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Holt der siebenfache Weltmeister zu wenig aus dem W13 heraus?

Hamilton in der Kritik: Nur mit "Quatsch" beschäftigt

12.05.2022 13:35

Lewis Hamilton fährt mit seinem Mercedes-Team in der Formel 1 derzeit nur hinterher. Dass der siebenfache Weltmeister solche Probleme hat, liegt laut einem holländischen Rennfahrer vor allem am Briten selbst. Dieser suche nur nach Entschuldigungen und beschäftige sich mit zu viel Nonsens.

Die aktuelle Formel-1-Saison verläuft bisher so gar nicht nach dem Geschmack von Lewis Hamilton. Während sein neuer Teamkollege George Russell bislang in allen Rennen Top-5-Resultate einfuhr, landete Hamilton nur zweimal innerhalb der besten fünf Fahrer. Die Probleme des 37-Jährigen mit dem neuen W13 sind nicht von der Hand zu weisen.

Dass der Siebenfach-Champion seit Jahren erstmals nicht mit um den Titel fährt, hat Spuren hinterlassen, glaubt der holländische Rennfahrer Tim Coronel.

"Zwischen Mercedes und Hamilton passt es gerade ganz und gar nicht", sagte Coronel gegenüber der niederländischen Ausgabe von "Motorsport.com". Wenn die Chemie im Team stimme, sei die Kommunikation untereinander anders, erklärte der 50-Jährige, der in verschiedensten Rennserien aktiv ist. 

Aus Hamiltons Funkkontakt mit der Box habe er entnommen, dass es derzeit nicht passe beim britischen Rennstall mit deutscher Lizenz. "Man merkt, dass Hamilton immer wieder Ausreden sucht", erklärte Coronel.

Coronel: Russell-Engagement erinnert an Michael Schumacher

Das Ganze werde für Hamilton nicht leichter dadurch, dass ihm derzeit auch noch sein Teamkollege Russell den Rang ablaufe. "Dann hast du auf einmal das falsche Momentum und schon passiert das, was Hamilton tut: er sucht nach Ausreden", wiederholte Coronel.


Mehr dazu: Ralf Schumacher verrät: Darum hat es Lewis Hamilton in der Formel 1 derzeit so schwer


Beispielhaft nannte der Rennfahrer den Großen Preis von Miami. Hier hatte Hamilton etwas unwirsch reagiert, als von der Box die Frage nach der Strategie kam. Während Hamilton antwortete, dass das Sache des Kommandostands sei, entschied sich Russell aktiv, draußen zu bleiben. Dies brachte ihm am Ende den Platz vor dem Routinier ein. 

"Russell nutzt diese Chancen, denn er fühlt sich gut. Er arbeitet mit", erklärte Coronel und sah Parallelen zu einem ganz Großen des Sports: "Diese Sicht auf das Rennen kannten wir von Michael Schumacher, der wirklich zusammen mit dem Team überlegt hat, [was das Beste ist]."

Hamilton hingegen würde die Verantwortung aufgrund seiner schlechten Phase nun allein aufs Team schieben. "Aber als Fahrer musst du mitdenken", mahnte Coronel und ätzte in Richtung des siebenmaligen Weltmeisters, der sich am Rande des Miami GP auch in einer Debatte um das Schmucktragen festbiss: "Hamilton ist derzeit viel zu viel mit seinen Piercings, seinen Juwelen und anderem Quatsch beschäftigt als mit richtigem Rennfahren.

Dass Russell sich hingegen im W13 so gut zurechtfindet, liegt laut dem 50-Jährigen auch daran, dass er schlechte Autos von seiner Zeit bei Williams gewöhnt sei. "Er musste immer bereit sein, sich an das Auto anzupassen und das meiste aus dem Boliden herauszupressen. Und das macht er auch jetzt." Anders offenbar als Hamilton.

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