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ATP 500 Halle

Medvedev im Finale von Halle deklassiert - Zoff mit Trainer

19.06.2022 16:27
Nächste bittere Niederlage für Tennis-Superstar Daniil Medvedev
© IMAGO/Mathias Schulz
Nächste bittere Niederlage für Tennis-Superstar Daniil Medvedev

Zweites Rasenfinale, zweite klare Niederlage: Der Tennis-Weltranglistenerste Daniil Medvedev hat den Titel in Halle/Westfalen verpasst.

Der Russe, der im Halbfinale am Samstag Oscar Otte bezwungen hatte, unterlag Hubert Hurkacz (Polen) chancenlos mit 1:6, 4:6.

Bereits am vergangenen Sonntag hatte Medvedev im niederländischen 's-Hertogenbosch im Endspiel deutlich verloren.

Medvedev bat die Zuschauer in Halle im Anschluss um Entschuldigung dafür, dass er "dieses Match nicht länger und interessanter" gestalten konnte.

Für Hurkacz war es der fünfte Titel der Karriere und der erste auf Rasen. Dort fühlt sich der 25-Jährige ausgesprochen wohl, im vergangenen Jahr hatte er das Halbfinale in Wimbledon erreicht. In Halle schlug er im Halbfinale den starken Australier Nick Kyrgios in drei Sätzen und deklassierte Medwedew in 63 Minuten.

"Medvedev ist der beste Spieler der Welt, gegen ihn ist es immer sehr schwer zu spielen", sagte Hurkacz, der seinen ersten Titel in dieser Saison feierte und mit "viel Selbstvertrauen" zum Höhepunkt der Rasensaison nach London aufbricht.

Trainer-Zoff bei Daniil Medvedev

Der Frust bei der Nummer eins der Welt war so groß, dass sie sich ein Wortgefecht nach dem desaströsen ersten Satz mit Trainer Gilles Cervara lieferte. Der Franzose verließ daraufhin seinen Platz und verschwand in den Katakomben der OWL-Arena.

In Wimbledon (ab 27. Juni) dürfte mit Hurkacz wieder zu rechnen sein, während Medvedev pausieren muss.

Wie alle anderen russischen und belarussischen Spieler und Spielerinnen ist der 26-Jährige wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine vom All England Club ausgeschlossen worden. Medvedev muss sich somit in der Rasensaison auf die kleineren Turniere konzentrieren.

Nächste überraschende Pleite für Daniil Medvedev

In 's-Hertogenbosch hatte er überraschend im Finale gegen den niederländischen Außenseiter Tim van Rijthoven verloren, in Halle hatte er den Titel nach dem 7:6 (7:3), 6:3 gegen Otte wieder vor Augen.

Die nächste Chance bekommt Medvedev in der kommenden Woche auf Mallorca.

Um seine Führung im Ranking muss er vorerst nicht bangen: Sein erster Verfolger Alexander Zverev ist verletzt, zudem werden in Wimbledon in diesem Jahr keine Weltranglistenpunkte vergeben.