADAC GT Masters sehr viel ist."

"Aber man lernt es mit der Zeit. Wenn man zum ersten Mal ADAC GT Masters fährt, will man keinen Fehler machen. Lieber eine Sekunde verlieren, als eine Sekunde zu früh dran sein und eine Zeitstrafe zu kriegen. Deshalb war ich da noch etwas vorsichtig."

Vorerst hat Köhler allerdings keine Chance, das in Spielberg Gelernte in die Tat umzusetzen. Der Einsatz in der Steiermark bleibt vorerst der einzige für ihn in der Deutschen GT-Meisterschaft. Der Fokus liegt in den kommenden Wochen erst einmal auf der Nürburgring-Nordschleife. "Darauf freue ich mich sehr", gibt der junge Deutsche zu.

"Aber wir werden sehen, ob sich etwas ergeben wird. Es kann sein, dass ich das eine oder andere Rennen nochmal auftauchen werde. Ich freue mich, wenn ich im ADAC GT Masters fahren darf. Wenn sich etwas ergibt, bin ich auf jeden Fall dabei", schließt Köhler ab.

Red Bull Ring 2022

1Krütten/Green1:02:41.074h
2Krohn/Catsburg+4.712s
3Engelhart/Güven+5.410s
4Müller/Sturm+6.479s
5Owega/Vanthoor+12.202s
6Schram./Marsch.+13.127s
7Junca./Marsch.+13.624s
8Costa/Aitken+13.929s
9Lind/Klien+17.167s
10Niederha./Engs.+18.089s