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"Im Motorsport ticken die Uhren anders"

Toto Wolff verkündet WM-Kehrtwende bei Mercedes

23.05.2022 16:08

Mercedes hat seinen Aufwärtstrend beim Großen Preis von Spanien in Barcelona bestätigt und war neben Red Bull der große Gewinner des Formel-1-Wochenendes. Plötzlich ist im Lager der Silberpfeile sogar wieder vom Titel die Rede. 

Obwohl Mercedes in der laufenden Saison nach Red Bull und Ferrari nur die dritte Kraft ist, haben die Silberpfeile ihre Ziele nach dem Großen Preis von Spanien wieder nach oben korrigiert.

Die Plätze drei und fünf von George Russell und Lewis Hamilton sowie die gute Pace des W13 veranlassten Teamchef Toto Wolff nach dem Rennen zu einigen forschen Aussagen. 

"Können wir um die Weltmeisterschaft kämpfen? Darauf könnt ihr wetten", gab sich Wolff am "Sky Sports"-Mikrofon selbstbewusst. Das Team habe genügend Gründe, an dieses Ziel zu glauben, ergänzte der Österreicher, der sich damit auf den erkennbaren Aufwärtstrend seines Teams bezog.

Mercedes diesmal aus eigener Kraft stark

Schon im Training in Miami waren die Silberpfeile überraschend schnell unterwegs. In Barcelona setzten sie diesen Speed dann auch im Rennen um.

Während Russell und Hamilton bei ihren guten Resultaten in Bahrain (P4 und P3) und Melbourne (P3 und P4) vor allem vom Pech der Konkurrenz profitierten, holte Mercedes in Barcelona aus eigener Kraft die Plätze drei und fünf - der Beginn einer Kehrtwende? Möglich, glaubt Wolff.

Hoffen auf Patzer der Formel-1-Konkurrenz

Der Weg an die Spitze der WM-Wertung sei zwar noch weit, gab Wolff am Sonntag zu bedenken. "Und wenn man sich den Stand anguckt, ist es auch schwer zu sehen, dass wir um die WM kämpfen können. Aber im Motorsport ticken die Uhren anders", setzt der Teamchef voll und ganz auf die Weiterentwicklung des W13, der in den kommenden Wochen mit weiteren Updates aufgerüstet werden wird. 

Neben der eigenen Stärke wies Wolff auch auf die Verfehlungen der Konkurrenz hin. "Heute haben wir gesehen, dass Ferrari nicht viele Punkte geholt hat, obwohl sie es eigentlich hätten machen müssen", sagte der Mercedes-Chef, der bei der eigenen Aufholjagd sicher auch den ein oder anderen weiteren "Nuller" von Verstappen, Leclerc und Co. im Hinterkopf hat.