Heute Live
Formel 1
Formel 1

"Lewis versucht, nicht zu ertrinken"

Villeneuve zählt Hamilton an: "Sehen eine Wachablösung"

13.05.2022 09:03

Auch beim Großen Preis von Miami zog Lewis Hamilton im Duell mit Teamkollege George Russell den Kürzeren. Ex-Formel-1-Pilot Jacques Villeneuve glaubt nicht mehr an einen Zufall. In seinen Augen hat der Neuzugang dem Rekordweltmeister längst den Rang abgelaufen. 

Die Pleiten-, Pech- und Pannen-Saison von Lewis Hamilton setzte sich auch beim Rennen in Miami fort. Zwar brachte der Brite seinen W13 immerhin auf Platz sechs ins Ziel, dafür landete er nun schon beim vierten Grand Prix in Folge hinter seinem Teamkollegen. Alles nur Zufall? Unglückliche Umstände? Oder doch mehr? Ex-Formel-1-Pilot Jacques Villeneuve glaubt an Letzteres.

+++ Diese vier Formel-1-Rennen zeigt RTL 2022 +++

"Ich denke, wir haben [in Miami] die finale Wachablösung bei Mercedes gesehen", fällte Villeneuve in seiner "formule1.nl"-Kolumne ein hartes Urteil.

"George Russell reitet die Welle, während Lewis Hamilton versucht, nicht zu ertrinken", sieht der ehemalige Formel-1-Pilot den Rekordweltmeister in einer schweren Krise, aus der er nur schwer herauskommen kann.

Nach vielen Jahren, in denen Hamilton ohne große Gegenwehr gewonnen habe, sei es schwer, "wachzuwerden und zu realisieren, dass es nicht mehr so einfach ist", schrieb Villeneuve, der Hamilton empfiehlt: "Er muss jetzt so wie in seinen ersten beiden Jahren in der Formel 1 fahren. Genau das macht George Russell im Moment."

Villeneuve: Hat Lewis Hamilton noch die nötige Energie?

Es scheine zudem so, als habe Hamilton das Glück verlassen, urteile Villeneuve: "Er hat das Momentum nicht und nichts läuft für ihn." Der Mercedes-Pilot müsse sich nun auf einen "harten Kampf" einstellen: "Wir werden sehen, ob er dafür noch die Energie hat."

Die "Diva W13" ist in Villeneuves Augen nicht der einzige Grund, warum es für Lewis Hamilton in dieser Saison nicht läuft.

"Ich glaube, dass der verpasste WM-Titel im letzten Jahr eine schwere Last ist, die er den gesamten Winter getragen hat. Er war sauer und fühlte sich bestohlen", schrieb der Kanadier, der der Meinung ist, Hamilton habe diese Last noch immer nicht final abgeschüttelt.