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Kombinierer Seidl hadert mit Olympia-Leistung

18.05.2022 14:52
Mario Seidl war mit seinen Leistungen bei den Olympischen Winterspielen von Peking nicht zufrieden
© Wang Song via www.imago-images.de
Mario Seidl war mit seinen Leistungen bei den Olympischen Winterspielen von Peking nicht zufrieden

Mario Seidl belegte in 2021/22 Platz zehn im Weltcup der Herren, bei den Olympischen Spielen von Peking ging er leer aus. Der Österreicher blickt nun auf die kommende Saison und verrät, wie er die Konkurrenz um die DSV-Stars Vinzenz Geiger und Eric Frenzel schlagen will.

"Ich bin recht zufrieden mit meinem zehnten Platz im Weltcup, nachdem ich im Jahr zuvor nach meinem Comeback 20. wurde", sagte Mario Seidl im Gespräch mit dem Weltverband FIS. Der 29-Jährige hatte sich bei einem Trainingssprung in Planica das Kreuzband im Knie gerissen, in 2019/20 konnte er daher nicht an den Start gehen.

Mit Platz zehn habe er nun sein "großes Ziel erreicht". Er habe "bewiesen", auf höchstem Niveau ums Podium kämpfen zu können. "Das war sehr motivierend! Die einzige Kehrseite ist, dass ich es nicht geschafft habe, bei den Olympischen Spielen in Bestform aufzutreten." Im Wettbewerb von der Großschanze landete er lediglich auf Platz 13.

Seidl bekannte, dass er schon immer bessere Resultate im Skispringen als im Ski Langlauf eingefahren hatte. "Deshalb ist ein guter Sprung für mich immer die Basis für eine gute Platzierung. Für mich ist viel drin, wenn ich es schaffe, mir auf der Schanze eine gute Ausgangsposition zu verschaffen, aus der ich dann ein taktisch gutes Rennen starten kann." Letztlich falle die Entscheidung aber "immer auf der Strecke", weiß auch der Österreicher.

Um in der Weltcup-Saison 2022/23 wieder oben angreifen zu können und mit Weltcup-Sieger Jarl Magnus Riiber, seinem Landsmann Johannes Lamparter oder mit dem deutschen NoKo-Star Vinzenz Geiger um Podiumsplätze zu streiten, bereitet sich Mario Seidl frühzeitig vor. "Es beginnt mit einem Grundlagentraining in Form von zwei Krafttrainingseinheiten pro Woche, dazu kommen Ausdauereinheiten in Form von Laufen und Radfahren", gab er einen Einblick in seinen Trainingsplan.

Das erste große Training finde dann auf Mallorca statt, "wo wir sicherlich viele Stunden auf dem Rad verbringen werden".